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Wie Studierende den Endspurt in der Klausurphase meistern

21.09.2016 Die zweite Klausurphase neigt sich dem Ende zu. Viele Studierende aus allen Semestern und Studiengängen lernen jetzt noch für Klausuren oder schreiben an Hausarbeiten. Wir haben uns auf dem Campus umgehört und Studierende zu ihrem Lernverhalten befragt.

Bennet ist 24 und studiert Umweltwissenschaften.

Wie viele Klausuren/Hausarbeiten haben Sie noch vor sich und wie viele haben Sie schon geschafft? 

  • Marina (BWL): Ich habe insgesamt noch drei Klausuren vor mir. Dass ich Statistik II jetzt schreibe, war eigentlich nicht geplant, aber beim ersten Versuch hat’s leider nicht geklappt.
  • Leo (BWL): Statistik II ist zum Glück meine letzte Klausur.
  • Bennet (Uwi): Ich muss noch zwei Klausuren schreiben. Vielleicht wird’s auch nur eine, aber die Maschinenbauklausur aus dem zweiten Semester schreib ich auf jeden Fall. Nebenbei arbeite ich auch noch an meiner Bachelorarbeit.
  • Tiffany (International): Wir machen gerade Hausaufgaben für unseren Deutschkurs. Momentan behandeln wir Grammatik, unregelmäßige Verben und Zeitformen. Außerdem haben wir einen Zeitungsartikel bekommen, den wir lesen sollen. Heute werden wir noch etwa zwei Stunden brauchen, dann sind wir fertig.

Wie viel Kaffee beziehungsweise Energydrinks trinken Sie? 

  • Marina: Weder noch, ich trinke aber sehr viel Tee.
  • Leo: Nicht besonders viel, Energy trink ich gar nicht und Kaffee eine Tasse am Tag.
  • Bennet: So zwei bis vier Tassen Kaffee am Tag sind das schon. Abends auch gerne nochmal eine Cola.

Wie lange lernen Sie pro Tag?

  • Marina: Das ist unterschiedlich – je nachdem, wann wir es schaffen, uns zu treffen, können das mal nur so zwei oder drei Stunden sein, oder auch mal sieben, dann natürlich mit Pause.
  • Leo: Ich fang meistens erst eine Woche vor der Klausur an, und lerne dann dementsprechend fast den ganzen Tag.
  • Bennet: Jeden Tag ein bisschen, so genau kann ich das gar nicht sagen. Mir ist wichtig, dass ich nicht den ganzen Tag in der Bib sitze, sondern auch zwischendurch mal raus komme, draußen Pause mache oder mich mit Freunden treffe. Hauptsache, der Tag ist vielseitig.

Sind Sie tag- oder nachtaktiv?

  • Marina: Definitiv tagaktiv! Wobei es abends auch manchmal ganz gut sein kann, da ist in der Bibliothek nicht so viel los und es ist schön ruhig. 
  • Leo: Ich lern auch gerne nachts. Da ich manchmal auch auf Kurzzeitgedächtnis lerne, ergibt sich das dann automatisch durch den Zeitdruck, in einer Woche vor der Klausur alles zu lernen.
  • Bennet: Das hängt immer vom Rhythmus ab – momentan fang ich eher früh an, so gegen 10 Uhr.
Marina (21) studiert im zweiten Semester BWL und lernt zusammen mit Leo (22), der im vierten Semester ist. Er studiert ebenfalls den Major BWL. Beide schreiben Ende September die Klausur Statistik II.

Wie lernen Sie gern? 

  • Marina: Ich lerne gerne in der Bib, zuhause lass ich mich sonst sehr schnell ablenken. Genau deswegen lerne ich auch gerne in der Gruppe – da kommt man schneller voran, wenn alle produktiv sind und sich gegenseitig motivieren. Musik hilft mir beim Lernen, ich mach mir immer eine Spotify Playlist mit irgendwas Entspannten an.
  • Leo: Ich finde eine Mischung aus allem gut. Abends lerne ich gerne zu Hause, der Tapetenwechsel Bib-Wohnung hilft auch. Genauso wie der Wechsel vom alleine lernen zur Gruppe, um sich austauschen zu können. Musik stört mich, ich brauch’ eher Ruhe, wenn ich alleine lerne und hab daher Oropax dabei. Oder ich suche bei youtube nach „brown noise“, das ist einfach nur ein Hintergrundrauschen.
  • Bennet: Zum Lernzettel schreiben brauch ich Zeit, das mach ich gerne ganz entspannt. Wenn ich den Lernstoff dann aber pauken muss, brauch ich Zeitdruck, sonst wird das nichts. Am liebsten lerne ich in der Bib, zu Hause gibt es zu viel Ablenkung und ich kann mich schlecht konzentrieren. Außerdem gefällt mir die Atmosphäre in der Bibliothek, wenn alle produktiv sind, fällt es mir leichter, auch was zu tun. Pausen mache ich aber gerne draußen oder ich treff mich mit Freunden in der Mensa. Musik stört mich beim Lernen, ich brauch auf jeden Fall Ruhe. Daher lerne ich auch meistens alleine.
  • Tiffany: Draußen lernen ist sehr angenehm bei dem Wetter. Zeitdruck nervt eher, und ist kontraproduktiv. Normalerweise lerne ich allein, aber mit Shauna zusammen klappt das auch sehr gut und macht mehr Spaß. Musik hören kann ich beim Lernen nicht, dann kann ich mich nicht konzentrieren.

