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WissenstransferWISSENSTRANSFER

Joachim Wagner


Aktivitäten im Bereich Wissenstransfer




 

Nach meinem Verständnis umfasst Wissenstransfer die Übermittlung von Ergebnissen meiner wissenschaftlichen Arbeiten aus der Universität heraus in den außeruniversitären und nicht zum Wissenschaftsbereich im engeren Sinne zu zählenden Bereich. Diese Übermittlung kann in verschiedenen Formen – z.B. durch Vorträge, Beratungsgespräche, schriftliche Stellungnahmen oder Beiträge für Publikationen – geschehen. Der außeruniversitäre Bereich umfasst hierbei Organisationen mit und ohne Erwerbscharakter (z.B. Unternehmen, Interessenverbände, Ministerien oder Behörden) und Medien, die nicht ausschließlich die Wissenschaft als Zielgruppe haben (z.B. Tagespresse, Fernsehen und Rundfunk, Publikums- und Praktikerzeitschriften).   

Wissenstransfer in der so abgegrenzten Bedeutung des Begriffs zählt für mich schon seit vielen Jahren zu meinen zentralen Arbeitsgebieten. Hier sind  insbesondere einige Kooperationsprojekte zu nennen:

Kooperation mit den Statistischen Landesämtern in Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern und mit dem Statistischen Bundesamt bei der innovativen Nutzung von Betriebsdaten aus den Erhebungen der amtlichen Statistik. Hierbei werden vorhandene Daten über die Erhebungswellen zu Paneldaten verknüpft und die sich daraus ergebenden neuen Auswertungsmöglichkeiten im Längsschnitt werden demonstriert. Neben zahlreichen Publikationen in wissenschaftlichen Zeitschriften und Sammelwerken sowie Vorträgen auf wissenschaftlichen Tagungen habe ich zu diesen Daten und ihren Nutzungsmöglichkeiten Beiträge in Publikationen der Amtlichen Statistik verfasst und Vorträge auf Tagungen der Ämter gehalten. Ferner habe ich über Vorgehensweise und Ergebnisse in Ministerien und anderen Institutionen berichtet. Eine Auflistung einer Auswahl dieser Publikationen und Vorträge finden Sie hier.

Kooperation mit Arbeitsämtern bzw. Agenturen für Arbeit in der Region Lüneburg bei der Analyse der Wirkungen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen. In einer Reihe von Dissertations- und Diplomarbeitsprojekten wurden und werden in enger Zusammenarbeit mit regionalen Arbeitsämtern bzw. Agenturen für Arbeit arbeitsmarktpolitische Maßnahmen untersucht, wobei Einzeldaten von Maßnahmeteilnehmern erhoben und ausgewertet werden. Im Zentrum stehen hierbei Überbrückungsgeld und Existenzgründungszuschüsse (Ich-AGs) sowie weitere Maßnahmen zur Förderung des Übergangs von Arbeitslosigkeit in Selbständigkeit. Ergebnisse aus den Arbeiten werden regelmäßig durch Vorträge und Gespräche in den Agenturen zurückgekoppelt.

Kooperation mit dem Arbeitgeberverband Lüneburg – Nordostniedersachsen bei der Analyse der Auswirkungen der Reform des Betriebsverfassungsgesetzes aus dem Jahr 2001. Aufbauend auf einer Diplomarbeit wird in einem Dissertationsprojekt mit Unterstützung des Arbeitgeberverbandes der Region empirisch untersucht, wie sich Änderungen des Betriebsverfassungsgesetzes in der betrieblichen Realität auswirken. Ergebnisse werden in Vorträgen vor Unternehmern und in Gesprächen mit Vertretern des Arbeitgeberverbandes rückgekoppelt und diskutiert.

Neben Kooperationsprojekten mit Partnern außerhalb des Wissenschaftsbereichs bieten auch weitere Forschungsprojekte Anlass zu Transferaktivitäten. Ein Beispiel hierfür ist ein Beitrag im HANDELSBLATT über Ergebnisse einer umfangreichen Studie zu Unterschieden zwischen jungen und alten Betrieben und daraus abzuleitenden wirtschaftspolitischen Konsequenzen. Weitere Beispiele sind Artikel zur Reform des Betriebsverfassungsgesetzes in einem „Zeitgespräch“ im WIRTSCHAFTSDIENST 1/2001 und in den Gewerkschaftlichen Monatsheften 4/2001. In engem Zusammenhang mit meinen Forschungen zum Themenbereich Entrepreneurship / Existenzgründungen stand meine Tätigkeit als Leiter der Arbeitsgruppe „Existenzgründungen“ im Rahmen der Regionalen Innovations- und TechnologieTransferStrategie für den Regierungsbezirk Lüneburg (RITTS Lüneburg) in den Jahren 1999 und 2000.

Weitere Informationen zu den Projekten und zu den daraus hervorgegangenen wissenschaftlichen Arbeiten finden Sie in unseren Forschungsberichten.

25.08.2009, jwein