Meldungen aus der Forschung

Wie lässt sich die Gesellschaft in Richtung Nachhaltigkeit verändern?

04.05.2017 Bosch Stiftung fördert neues Promotionskolleg an der Leuphana mit Millionenbetrag

Stuttgart/Lüneburg. Die Robert Bosch Stiftung fördert die Qualifikation von Nachwuchswissenschaftlern an der Leuphana Universität Lüneburg in den nächsten vier Jahren mit 1,3 Millionen Euro. Im Zentrum des Projekts steht die Einrichtung eines Promotions-Kollegs zur Erforschung gesellschaftlicher Transformationsprozesse für mehr Nachhaltigkeit. Konkret geht es dabei um zentrale Herausforderungen des 21. Jahrhunderts wie Energiewende, Klimawandel, Ressourcenknappheit, demographischer Wandel oder soziale Gerechtigkeit. 12 Stipendien für Nachwuchsforscher werden jetzt ausgeschrieben. Bewerbungsschluss ist am 21. Mai. Zum 1. Oktober dieses Jahres werden die Stipendiaten ihre Arbeit aufnehmen.

Das Robert Bosch Kolleg „Processes of Sustainability Transformation“ (POST) ist in dieser Form einmalig. In den Forschungsarbeiten wird aus unterschiedlichen Disziplinen ein systematischer und umfassender Blick auf Transformationsprozesse in Richtung Nachhaltigkeit geworfen. Dabei geht es auch um die Frage nach den Bedingungen für erfolgreiche Transformationen: Was lässt sich aus gelungenen Prozessen lernen, was aus gescheiterten oder stockenden Prozessen?

Die Robert Bosch Stiftung unterstützt mit ihrer Förderung das Modell einer inter- und transdisziplinären Doktorandenausbildung. „Uns ist es wichtig, dass Wissenschaft und Gesellschaft zusammenwirken, insbesondere in Bezug auf Forschung für Nachhaltigkeit“, erklärt Dr. Katrin Rehak-Nitsche, Leiterin des Bereichs Wissenschaft der Robert Bosch Stiftung. Internationale Gastprofessoren werden ihre fachliche Expertise in das Kolleg mit einbringen. Den Promovierenden bietet das Programm die Möglichkeit, mit bis zu einjährigen Aufenthalten außerhalb der Universität sowohl ihre akademische Ausbildung als auch ihre transdisziplinäre und internationale Forschungspraxis zu vertiefen.

Leuphana-Professor Matthias Barth ist Sprecher des Kollegs. Er zeigt sich begeistert von den Möglichkeiten, die sich nun für die Forschung eröffnen: „Wir erwarten exzellente Beiträge zur Weiterentwicklung des Themenfelds Transformationsforschung.“ Die Arbeit der Nachwuchswissenschaftler werde dazu beitragen, ein vertieftes Verständnis der Bedingungen, Mechanismen und Möglichkeiten von Nachhaltigkeitstransformationen zu gewinnen.

Weitere Informationen finden Sie hier:
www.processes-of-sustainability-transformation.org