Meldungen aus der Forschung

Promovieren im Museum: Stephanie Regenbrecht

27.03.2017 Stephanie Regenbrecht hat an der Universität zu Köln und der Kunstakademie Münster Philosophie, Kunstgeschichte, Italienische Philologie und Freie Kunst studiert und promoviert im Rahmen des Forschungsprogramms "PriMus – Promovieren im Museum" in den Deichtorhallen Hamburg. PriMus wird vom BMBF gefördert. Im Interview erzählt sie von ihren Forschungsschwerpunkten und ihrem Bezug zu Museen.

Frau Regenbrecht, mit welchem Thema beschäftigt sich Ihre Promotion?

Stephanie Regenbrecht: Mein Forschungsvorhaben setzt sich mit der Sammlung Falckenberg – seit 2011 Dauerleihgabe an die Deichtorhallen Hamburg – im Kontext einer bundesdeutschen Kunstgeschichte seit den 1980er Jahren auseinander. Die Sammlung Falckenberg ist eine Privatsammlung zeitgenössischer Kunst, die einen Fixpunkt in der künstlerischen Produktion eben dieser Jahre hat.

Auf welche Weise setzen Sie sich mit den Exponaten im Museum auseinander? Verbringen Sie viel Zeit vor Ort?

Stephanie Regenbrecht: Die Werke der Sammlung sind zentral für meine Forschung. Es ist wunderbar, dass ich im Sammlungshaus in Hamburg-Harburg direkten Zugang zu den Originalen habe und so – neben Recherche und Sichtung von Archiven – eine direkte Auseinandersetzung mit den Werken möglich ist. Besonders jetzt – zu Beginn des Projekts – ist die Begegnung mit den Originalen wichtig und setzt nochmal ganz neue Impulse und Ideen frei.

Wie ist Ihr persönlicher Bezug zu Museen? Auf welche Weise würden Sie ein Museum anders gestalten als Sie es sonst häufig erlebt haben?

Stephanie Regenbrecht: Museen mit ihren unterschiedlichen Sammelschwerpunkten und Ausrichtungen sind für mich schon immer wichtige Orte. Häuser, Gebäude, Sammlungen als Anlaufpunkte in fremden und neuen Städten, Orte der Orientierung, der Erinnerung, aber auch Orte an denen sich neue Ideen formieren, Anstöße gegeben werden. Sie können zu Räumen der Stille und des Innehaltens werden, genauso wie der Bewegung und Öffnung in die Zukunft. Es ist wichtig, dass die Museen weiterhin ihr Potenzial als Forschungsinstitutionen wahrnehmen und ausbauen, aus Zeitmangel und den breitgefächerten Anforderungen kommt das oft etwas zu kurz.

Vielen Dank für das Gespräch!


Kontakt

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