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Leuphana-Studierende diskutieren bei den Vereinten Nationen in Genf

19.07.2016 Vom 11. bis zum 15. Juli 2016 haben Studierende der Leuphana Universität Lüneburg bei den Vereinten Nationen in Genf über die Rechte indigener Völker mitdiskutiert. Die wissenschaftliche Delegation unter Leitung von Dr. Cristina Blohm nahm an der 9. Konferenz des Expertenmechanismus für die Rechte indigener Völker teil.

Maren Stöber, Studentin des Studium Individuale, sprach zum Thema indigener Menschen mit Behinderungen und betonte die Potenziale einer intersektionalen Perspektive für die Entwicklung völkerrechtlicher Standards und für internationale Gremien, um eine bessere Beteiligung und Repräsentation der betroffenen Personen zu erzielen. 

Anna Sander-Titgemeyer, Studentin der Umweltwissenschaften und Raumwissenschaften, bestärkte in ihrem Beitrag interkulturelle Bildung als geeignete Maßnahme, um indigene Kultur, insbesondere Sprache und Wissen, in das Bildungssystem zu integrieren. Dabei zog sie die bisherige Situation der interkulturellen Bildung in den Lateinamerikanischen Staaten als Beispiel heran. 

Charlotte Griestop, Studentin der Umweltwissenschaften und Volkswirtschaftslehre, nahm im Rahmen der Ziele nachhaltiger Entwicklung Bezug auf das peruanische Projekt Crianza de Agua. Durch die Revitalisierung indigenen Wissens zur Bewässerungswirtschaft konnten künstliche Staubecken errichtet werden, die eine ausreichende Wasserspeicherung ermöglichen und so, der durch den Klimawandel hervorgerufenen Wasserknappheit entgegenwirken. 

Dr. Cristina Blohm, die seit 2004 an den jährlichen Konferenzen der Arbeitsgruppe und des späteren Expertenmechanismus zu den Rechten indigener Völker der Vereinten Nationen in Genf teilnimmt, sprach über ethnische, geschlechtsbezogene und häusliche Gewalt und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit von Mädchen und Frauen sowie über Verletzungen des Rechts auf Selbstbestimmung indigener Völker - insbesondere des Prinzips der freien, informierten und vorherigen Einwilligung - durch den Staat und Unternehmen. 


Weitere Informationen

Dr. Cristina Blohm
Universitätsallee 1, C8.103a
21335 Lüneburg
Fon +49.4131.677-2192
cristina.blohm@leuphana.de


Redaktion: Morgaine Struve, Universitätskommunikation. Neuigkeiten aus der Universität und rund um Forschung, Lehre und Studium können an news@leuphana.de geschickt werden.