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Alle Hochschulmitglieder können ohne großen Aufwand in Ihrem Arbeitsalltag CO2 einsparen Link-Label

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Universität als OrganisationUNIVERSITÄT ALS ORGANISATION

© Leuphana

EMAS

Im Zuge des Öko-Audits werden laufend klimaschonende Projekte angestoßen. Ein Beispiel ist das Solarprojekt Uni Lüneburg: Die innovative Solarstromanlage auf dem Campus besteht aus unterschiedlichen Photovoltaikmodulen und gibt Empfehlungen für die Anwendung wirksamer Technik in der Lüneburger Region. Sie produziert klimaneutralen Strom, wird aber auch als Lehrbeispiel in der Physik, Informatik und Umweltkommunikation eingesetzt.

Leuphana nutzt ab 2012 Ökostrom

Alle Standorte der Leuphana Universität Lüneburg werden vom Januar 2012 an zu 100 Prozent mit Ökostrom versorgt. Das Präsidium der Universität hatte eine entsprechende Weichenstellung bereits im Jahr 2010 vorgenommen. Mit dem Übergang in die Trägerschaft einer Stiftung des öffentlichen Rechts entstand für die Leuphana die Möglichkeit, eine eigene Ausschreibung für die Stromlieferung vorzunehmen und auch auf diesem Feld ihr Ziel der Klimaneutralität konsequent zu verfolgen. Zu den Kriterien für die Bewertung der Angebote zählte deshalb neben der Wirtschaftlichkeit auch das CO2-Einsparpotenzial. Den Zuschlag erhielt die Hamburger LichtBlick AG. Sie überzeugte mit ihrem Angebot in beiden Bereichen.

Effiziente Energienutzung

Die Betriebstechnik setzt sich für den effizienten Energieeinsatz an der Universität ein. Neben dem  Einsatz von energiesparenden Leuchten, der Optimierung der Lüftungsanlagen, der Einsatz von Bewegungsmeldern, energieeffizienten Leuchten sowie schaltbarer Steckdosenleisten, die Umstellung auf Flachbildschirme und die Sanierung des Wärmenetzes wurden Thermografische Aufnahmen der Gebäude gemacht. 

Sanierung des Wärmenetzes

Im Sommer und Herbst 2010 wurden die alten Rohre des Wärmenetzes auf dem Campus saniert werden. Christoph Stegen, Leiter der Betriebstechnik, hat sich dafür eingesetzt, dass hier Rohre mit der besten Wärmedämmung zum Einsatz kamen, die fast die Hälfte von den sonst üblichen Wärmeverlusten einsparen. Insgesamt konnten gut 1.150 Meter Rohre neu verlegt werden und damit spart die Leuphana 190.000 Kilowattstunden Wärme pro Jahr ein.

Energieeffizienz in der Beleuchtung

Auch in der Bibliothek konnte die Leuphana Kohlendioxid und damit Geld einsparen. Die Lichtanlage ist eine der größten Stromfresser auf dem Campus und konnte optimiert werden. Zum einen analysierte die Umweltkoordinatorin Irmhild Brüggen das Schaltsystem der Anlage und fasste Schalter für die Betriebszeiten Betrieb, Betrieb bei einsetzender Dämmerung, Rückstellen der Bücher und Reinigung zusammen. Daneben identifizierte sie viele Leuchten, die keinen zusätzlichen Lichteintrag erzielen und somit deaktiviert werden konnten. Im Januar 2011 setzte Christoph Stegen eine weitere Maßnahme um: Er installierte 112 Meter Regalbeleuchtung aus hocheffizienten Leuchten mit Bewegungsmeldern. Diese sparen zweidrittel an Strom als herkömmliche Beleuchtungssysteme.

Konzept zur baulich-energetischen Sanierung der Gebäude

Der Energieberater Ingo Kempa hat über das gesamte Jahr 2010 den baulichen Zustand der Gebäude auf dem Campus bewertet, energieeffiziente Verbesserungsvorschläge erarbeitet und Energieverluste aufgedeckt. Hierzu gehörten eine Beurteilung der Gebäudehülle, der energetischen Sanierung, der Beleuchtungs- und Lüftungsanlagen sowie die Einbeziehung der Nutzerinnen und Nutzer in den Gebäuden. Am Ende stand ein Konzept zur baulich-energetischen Sanierung und der technischen energieeffizienten Weiterentwicklung der Bestandsgebäude am Campus Scharnhorststraße. Dieses Projekt wurde von der Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umweltschutz (BMU) mit knapp 28.000 Euro unterstützt. Das Förderprogramm soll dabei Multiplikatorenwirkung erreichen und zum Ziel der Bundesregierung beitragen, die Treibhausgasemissonen bis 2020 um 40 Prozent unter das Niveau auf 1990 zu senken.

Wärme zwischen Weihnachten und Neujahr

Seit dem Jahr 2002 können alle Beschäftigten zwischen Weihnachten und Neujahr Überstunden ausgleichen. Wer in dieser Zeit arbeitet meldet es der Umweltkoordinatorin. So kann die Betriebstechnik in allen leerstehenden Gebäuden die Heizung für ein bis zwei Wochen absenken. Seitdem konnte die Universität durch die "Weihnachtsferien" 864.300 kWh Wärme und 103 Tonnen Kohlendioxid einsparen. Daneben senkt die Betriebstechnik die Heizung abends, am Wochenende und über Feiertage individuell ab.

Kampagne Nix-verschwenden

Das Teilprojekt Energie und Ressourcenmanagement von Sustainable University hat sich zusammen mit der Umweltkoordinatorin Irmhild Brüggen das Ziel gesetzt, in der Winterperiode 2006/07 in der Summe aller Standorte der Uni Lüneburg 6 % der benutzten Energie für Strom und Heizung zu sparen- im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Bezogen sind diese Einsparungen jedoch nicht auf technische Neuerungen (wie z. B. mehr sparsame TFT Monitore statt Bildschirme), sondern auf das Nutzerverhalten aller Universitätsangehörigen. Es konnte eine Einsparung von 10 Prozent erreicht werden.

17.01.2013, brueggen