Meldungen aus der Forschung

Leuphana setzt neue Impulse für die Lehrerbildung

18.02.2016 Berlin/Lüneburg. Die Leuphana Universität Lüneburg setzt sich für die Verbesserung der Lehrerausbildung in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) ein. Seit zwei Jahren arbeiten Wissenschaftler der Universität im Verbund mit Kollegen der TU München, der TU Berlin und der Universität Tübingen an der Entwicklung neuer Instrumente zur Gewinnung von speziell für diese Fächer geeigneten Studierenden. Die Deutsche Telekom Stiftung fördert das Vorhaben und legt jetzt eine erste Zwischenbilanz vor.

Das Vorhaben des Lüneburger Zukunftszentrums Lehrerbildung (ZZL) befasst sich mit der Entwicklung von Strategien für die Gewinnung und Ausbildung von Lehramtsstudierenden. Dieses Thema hat an der Leuphana einen besonderen Stellenwert. Angesichts von rund 10 Bewerbungen pro Studienplatz im Bachelorstudium für das Lehramt entwickelte die Universität ein spezielles Auswahlverfahren. Neben klassischen Kriterien wie Abiturnote, Wartezeit oder Studierfähigkeitstest werden dafür erstmals in der Lehrerbildung auch die Ergebnisse von Auswahlgesprächen berücksichtigt. Hier setzt das Verbundprojekt mit den anderen Universitäten an. Ziel ist eine Weiterentwicklung speziell für die mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer.

Den Hochschulen geht es darum, „geeignete“ Studieninteressenten für das Lehramtsstudium in den MINT-Fächern zu gewinnen und mehr über deren Eingangsqualifikationen zu erfahren. Dabei stehen Maßnahmen zur Auswahl und Beratung von Studierenden im Vordergrund. Vor allem die zulassungsrelevanten Auswahlgespräche sollen möglichst objektiv und praktikabel gestaltet werden, um so zu validen Ergebnissen im Hinblick auf die Bewährung im Lehramtsstudium und Lehrerberuf zu gelangen. Dafür werden Hilfestellungen für die Gesprächsführung und zur Beurteilung von Kandidaten entwickelt.

Um Informationen über das Mathematikwissen angehender Lehramtsstudierender zu erhalten, erarbeiten die Wissenschaftler einen Test, mit dem das Fachwissen der Studienanfänger erhoben wird. Mit Blick auf den weiteren Studienverlauf wollen die Forscher erkunden, wie sich fachdidaktische und allgemein pädagogisch-psychologische Expertise der Studierenden entwickeln. Dazu wollen sie ein Messinstrument schaffen, mit dem Entwicklungsverläufe des fachdidaktischen bzw. allgemein pädagogisch-psychologischen Wissens und Könnens in der Längsschnitt-Betrachtung erfasst werden können. So sollen Daten gewonnen werden, die zur Verbesserung der universitären Lehrerausbildung dienen können.

Die Deutsche Telekom Stiftung hat den Forschern bei ihrer Arbeit über die Schulter geschaut. Herausgekommen ist dabei eine Reihe spannender und unterhaltsamer Geschichten, Interviews, Videos und Ton-Dokumente, die in einem modernen multimedialen Online-Magazin aufbereitet wurden. Das Magazin ist erreichbar unter der Adresse www.mint-lehrerbildung.de.