Meldungen zum Studium

Governance and Human Rights: Auftakt zum neuen Master-Studiengang

19.10.2015 An der Leuphana Professional School beginnt der neue Master-Studiengang Governance and Human Rights. Zur Auftaktveranstaltung in Berlin diskutierten Studierende sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Nicht-Regierungsorganisationen darüber, wie Menschenrechte geschützt werden können.

„Menschenrechte müssen Realpolitik werden“

Reichen Prinzipien „Guter Regierungsführung“ und der Schutz der Menschenrechte, um die globalen Problemen zu lösen? Unter dieser Fragestellung diskutierten Vertreterinnen und Vertretern aus Verwaltung, Wissenschaft und von NGOs zum Auftakt des Master-Studiengangs „Governance and Human Rights“: Gesine Schwan (Humboldt-Viadrina Governance Platform), Selmin Caliskan (Generalsekretärin Amnesty International Deutschland), Heidemarie Wieczorek-Zeul (Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung a.D.), Christoph Strässer (Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe), Beate Rudolf (Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte) und Thorsten Benner (Direktor des Global Public Policy Institute).

Im Rahmen der mitunter leidenschaftlich geführten Diskussion forderte Selmin Caliskan, Generalsekretärin von Amnesty International Deutschland, dass Menschenrechte Realpolitik werden müssen. Die ehemalige Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Heidemarie Wieczorek-Zeul pflichtete ihr bei: „Menschenrechtspolitik darf kein Nischenthema von Idealisten sein. Jedes einzelne Ministerium, ob Wirtschaftsministerium, Außenministerium oder Verteidigungsministerium sollte sein Handeln reflektieren und sicherstellen, dass Menschenrechte geschützt werden.“

Studierende diskutierten über Hate Speech

Am Vormittag hatten sich die Studierenden aus sieben unterschiedlichen Ländern und von drei Kontinenten zu den ersten einführenden Workshops getroffen. Dabei reflektierten sie einige Prinzipien „Guter Regierungsführung“ und debattierten, an welchem Punkt die Meinungsfreiheit endet und „Hate Speech“ beginnt oder wie das Recht auf körperliche Unversehrtheit missbraucht werden kann, um Menschenrechtsverletzungen im Rahmen des Anti-Terror-Kampfes zu begehen. Allgemein zeigten sich die Studierenden sehr interessiert und sind sehr gespannt auf die beginnende Präsenzphase und die danach folgenden E-Learning-Einheiten.

„Der Studiengang ist ein wichtiges Werkzeug für den Menschenrechtsschutz“

Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung Christoph Strässer sagte, der neue Studiengang Governance and Human Rights sei „ein wichtiges Werkzeug für den Menschenrechtsschutz“. Er sehe weniger junge Menschen auf den Demonstrationen der Friedensbewegung als früher. Um das Thema weiter in den Vordergrund zu rücken, steht im Studienprogramm die Sicherung und der Schutz von Menschenrechten im Fokus. „Ich wünsche dem Studiengang und vor allem den Studierenden alles Gute“, so Strässer.

Präsenzphasen und E-Learning

Der neue Master-Studiengang Governance and Human Rights ist ein Kooperations-Studiengang der Leuphana Professional School und der Humboldt Viadrina Governance Platform. Er läuft seit dem Wintersemester 2015/16 und kombiniert Präsenzphasen und E-Learning-Einheiten.

 

Kontakt

Christoph Kleineberg
Studienkoordinator
Leuphana Universität of Lüneburg
Professional School
Scharnhorststr. 1, C7.410
21335 Lüneburg
GERMANY
Fon +49.4131.677-1983
Fax +49.4131.677-2981
http://www.leuphana.de/gahr