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Dissertation - DetailansichtDISSERTATION - DETAILANSICHT

Dissertation von Marco Rieckmann

„Die globale Perspektive der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung – Eine europäisch-lateinamerikanische Studie zu Schlüsselkompetenzen für Denken und Handeln in der Weltgesellschaft“

Kurzbeschreibung:

Forschungsgegenstand

Der sich beschleunigende Globalisierungsprozess resultiert in einer wachsenden Komplexität unserer gegenwärtigen Gesellschaft; nahezu alle ökologischen, sozialen, kulturellen und ökonomischen Entwicklungen haben eine globale Dimension. Bildung für eine nachhaltige Entwicklung (BNE) und Globales Lernen zielen auf den Erwerb von Schlüsselkompetenzen ab, die Individuen dazu befähigen, diese weltgesellschaftlichen Verhältnisse verstehen und erfolgreich zu deren Gestaltung im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung beitragen zu können.

In Deutschland wird der Erwerb von „Gestaltungskompetenz“ als wesentliches Ziel der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung angesehen. Neben diesem Ansatz werden für das Globale Lernen weitere Kompetenzmodelle erörtert. Auf internationaler Ebene hat das DeSeCo-Projekt der OECD ein Rahmenkonzept für die Auswahl von Schlüsselkompetenzen entwickelt. Weder innerhalb Deutschlands noch im internationalen Diskurs gibt es jedoch eine Verständigung über ein Kompetenzkonzept des Globalen Lernens bzw. der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung.

Forschungsziel und -frage

Vor diesem Hintergrund ist es das Ziel des laufenden Promotionsvorhabens, ein interkulturell tragfähiges Set von Schlüsselkompetenzen für globales Denken und Handeln in der Weltgesellschaft zu erarbeiten und damit einen Beitrag zur Weiterentwicklung der globalen Perspektive der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung zu leisten. Die Fragestellung des Promotionsprojekts lautet: Welche individuellen Schlüsselkompetenzen sind erforderlich, um zentrale Probleme der Weltgesellschaft verstehen und diese im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung gestalten zu können?

Methodisches Vorgehen

Im Zentrum des methodischen Vorgehens steht der Ansatz der Delphi-Studie. In einem mehrstufigen, schriftlichen Befragungsverfahren sollen mit einer Gruppe von ausgewählten Expert(inn)en der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung und des Globalen Lernens aus Europa (Deutschland, Großbritannien) und Lateinamerika (Ecuador, Chile, Mexiko) im Sinne der Fragestellung relevante Schlüsselkompetenzen diskutiert und definiert werden. Die Studie wird in Englisch, Spanisch und Deutsch durchgeführt.

Aus den Ergebnissen der Delphi-Studie wird einerseits ein Rahmenkonzept für Schlüsselkompetenzen für globales Denken und Handeln in der Weltgesellschaft abgeleitet und andererseits wird deutlich, welche kulturellen bzw. regionalen Spezifika bestehen.

Finanzierung: Promotionsstipendium der Heinrich-Böll-Stiftung (September 2007-August 2009)

Erstgutachter: Prof. Dr. Gerd Michelsen, Institut für Umweltkommunikation, Leuphana Universität Lüneburg

Zweitgutachterin: Prof. Dr. Ute Stoltenberg, Institut für Integrative Studien, Leuphana Universität Lüneburg

Drittgutachterin: Prof. Dr. Annette Scheunpflug, Lehrstuhl für Pädagogik I, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

 

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07.07.2010, infu