Was ist Ihre größte Ablenkung und was Ihre größte Motivation?

  • Marina: Die größte Ablenkung sind auf jeden Fall Facebook und Whatsapp. Motivierend ist der Lernpartner, der weiter machen will sowie der Gedanke, die Klausur bestehen zu wollen.
  • Leo: Da kann ich mich nur anschließen. Zuhause kommt neben der Ablenkung durch Facebook und Whatsapp auch noch der Kühlschrank dazu. Die Motivation, weiter zu machen, ist auch der Wille, den inneren Schweinehund zu überwinden.
  • Bennet: Die größte Ablenkung ist definitiv das Handy. Die Motivation, weiter zu machen, ist vor allem die Abendplanung und langfristig, es hinter sich haben zu wollen.
  • Tiffany: Ablenkend sind laute Geräusche oder Menschen, die Lärm machen. 

Was ist Ihr Ausgleich zum Lernen? 

  • Marina: Sich mit Freunden zu treffen ist ein sehr guter Ausgleich, finde ich. Und dann eben nicht übers Lernen zu sprechen, sondern mal einen Themenwechsel zu haben.
  • Leo: Ausgehen mit Freunden auf jeden Fall, aber auch Sport. Ich spiele Hockey, da kann man sich dann nach einem Lerntag auspowern.
  • Bennet: Ich schau viele Serien und Filme und lese gerne – momentan „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“. Ansonsten mach ich Sport.
  • Shauna (International): Treffen mit Freunden, was gemeinsam unternehmen, in der Stadt bummeln oder auch mal spazieren gehen.

Wie sieht die Wohnung aus? 

  • Marina: Bei mir ist es aufgeräumt, mich stört das sonst.
  • Leo: Bei mir wechselt das. Manchmal ist es chaotisch, weil ich das Aufräumen so lange vor mir her schiebe.
  • Bennet: Aufgeräumt! Abgesehen davon, dass Putzen eine gute Ablenkung ist, kann ich, wenn’s chaotisch ist, nicht besonders gut lernen.
  • Tiffany: Ich wohne in einer Wohngemeinschaft, da ist es schon ein bisschen chaotisch. 
  • Shauna: Ich bin bei einer Gastfamilie unter gekommen. Die Wohnung ist sauber und aufgeräumt, das ist mir wichtig.
Tiffany (23) und Shauna (20) kommen aus den USA und sind für ein Semester an der Leuphana. Sie lernen zusammen für ihren Deutschkurs.

Tipps zur Klausurenphase

Beratung zum Thema wissenschaftliches Arbeiten und Hausarbeiten
Dr. phil. Sig­rid Vierck bie­tet eine of­fe­ne Be­ra­tung zu Fra­gen rund um kor­rek­tes wis­sen­schaft­li­ches Ar­bei­ten, insbesondere Haus­ar­bei­ten, Bachelor-Thesis, Zitieren etc. an. Eine An­mel­dung ist nicht er­for­der­lich. Don­ners­tags 15-16 Uhr in Raum Bib 132.

Bibtipp liefert Literaturempfehlungen
Seit Sommer 2016 gibt es eine neue Funktion im Bibliothekskatalog. „Bibtipp“ liefert bei der Suche im Bibliothekskatalog katalogspezifische Empfehlungen auf Grundlage der Analyse des anonymisierten Rechercheverhaltens der Nutzer_innen. Die Empfehlungen erfolgen unabhängig vom Medientyp und beziehen alle integrierten Teilbibliotheken mit ein.

Literatursuchmaschine Lux wird überarbeitet 
Oberfläche und Funktionen der Literatursuchmaschine Lux werden überarbeitet. Die Freischaltung erfolgt zum Wintersemester 2016/17. Neben einer neuen Optik wird dann auch eine getrennte Suche nach Büchern und Artikeln möglich sein. Das Einschränken aus elektronische Volltexten ist weiterhin möglich. Außerdem werden schon in der Trefferliste Anzeigedetails hinzugefügt, wie zum Beispiel die Verfügbarkeit.

Was heißt Ausleihstatus „noch nicht verfügbar"?
Manchmal stößt man bei der Suche im Bibliothekskatalog bei einem Buch auf den Ausleihstatus „noch nicht verfügbar“. Bei dieser Information gibt es zwei mögliche Erklärungen. Entweder ist das Buch noch im Erwerbsprozess, beispielsweise muss die Diebstahlsicherung noch angebracht werden. Die andere Möglichkeit ist, dass das Buch gerade erst zurückgegeben wurde. „Noch nicht verfügbar“ ist der vorläufige Status aller gerade zurück gegebenen Medien. Innerhalb von sechs Stunden wird Buch wieder ins Regal gestellt – manchmal steht es auch schon eher da.


Die Interviews führten Julia Graßhoff und Morgaine Struve, Universitätskommunikation. Neuigkeiten aus der Universität und rund um Forschung, Lehre und Studium können an news@leuphana.de geschickt werden.