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Leuphana-Doktorand organisiert erste "Laboratorio de Transición Energética" in Quito

07.04.2017 Die Zukunft des Energiesektors und dessen Entwicklung in Ecuador war Thema des ersten „Laboratorio de Transición Energética“ in dem südamerikanischen Land. Eduardo Noboa, Doktorand am Institut für Nachhaltigkeitssteuerung und ehemaliger Unterstaatssekretär für Klimawandel von Ecuador, organisierte das Treffen am 22. und 23. Februar 2017 in der Hauptstadt Quito. Zu diesem Anlass kamen Vertreterinnen und Vertreter von mehr als 30 Institutionen Ecuadors zusammen, aber auch Bürgerinnen und Bürger kamen zu Wort. Die Teilnehmenden diskutierten über Energiepolitik und entwickelten Perspektiven für ihr Land.

Das Thema bei der ersten „Laboratorio de Transición Energética“ war Energiepolitik.

Alternativen zu den in Ecuador dominierenden Wasserwerken zu finden, war ein entscheidender  Diskussionspunkt. Die Fokussierung auf nur eine Technologie führe dazu, dass alternative Energiequellen wie Biomasse, Wind und Sonne bei der Weiterentwicklung des Energiesektors weitestgehend vernachlässigt würden. Diese erneuerbaren Energiequellen könnten jedoch eine Schlüsselrolle dabei spielen, die Flexibilität des Energiesystems zu stärken, die Störungsanfälligkeit der Stromproduktion zu reduzieren, negative Einflüsse auf Gesellschaft und Umwelt zu vermeiden sowie die Entwicklung neuer Industriezweige voranzutreiben und kleine und mittelständische Unternehmen zu fördern.

Ein weiteres Thema war die andauernde Abhängigkeit von fossilen Treibstoffen und der Mangel an politischen Bestrebungen, welche die Energieeffizienz fördern und zur Reduktion von Abfall und Umweltauswirkungen beitragen können. Darüber hinaus wurde die Dringlichkeit, die bestehenden Subventionen für fossile Treibstoffe zu reduzieren und neue dynamische Anreize zur Förderung erneuerbarer Technologien hervorgehoben.

Die Ergebnisse der zweitätigen Konferenz wurden in einem Positionspapier zusammengefasst. Darin werden unter anderem eine vermehrte Vernetzung bei der Planung und Entwicklung von Strategien, aber auch Dezentralisierung bei der Entscheidungsfindung gefordert. Durch vermehrtes Einsetzen  unterschiedlicher alternativer Energien soll das Ziel „null fossile Brennstoffe“ erreicht werden. 

Der Workshop wurde durch die Unterstützung der Friedrich-Ebert-Stiftung Ekuador (FES-ILDIS), der Weltnaturschutzorganisation (IUCN), der Fundación Futuro Latinoamericano (FFLA) und der Leuphana Universität Lüneburg ermöglicht.


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Frau Dr. Gralla ist Geschäftsführerin der Fakultät Nachhaltigkeit. 


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