Meldungen aus der Forschung

Internationales Konsortium fördert Nachhaltigkeitsforschung

22.03.2017 Tempe, Arizona/Lüneburg. Das Globale Konsortium für Nachhaltigkeitsergebnisse (GCSO), ein weltweiter Zusammenschluss von Universitäten zur Entwicklung nachhaltiger Lösungen, hat jetzt erstmals Fördermittel für Nachhaltigkeitsprojekte vergeben. Die Leuphana Universität Lüneburg ist an allen drei geförderten Initiativen beteiligt. Die interdisziplinären Teams werden mit jeweils 125.000 US Dollar unterstützt.

Die Projekte im Einzelnen:

Aufbau von kommunalen Kapazitäten zur Implementierung von Nachhaltigkeit
Mit Hilfe von Trainings für Personal und Entscheidungsträger sollen Kommunen, ihre regionalen Wirtschaftsgemeinschaften und ihre Umwelt nachhaltiger gestaltet werden. Die dabei erzielten Fortschritte sollen als Best Practice Fälle auch anderen Städten eine Hilfestellung geben können. Beteiligt sind die Städte Karlsruhe (Deutschland), Mexico City (Mexico), Tempe, Arizona (USA) und Portland (Oregon). Die Universitäten Karlsruhe Institute of Technology (Germany), Universidad Nacional Autónoma de México (Mexico), Arizona State University (USA), Portland State University (USA) und Leuphana University Lüneburg bearbeiten das Projekt.

Qualifikation von Lehrenden auf dem Feld der Nachhaltigkeit
Eine nachhaltige Entwicklung setzt voraus, dass Menschen aller Altersgruppen lernen, welches Verhalten für eine Veränderung notwendig ist. Dazu bedarf es entsprechender Bildungsanstrengungen. Das Projekt unterstützt deshalb Lehrer dabei, die Prinzipien der Nachhaltigkeit zu erlernen und weiterzugeben. Es zielt darauf ab, Menschen innerhalb des gesamten Bildungssystems, vom Kindergarten bis ins Erwachsenenalter, mit relevanten Kompetenzen auszustatten. Das Projekt wird bearbeitet von den Hochschulen Leuphana University of Lüneburg (Germany), Hong Kong University of Science and Technology (HKSAR/China), Dublin City University (Ireland), Tecnológico de Monterrey (Mexico) und Arizona State University (USA)

Werkzeugkasten Lebendiger Campus
Dieses Projekt erarbeitet einen Werkzeugkasten, um Nachhaltigkeitslösungen für die Bereiche Energie, Abfall und Wasser zu identifizieren und zu implementieren. Jeder Universitätscampus wird als lebendiges Labor angesehen, in dem messbare, effektive, gerechte und realisierbare Lösungen entstehen. Die Reduktion von CO2-Emissionen und die Entwicklung von Verhaltenstrainings stehen dabei im Vordergrund. Teilnehmende Universitäten sind: University of Toronto (Canada), Karlsruhe Institute of Technology (Germany), Leuphana University of Lüneburg (Germany), Hong Kong University of Science and Technology (HKSAR/China), Dublin City University (Ireland), Universidad Nacional Autónoma de México (Mexico), Tecnológico de Monterrey (Mexico), King’s College London (UK), Arizona State University (USA)

Zur Zielsetzung des globalen Konsortiums sagt dessen Direktorin Jenny Cartes: “Bei GSCO geht es um Lösungen.” Für sie sind die Mitgliedsuniversitäten in ihren jeweiligen Regionen führend in der Nachhaltigkeitsforschung. Auch das Konsortium sei einzigartig mit Blick auf die Aufgabe, Nachhaltigkeitsherausforderungen zu begegnen, halte Wissen und Ressourcen bereit, um tragfähige Lösungen zu entwickeln.