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Leuphana-Projekt: Besserer Biomüll für die GfA

17.12.2015 Lüneburg Die Lüneburger GfA stellt aus Abfällen hochwertigen Kompost her. Damit der mit dem RAL-Gütezeichen zertifiziert und in Teilen auch für den Biolandbau zugelassen werden kann, darf er keine Verunreinigungen enthalten. Die entstehen aber, wenn Menschen Plastiktüten, Tontöpfe und ähnliche Dinge in ihre Biotonnen werfen. Studierende der Leuphana Universität Lüneburg wollen unter Leitung von Prof. Dr. Henning Friege erkunden, wie das in Zukunft vermieden werden kann.

Die Studierenden haben zunächst den angelieferten Biomüll bei der GfA Lüneburg in Bardowick gesichtet und festgestellt, welche Stoffe den Kompost hauptsächlich verunreinigen. Im Gespräch mit Lüneburger Bürgern haben sie sich dann einen ersten Eindruck von deren Entsorgungsgewohnheiten verschafft.

Mit einer breit angelegten Fragebogenaktion wenden sich die Studierenden jetzt an die Lüneburger Bevölkerung. Die Teilnehmer werden per Zufallsgenerator ausgewählt und angeschrieben. Die Studierenden wünschen sich eine rege Beteiligung, denn nur so bekommen ihre Untersuchungsergebnisse die nötige Aussagekraft.

Aus den Ergebnissen wollen die Studierenden schließlich Vorschläge für Maßnahmen entwickeln, mit denen die GfA die Qualität des angelieferten Biomülls verbessern kann. Dazu ergänzen sie ihre eigenen Daten mit aktuellen wissenschaftlichen Ansätzen aus der Verhaltensforschung. Ihr Ziel ist, ein stärkeres Bewusstsein für das Problem der Fehlwürfe in Biotonnen zu schaffen.