Meldungen zum Studium

Leuphana-Studierende auf Konferenz der UN in Genf

31.07.2015 Vom 20. bis zum 24. Juli 2015 haben Studierende der Leuphana Universität Lüneburg bei den Vereinten Nationen in Genf über die Rechte indigener Völker mitdiskutiert. Die studentische Delegation unter Leitung von Dr. Cristina Blohm nahm an der 8. Konferenz des Expertenmechanismus für die Rechte indigener Völker teil.

Vom 20. bis zum 24. Juli 2015 haben Studierende der Leuphana Universität Lüneburg bei den Vereinten Nationen in Genf über die Rechte indigener Völker mitdiskutiert. Die studentische Delegation unter Leitung von Dr. Cristina Blohm nahm an der 8. Konferenz des Expertenmechanismus für die Rechte indigener Völker teil.

Julia Bohn, Studentin der Politikwissenschaft (Major) und Nachhaltigkeitshumanwissenschaften (Minor), sprach über die Auswirkung des Aussterbens von Sprachen für indigene Völker und ihr kulturelles Erbe. Gleichzeitig wies sie darauf hin, dass Projekte zur Dokumentierung indigener Sprachen auf der Initiative der betroffenen indigenen Gemeinschaften basieren müssten.

Charlotte Gengenbach, Studentin der Umweltwissenschaften (Major) und Politikwissenschaft (Minor), stellte in ihrem Beitrag die Bedeutung der seit Generationen bekannten indigenen Kenntnisse und Praktiken für den Schutz der Biodiversität heraus und sprach sich dafür aus, die Partizipation indigener Völker im Biodiversitätsmanagement zu garantieren.

In der Diskussion um die Post-2015-Entwicklungsagenda betonte Ulrike von der Ohe, Studium-Individuale-Studentin (Minor: Nachhaltigkeitshumanwissenschaften), die essentielle Rolle von Kultur in nachhaltiger Entwicklung. Ausgehend von der Lehre vieler Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen an der Leuphana sprach sie sich dafür aus, das Modell von nachhaltiger Entwicklung um eine vierte, kulturelle, Dimension zu erweitern, um auf diese Weise auf das umfangreiche kollektive Wissen und die Belange der indigenen Völker eingehen und ihre Rechte garantieren zu können. 

Dr. Cristina Blohm, an der Leuphana Koordinatorin des Moduls „Wissenschaft nutzt Methoden“, nahm zu den Themen Rechte indigener Völker und Extraktivismus, UN-Deklaration über die Rechte indigener Völker sowie Inkompatibilität von Konzepten und Dekolonialität des Rechts Stellung.