Meldungen aus der Forschung

Neues Leuphana-Promotionsprogramm: „Demokratie unter Stress“

16.03.2016 Lüneburg. In den nächsten vier Jahren werden an der Leuphana Universität Lüneburg zwölf herausragende Doktoranden mit „Georg-Christoph-Lichtenberg-Stipendien“ des Landes Niedersachsen gefördert. Das hat das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur jetzt bekanntgegeben. Die Stipendien im Wert von einer dreiviertel Million Euro werden im Rahmen des Promotionsprogramms „Demokratie unter Stress“ vergeben. Professor Dr. Ferdinand Müller-Rommel und Professorin Dr. Marion Reiser vom Zentrum für Demokratieforschung (ZDEMO) hatten es entwickelt und beantragt.

Die Nachwuchswissenschaftler werden aktuelle „Stressfaktoren“ für die Demokratie erforschen. Dabei geht es um die Frage, wie die neuen politischen, ökonomischen, ökologischen und kulturellen Herausforderungen an moderne Demokratien wahrgenommen, bearbeitet und bewältigt werden. Außerdem wird untersucht, wie sich der Umgang mit den Problemen auf die Beständigkeit der Demokratie auswirkt. Die Arbeit wird sich auf die drei Forschungsfelder Partizipation, Repräsentation und Inklusion konzentrieren und damit die Kernfunktionen von Demokratie erfassen.

Die Stipendiaten erhalten über einen Zeitraum von drei Jahren eine Förderung von monatlich 1.500 Euro und bei Bedarf zusätzliche Mittel für Auslandsaufenthalte oder Kinderbetreuung. Die Förderperiode beginnt am 1. Oktober 2016. Die Leuphana stellt aus dem eigenen Haushalt zwei weitere Stipendien zur Verfügung, so dass insgesamt 14 Doktoranden in diesem strukturierten Promotionsprogramm gefördert werden können.

Einzelne Promovierende erhalten ab ihrem zweiten Studienjahr auch die Möglichkeit, in den Bachelorprogrammen des Fachs Politikwissenschaft am Leuphana College mitzuwirken. Die Stipendiaten können außerdem ein Auslandssemester am "Zentrum für Demokratieforschung" der University of California (Irvine) oder am internationalem Promotionskolleg für Politikwissenschaft an der Universität Siena absolvieren.