Meldungen aus der Forschung

Neu an der Leuphana: Rechtswissenschaftlerin Prof. Dr. Alessandra Asteriti

14.12.2015 „Investment Law ist ein Rechtsgebiet, das sich unheimlich schnell weiterentwickelt und sehr aktuell ist“, begründet Prof. Dr. Alessandra Asteriti ihr Forschungsinteresse. Seit Juli 2015 ist Alessandra Asteriti als Juniorprofessorin für internationales Wirtschaftsrecht am Competition and Regulation Institute (CRI) der Leuphana Universität Lüneburg tätig. Die Forschungsinteressen der aus Italien stammenden Wissenschaftlerin liegen in den Bereichen Investment Law, Public International Law, European Law und Legal Theory.

Seit Juli 2015 ist Alessandra Asteriti als Juniorprofessorin für internationales Wirtschaftsrecht an der Leuphana Universität Lüneburg tätig.

Von Archäologie über Menschenrechte zu internationalem Recht 

Die neuberufene Professorin hat alles andere als einen klassischen wissenschaftlichen Karriereweg gewählt.  Nach dem Studium der Alten Geschichte und Archäologie an der Universität Rom, das sie mit summa cum laude abschloss, arbeitete Asteriti zunächst als Archäologin in Syrien (Tell Mozan) und in Rom (Temple of the Magna Mater). Private Gründe führten Asteriti zeitweise in die USA, wo sie an der University of Minnesota am Institut für Italienisch und Französisch lehrte. 

Anschließend zog die Juniorprofessorin nach England, um den Master in Theory and Practice of Human Rights an der University of Essex zu absolvieren. „Während des Studiums stellte ich fest, dass mein Hauptinteresse dem rechtlichen Aspekt von Human Rights gilt, sodass ich meine Masterarbeit zum Thema ‚The Right to Peace in International Law’ verfasste“, erklärt Asteriti. Im Anschluss an ihren Master promovierte sie an der University of Glasgow zu ihrem heutigen Schwerpunktthema International Investment Law. 

„Investment Law war lange ein relativ unpopuläres Rechtsgebiet. Durch aktuelle Themen wie zum Beispiel das umstrittene Freihandelsabkommen TTIP mit den USA oder die Finanzkrise in Griechenland ist Investment Law stärker in den Fokus gerückt“, so Asteriti. „Ich finde dieses Rechtsgebiet so spannend, weil es immer in Bewegung ist. Ständig werden neue Verträge geschlossen. Dabei spielt auch die Diplomatie eine entscheidende Rolle.“

„Ich kann vollkommen verstehen, warum Interdisziplinarität wichtig ist.“

Mit ihrem multidisziplinären Hintergrund passt die Juniorprofessorin hervorragend zum inter- und transdisziplinären Profil der Leuphana. Was ihr in Großbritannien bei Bewerbungsverfahren oft als Bruch im Lebenslauf ausgelegt wurde, wird hier als entscheidende Stärke wahrgenommen. „Gerade weil ich mehrfach in meinem Leben meinen Studien- bzw. Forschungsschwerpunkt gewechselt habe, kann ich nachvollziehen, warum Interdisziplinarität in der heutigen Forschung besonders wichtig ist“, so die Juniorprofessorin. 

„Die Leuphana ist eine junge und dynamische Universität, die den Professoren die Autonomie gibt, ihre Forschungsinteressen und ihren Lehransatz zu entwickeln. Die Unterstützung der Mitarbeiter durch die Universität finde ich herausragend. Ich freue mich, wenn ich dazu beitragen kann, das Profil der Leuphana als inter- und transdisziplinär ausgerichtete Universität weiter zu schärfen.“

Autorin: Vivien Thais Valentiner (Universitätskommunikation). Neuigkeiten aus der Universität und rund um Forschung, Lehre und Studium können an news@leuphana.de geschickt werden. 

Weitere Informationen:

Personenhomepage von Prof. Dr. Alessandra Asteriti