Meldungen aus der Forschung

AOM-Auszeichnung auch für Professor Bader

Professor Dr. Benjamin Bader

Lüneburg/Anaheim. Ein Beitrag von Prof. Dr. Benjamin Bader ist von der Academy of Management (AOM) in die Best Paper Proceedings aufgenommen worden. Er zählt damit zu den besten Manuskripten des Annual Meeting 2016. Den gemeinsam mit seinem Co-Autor Dr. Tassilo Schuster (Universität Erlangen-Nürnberg) verfassten Artikel "Opening the Black Box: Social Support and Expatriate Social Networks in Low and High Risk Countries" hat der Juniorprofessor für Betriebswirtschaftslehre als Konferenzbeitrag für das diesjährige AOM Meeting in Anaheim (Kalifornien) eingereicht. Die gleiche Auszeichnung hatte auch schon Anne Burmeister erhalten.

In ihrem Beitrag beschäftigen sich die Autoren Bader und Schuster mit dem Einfluss von sozialen Netzwerken von Auslandsentsandten auf deren Arbeitszufriedenheit. Basierend auf der Social Network Theory und der Social Support Theory untersuchen sie, inwiefern diverse Charakteristika in den sozialen Netzwerken von sogenannten Expatriates Unterstützung hervorrufen und dann Einfluss auf die jeweilige Arbeitszufriedenheit nehmen.

Anders als in der bisherigen Forschung wird diese Verbindung von den Forschern erstmals empirisch untersucht und Social Support in mehreren Dimensionen betrachtet. Dabei vergleichen die Autoren auch die unterschiedlichen Wirkungsmechanismen vor dem Hintergrund der Terrorismusgefährdung des Gastlandes. Die Untersuchung konnte zeigen, dass die bislang angenommene grundsätzlich positive Wirkung von sozialen Netzwerken nicht für alle Dimensionen von Social Support gleichermaßen nachzuweisen ist und zudem eine starke Kontextabhängigkeit besteht. Damit liefert der Beitrag neue Ansätze für die Forschung zum internationalen Management.

Die renommierte US-amerikanische Academy of Management wurde 1936 in Chicago gegründet. Sie hat heute rund 19.000 aktive Mitglieder aus 118 Nationen und publiziert einige der angesehensten wissenschaftlichen Journale auf dem Gebiet der Betriebswirtschaftslehre.


Abstract:

Expatriate social networks were found to be beneficial for various outcomes, such as job satisfaction. While previous research regularly used social support as theoretical link, a systematic empirical investigation is widely missing. In this study, we open the black box and systematically analyze how social network characteristics of 370 expatriates contribute to the emergence of three dimensions of social support and how they in turn affect job satisfaction. Based on social network theory and social support theory, applying structural equation modelling (SEM) we show that depending on the environmental context the dimensions of social support have different effects. In particular, we investigate these relationships in countries strongly suffering from terrorism and compare it to less-endangered countries. We find that under the prevalence of terrorism a more gender-diverse network leads to more emotional support and job satisfaction while informational support does not affect job satisfaction.