Meldungen zum Studium

„Eine gute Gelegenheit, um anzukommen“- Leuphana-Studierende berichten über ihre Startwoche

29.09.2015 Während der Leuphana Startwoche beschäftigen sich die Studierenden des ersten Semesters in interdisziplinären Gruppen mit konkreten Lösungsansätzen zu gesellschaftlich relevanten Problemen.

Mit Unterstützung durch Dozierende und Expertinnen und Experten erarbeiten sie während der Woche konkrete Projekte: Sie können sowohl aus einem nachhaltigen Produkt, einem sozialen Unternehmen als auch aus einer kulturellen Initiative bestehen. 

Kurz vor Beginn der Startwoche 2015 am kommenden Montag erzählen drei Leuphana-Studierende, wie sie die Startwoche im letzten Jahr (Titel: "Imagine 2099") erlebt haben.

Marie (22) studiert Kulturwissenschaften und Digitale Medien im dritten Semester

Wie hast du die Startwoche 2014 erlebt?
Ich fand es klasse, dass verschiedene Leute aus verschiedenen Studiengängen sich kennenlernen konnten. Vor allem aus solchen Fachrichtungen, die sonst nicht viel miteinander zu tun haben. Gut fand ich auch den geregelten Ablauf vor Studienbeginn. Denn in der Zeit zwischen Schule und Studium verlernt man leicht, wie ein geregelter Tagesablauf aussehen kann. Allerdings fand ich den Beginn um 8 Uhr morgens – vor allem als Pendlerin aus Hamburg – zu früh. Und die Tage waren zu lang.

Was hältst du von einer Startwoche auf Englisch?
Finde ich voll in Ordnung, macht ja Sinn. Sehr fein fand ich auch, dass internationale Professorinnen und Professoren da waren. Auch die Gruppenarbeit fand ich schön: Die Dynamik war gut, mit einem Menschen aus meiner Gruppe bin ich immer noch befreundet.

Wie sah euer erarbeitetes Projekt aus?
Unsere Projektidee war ein interkulturelles und generationsübergreifendes Theaterstück. Es ging dabei auch um medialen Austausch. Wir wollten eine Plattform erschaffen, auf der Menschen unterschiedlicher Altersklassen und verschiedener Nationen in kulturellem Rahmen voneinander lernen können.

Simon (19) studiert Kultur- und Politikwissenschaften im dritten Semester

Wie fandest du die Startwoche 2014?
Es war eine interessante Atmosphäre, das Thema war wichtig und gut gewählt. Nachhaltigkeit ist immer noch aktuell, ich denke die meisten haben sich für die Thematik interessiert. Die Organisation war sehr übersichtlich, allerdings fand ich die Tage ein wenig zu lang und zu durchgetaktet.

Wie hast du die Arbeit in den Gruppen erlebt?
Ehrlich gesagt haben wir uns mehr auf uns als auf die Aufgabe konzentriert, die Anforderung der Vernetzung hat also sehr gut funktioniert. Man kann ja vorher nicht wissen, wie die Gruppendynamik funktioniert, aber meine Erfahrung war da gut.
Leider habe ich keinen richtigen Kontakt mehr zu den Leuten, auch wenn wir uns sehr gut verstanden haben. Wir haben unterschiedliche Studiengänge, wir grüßen uns wenn wir uns sehen, haben aber nicht viel zu reden, weil es ja irgendwo auch eine Zweckgemeinschaft war.

Eine Startwoche auf Englisch, war das nicht anstrengend?
Das fand ich nicht so schlimm, ich spreche ganz gut und habe alles gut verstanden.

Sicherlich waren auch Leute dabei, die nicht ganz so sicher im Umgang mit der englischen Sprache waren. Aber Englisch soll Leute ja verbinden, das fand ich grundsätzlich in Ordnung.

Was hat eure Gruppe für ein Projekt erarbeitet?
Eine Plattform, ich glaube sie hieß „Granny to Granny“. Die Idee war, rüstige alte Menschen, also jene, die noch Energie haben und Lust, etwas zu tun mit alten Menschen zu vernetzen, die Hilfe benötigen. So können sich die fitteren Rentnerinnen und Rentner um die hilfsbedürftigeren kümmern.

Esther (20) studiert Umweltwissenschaften und Digitale Medien im dritten Semester

Wie findest du das Konzept der Startwoche?
Das Konzept finde ich allgemein sehr gut. Wir konnten die Uni kennenlernen, uns mit der Umgebung vertraut machen, ohne dass es gleich ums Eingemachte ging. Und es war eine gute Möglichkeit, erst einmal Menschen kennenzulernen, zu denen ich teils auch immer noch Kontakt habe. Allerdings hätte ich mir mehr Freiheit gewünscht, die Tage waren sehr durchgetaktet, dadurch war es schwierig, sich näher kennenzulernen. Und das mag etwas Persönliches sein, aber ich hätte mir einen größeren kreativen Anteil an der Arbeit gewünscht.

Wie bewertest du das Abhalten der Startwoche auf Englisch?
Ich fand gut, dass die Startwoche auf Englisch stattgefunden hat. Vor allem, wenn man sich mit etwas beschäftigt, das nicht nur in Deutschland von Belang ist. Wenn man etwas studiert, das auf internationaler Ebene Bedeutung hat, dann ist es wichtig, verschiedene Sprachen zu beherrschen. Und Englisch ist dabei ja naheliegend.

Was hältst du von dem Thema der vergangenen Startwoche?
Eigentlich ist es sehr wichtig. Allerdings ist das Thema vielleicht zu groß, um es in einer Woche zu behandeln, ich kann es in der Zeit eigentlich nur oberflächlich ankratzen oder einen kleinen Teilaspekt behandeln. Die Gruppenarbeit fand ich gut, aber da hätte ich mir ein wenig mehr Austausch unter den Gruppen gewünscht. Wichtig ist mir noch zu sagen: Ich fand es schade, dass außer einer Eröffnungsrednerin keine Frau als Referentin bei den Vorlesungen war.

Autor: Jannik Böker (Universitätskommunikation). Neuigkeiten aus der Universität und rund um Forschung, Lehre und Studium können an news@leuphana.de  geschickt werden.

Die diesjährige Startwoche mit dem Titel „Societal Commitment and Social Entrepreneurship“ findet vom 05. bis zum 09. Oktober statt. Vor der Startwoche finden am 1. Oktober die Eröffnungsfeier und anschließend vom 1.-2. Oktober die Starttage statt.


Weitere Informationen
Erstauskunft zu Studienfragen

Infoportal
Scharnhorststraße 1, Gebäude 8, EG
21335 Lüneburg
Fon +49.4131.677-2277
Fax +49.4131.677-2266
infoportal@leuphana.de