Meldungen aus der Forschung

Zu Gast an der Leuphana: Ingenieurwissenschaftlerin Dr. Chunhong Zheng

23.02.2016 Seit Dezember ist Dr. Chunhong Zheng von der Xidian University in China am Institut für Produkt- und Prozessinnovation der Leuphana Universität Lüneburg tätig. Dr. Zheng ist Stipendiatin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und wird als K.C. Wong Postdoctoral Fellow ein Jahr in Lüneburg verbringen. Gemeinsam mit ihrem Ehemann und ihren zwei Töchtern lebt sie sich gerade in der Hansestadt ein.

Seit Dezember 2015 ist die Chinesin Dr. Chunhong Zheng als Gastwissenschaftlerin an der Leuphana Universität Lüneburg tätig.

„Ich freue mich, dass ich die Möglichkeit habe, meine Forschung an der Leuphana Universität Lüneburg zu vertiefen“, so Zheng. Für Zheng und ihre Familie ist es nicht der erste längere Aufenthalt in Deutschland. Bereits ab 2005 verbrachten sie zwei Jahre in Wuppertal – Zhengs Mann, der auch Ingenieurwissenschaftler ist, forschte als Humboldt-Stipendiat an der Bergischen Universität Wuppertal.

Nach dem Bachelor-Studium im Fachbereich Regelungstechnik an der Xidian University in Xi’an zog es Zheng für das Masterprogramm „Control Theory and Applications“ nach Lanzhou an die Gansu University of Technology. Im Jahr 2005 promovierte Zheng an der Xidian University im Bereich „Circuit and System“. Seitdem ist sie als Associate Professor an der Xidian University tätig, forscht zu ihren Forschungsschwerpunkten Artificial Automation und Information Processing, Mechatronik und dem Internet der Dinge und gibt Lehrveranstaltungen in diesem Bereich. 

An der Leuphana vertieft Dr. Zheng ihre Forschung zu Maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz. In ihrem aktuellen Forschungsprojekt beschäftigt sie sich mit der support vector machine(SMV)-basierten Optimierung von Roboter-Dreh-und -Wendearmen. „Bislang werden Dreh- und Wendearme rigoros gesteuert. Mithilfe von künstlicher Intelligenz sollen sie bei Bedarf in der Lage sein, Entscheidungen treffen zu können, sodass sie besser und flexibler arbeiten“, erklärt Zheng. Dafür experimentiert Zheng mit einem Roboter des Instituts für Produkt- und Prozessinnovation und setzt am Programmcode des Roboters an. „Gelingt es mir, ein neues Kontrollschema zu entwickeln, würde das für schnellere Produktionsdurchläufe und mehr Präzision sorgen“, so Zheng.

An Lüneburg gefällt der chinesischen Gastwissenschaftlerin besonders die smogfreie Luft. Angetan haben es ihr außerdem das deutsche Brot, Wurst und Döner. Auch ihrer Familie geht es in Lüneburg sehr gut, obwohl die Sprachbarriere für ihre 5- und 17-jährigen Töchter eine Herausforderung darstellt. „Ich hoffe, die beiden leben sich schnell ein und lernen Deutsch“, so Zheng. Trotz einiger anfänglichen Schwierigkeiten ist sie sich sicher: „Der Aufenthalt in Lüneburg ist für meine ganze Familie eine großartige Erfahrung."

Weitere Informationen:

Institut für Produkt- und Prozessinnovation

Autorin: Vivien Thais Valentiner (Universitätskommunikation). Neuigkeiten aus der Universität und rund um Forschung, Lehre und Studium können an news@leuphana.de  geschickt werden.