Ökologisches
Die ökologische Dimension ist diejenige, an die viele beim Thema Nachhaltigkeit als erstes denken: Nachhaltigkeit, das ist Müll trennen und Wasser sparen. Das ist natürlich genauso wenig richtig, wie ein Herunterbrechen der ökologischen Dimension auf den Schutz von Wald und Wiesen. Nein - hier geht es vielmehr um alle Fragen im Zusammenhang mit dem Ökosystem Erde.
Wie können wir in Anbetracht oftmals irreparabler Schäden an der Natur oder sehr langer Regenerationszeiten und der Endlichkeit vieler Ressourcen ein Leben im Einklang mit unserem Planeten aktiv mitgestalten?
Die Bedeutung des multifunktionellen Waldes im Kontext der Nachhaltigkeit (Timo Hehnke)
Wald spielt in der aktuellen Nachhaltigkeitsdiskussion eine bedeutende Rolle. Der Grund dafür ist darin zu finden, dass der Wald die unterschiedlichsten Funktionen und Leistungen zu erfüllen hat, jedoch zwischen den verschiedenen Interessengruppen mitunter deutliche Differenzen darüber bestehen, was Nachhaltigkeit im Wald grundsätzlich bedeutet. Das Seminar gibt in diesem Zusammenhang eine gute Übersicht zu diesem Themenfeld sowie zur aktuellen Nachhaltigkeitsdiskussion. Darüberhinaus wird versucht, einen Grundkonsens zu erarbeiten, der aufzeigen soll, welche Gemeinsamkeiten zwischen den Interessengruppen zum Thema Nachhaltigkeit im Wald bestehen.
Klima und Gesellschaft (Thomas Laepple)
Die mittlere Temperatur der Erdoberfläche hat sich im letzten Jahrhundert um ungefähr 0.7°C erhöht. Der Hauptteil dieser Erwärmung ist mit großer Wahrscheinlichkeit auf die Erhöhung der Treibhausgase, z.B. Kohlendioxid, durch den Menschen zurückzuführen. Modellrechnungen prognostizieren eine Erwärmung von 2-4°C bis 2100, wenn es der Weltgesellschaft nicht gelingt, die Emissionen von Treibhausgasen drastisch zu reduzieren. Die Verursacher der anthropogenen Klimaveränderung sind die Industrienationen. Die Auswirkungen dagegen sind global und treffen am stärksten Entwicklungsländer, die weniger Möglichkeiten haben, sich an die veränderten Umweltbedingungen anzupassen. Das Seminar hat sich mit den Grundlagen der Klimawissenschaften auseinandergesetzt und einen ersten Blick auf den Stand der Klimaforschung geworfen. Darüber hinaus stand die Frage im Mittelpunkt, welche gesellschaftlichen Handlungsoptionen angesichts des physikalischen Klimawandels in Aussicht stehen. In sechs Projektgruppen haben sich die Studierenden auf die Konferenz vorbereitet:
- Geo-Engineering
- Kipp-Punkte im Klimasystem
- Klimapolitik und Gerechtigkeit
- Klimawandel als unternehmerische Chance
- Klimawandel und internationale Stabilität
- Das Zwei-Grad-Ziel
Nachhaltigkeit: ökologische Perspektiven (Matthias Schröter)
Bei der Suche nach einer nachhaltigen Gesellschaft geht es auch um die Frage, inwiefern Ökosysteme in der Lage sind, lebenswichtige Bedürfnisse des Menschen heute und in der Zukunft zu decken. Im Seminar beschäftigen wir uns mit dem Zusammenhang zwischen Biodiversität, Ökosystemdienstleistungen und Nachhaltigkeit. In Projektarbeiten übertragen die Studierenden das Konzept der Ökosystemdienstleistungen auf die Lüneburger Heide und die niedersächsische Elbtalaue. Ein weiteres Projekt untersucht Wissen und Einstellungen zu Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen in Lüneburg.
Pestizid oder Pflanzenschutzmittel - warum verwenden wir toxische Verbindungen? Umweltchemische Aspekte einer kontrovers diskutierten Stoffgruppe (Dr. Wolf-Ulrich Palm)
Der Begriff des Pestizids bzw. des Pflanzenschutzmittels steht für eine außerordentlich heterogene und bezüglich der angewandten chemischen Strukturen komplizierte Gruppe chemischer Verbindungen. Tatsächlich jedoch werden wir ständig mit diesen Verbindungen konfrontiert, z.B. in der Diskussion zum Einsatz dieser Verbindungen, ob Rückstände in Lebensmitteln vorhanden sind oder in der täglichen Diskussion zur biologischen bzw. konventionellen Landwirtschaft.
Die Studierenden sollten sich in Gruppen mit einer auch unter Umständen speziellen Thematik aus dem Umfeld der Pflanzenschutzmittel beschäftigen und das Für und Wider dieser Verbindungen abwägen, die Thematik darstellen, hinterfragen und daraus Schlüsse ziehen. Die gewählten Themen umfassen den Bereich der Rückstände in Lebensmitteln, der Darstellung von Resistenzen, die Bedeutung des biologischen Anbaus und die Diskussion spezieller Verbindungen wie E605 oder Roundup.
Sustainable natural resource management - using the example of soil and water (Nina Hagemann)
Water and soil are important natural resources especially because they are oftentimes non- renewable. They hold special characteristics that provide certain challenges for sustainable management. In the course of the seminar, students became familiar with the concept of sustainable natural resource management with an intense focus on water and soil. They actively applied their knowledge to their own study project.