Meldungen zum Studium

Frühstück, Mittag und was für Zwischendurch

08.12.2015 Jannik Böker hat getestet, wo Studierende auf dem Campus am besten essen können.

Frühstück: Die DAA (Deutsche Angestellten-Akademie)

Die meisten Studierenden haben die DAA schon mal gesehen: Das Ausbildungsrestaurant liegt im südlichen Teil des Campus, neben dem Supermarkt. Die Küchen- und Servicefachkräfte in dem Restaurant sind noch nicht fertig ausgebildet, sondern absolvieren in der DAA ihre Lehre.

Wir probieren die DAA an einem Montagmorgen aus. Frühstück. Ins Restaurant hinein zufinden, ist nicht ganz einfach. Wir wissen, wo es liegt, nämlich über dem Supermarkt, doch der Eingang verbirgt sich neben dem Schild zu einer Schmerzpraxis – nicht gerade ein vielversprechendes Vorzeichen. Schließlich finden wir die Räume der DAA und werden von Flyern begrüßt, die Ausbildungshilfen für Eltern oder Sprachkurse für Geflüchtete vorstellen. Im Restaurant steht ein Frühstücksbuffet bereit, wie es Studierende sonst wohl eher selten vorfinden: Solch ein Maß an Variation, mit verschiedenen Aufstrichen und Aufschnitten, das gibt die WG-Kasse nicht oft her. Unsere Teller werden abgeräumt. Ob wir zufrieden sind, ob es noch etwas sein darf? Nein danke, alles gut. Auch wenn (noch) nicht alles ganz rund und perfekt läuft – schließlich sind wir in einem Ausbildungsrestaurant – sind wir zufrieden - Wer will schon wirklich einen reibungslosen Ablauf?

Fazit: Ein leckeres Essen zu günstigem Preis in sympathischer Umgebung. Ein erfolgreicher Start in den Essenstest. Gestärkt begeben wir uns wieder in den Universitätsbetrieb.

Mittag: Das Café 9

Gegen Mittag klopft der Hunger wieder an, also auf zur nächsten Station: Das allseits bekannte Café 9. In dieser halben Stunde zwischen den Seminaren ergeht es offenbar vielen Studierenden ähnlich: Die Tische sind besetzt, die Schlangen lang. Es gibt Nudeln mit verschiedenen Saucen, ich nehme Olivensauce. Die vorgekochten Nudeln werden kurz in heißes Wasser getaucht und in einen Pappbecher geschaufelt, ein Schlag Sauce obendrauf, bitte sehr. Ich esse draußen im Stehen: Es nieselt, die Nudeln sind weichgekocht, die Sauce ist allerdings recht lecker. Ich finde drei Oliven in meinem Pappbecher.

Fazit: Für ein schnelles Essen in Ordnung, aber der Preis ist happig im Vergleich zur Leistung. Dafür gibt es Parmesan umsonst - und ordentlich Käse hat bisher noch jedes Essen gerettet.

Nachmittag: Die Mensa

Am Nachmittag besuchen wir die Mensa. Anheimelnd ist das - die Mensa gehört einfach zum Studierendenleben dazu, da fühlte man sich in den Anfangstagen an der Universität so richtig studentisch. Sie wird oft beklagt, trotzdem gehen alle hin. Für den Test besuchen wir die Biomensa, Ich wähle Couscous mit Gemüse und liefere mir einen lustigen Schlagabtausch mit der Servicekraft hinter der Theke. Anschließend greift meine Hand automatisch zu Salz und Pfeffer. Mensaessen fehlt es immer etwas an Würze, das ist wohl die unausgesprochene Regel unter den Mensen: Nicht zu viel würzen! Aber es ist sicherlich sehr schwierig, so große Mengen an Essen zu kochen, das sollte wohl allen bewusst sein. Nach dem Essen bin ich zufriedengestellt: Ein unaufgeregtes, aber anständiges Essen zu günstigem Preis in studentischer Atmosphäre. Und der Vorteil fürs Gewissen: Auf Nachhaltigkeit wird hier viel Wert gelegt. 

Zwischendurch: Erstmal zu Penny

Die DAA, das Café 9 und die Mensa haben wir besucht und waren gesättigt und zufrieden mit dem Ergebnis. Doch am Ende des Monats, wenn das Potenzial des studentischen Geldbeutels nur noch für Nudeln mit Pesto – oder für die ganz Hartgesottenen: Reis mit Ketchup – reicht, dann wandelt sich das leuchtende Reklameschild mit der Aufschrift „Erstmal zu Penny" vom flapsigen Slogan zur ernsten Notwendigkeit. Denn am Ende des Monats, hungrig und leicht frustriert, entbrennt auf ein Neues der immer wiederkehrende Kampf in Form von Schnick-Schnack-Schnuck: Der Verlierer muss Baguette und Frischkäse bezahlen. 

Doch in der nächsten Woche, wenn das Geld vom Bafögamt eintrifft, sind all die Sorgen verflogen. Dann können wir uns wieder einen von diesen leckeren Burgern aus dem Burgerwagen leisten und denken nicht mehr nach über das Ende des Monats.


Autor: Jannik Böker (Universitätskommunikation). Neuigkeiten aus der Universität und rund um Forschung, Lehre und Studium können an news@leuphana.de geschickt werden.