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Leuphana-Studentin Luisa Pinkernelle ausgezeichnet

14.04.2015 Beste wirtschaftswissenschaftliche Bachelorarbeit in Niedersachsen:

Hannover/Lüneburg. Das Niedersächsische Institut für Wirtschaftsforschung (NIW) und die Stiftung Niedersächsische Wirtschaftsforschung haben jetzt Niedersachsens beste wirtschaftswissenschaftliche Bachelorarbeit mit Praxisbezug aus dem Jahr 2014 ausgezeichnet. Der Preis „Kluge Köpfe, starke Ideen“ ging an Luisa Pinkernelle von der Leuphana Universität Lüneburg für ihre Untersuchung der Bedeutung von Kommunikation auf die Einstellungen zum organisationalen Wandel.

Luisa Pinkernelle hat ihre Abschlussarbeit im Studiengang Wirtschaftspsychologie an der Leuphana Universität Lüneburg geschrieben. Sie untersucht darin die Rolle und den Einfluss von Kommunikation auf die Einstellungen zum Wandel von Organisationen. In einem Experiment wurden Personen mit Hilfe unterschiedlicher Kommunikationsstrategien über einen fiktiven Unternehmenswandel unterrichtet und anschließend zu ihren Einstellungen befragt. Dabei wurden eine programmatische und eine partizipatorische Kommunikationsstrategie verglichen. Während im ersten Fall das Management Informationen weitergibt, wie der Wandel abzulaufen hat, besteht die andere Strategie darin, möglichst alle Beteiligten aktiv in den Dialog und die Implementierung des Wandels einzubinden.

Die Ergebnisse der Bachelorarbeit zeigen, dass eine positiv erlebte Kommunikation mit einer positiven Einstellung verknüpft ist. Das gilt für beide Kommunikationsstrategien. Versuchspersonen mit einer ambivalenten Einstellung zum Wandel bewerten die partizipatorische Kommunikation allerdings deutlich positiver als die programmatische. Dennoch ist das partizipatorische Vorgehen nicht in jedem Fall dem programmatischen überlegen. Die Arbeit macht vielmehr deutlich, dass die Art und Weise der Kommunikation entscheidend für eine erfolgreiche Implementierung ist, denn sie beeinflusst das Verständnis des Wandels und die Einstellung zum Wandel.


Der Preis steht unter der gemeinsamen Schirmherrschaft des Niedersächsischen Ministers für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Olaf Lies, und der Niedersächsischen Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Dr. Gabriele Heinen-Kljajić. Er wurde zum dritten Mal vergeben und ist mit 1.000 Euro dotiert. Die Auszeichnung soll die Bedeutung der Bachelorstudierenden und ihrer ersten akademischen Arbeiten würdigen. Zugleich soll so der Bachelor als eigenständiger Abschluss für den Berufseinstieg weiter gestärkt werden. Eingereicht werden konnten Bachelorarbeiten aus allen Bereichen der Wirtschaftswissenschaften, die im Jahr 2014 an einer Niedersächsischen Hochschule erarbeitet wurden.



Zur Auswahljury gehörten Prof. Dr. Sonning Bredemeier, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Niedersächsische Wirtschaftsforschung, Dr. Petra Drews, Referatsleiterin im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr des Landes Niedersachsen, Dr. Volker Schmidt, Vorstand der Stiftung Niedersachsenmetall, Stephan Freiherr von Stenglin, Präsident der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank in Bremen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt und Prof. Dr. Stephan Thomsen, Direktor des NIW.