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Methodenausbildung: Studierende befragen Theaterbesucher

28.10.2016 Osnabrück/Lüneburg. Das Theater Osnabrück ist aus dem kulturellen Leben der Stadt nicht wegzudenken. Stabile Zuschauerzahlen und überregionale Aufmerksamkeit zeichnen das Haus seit Jahren aus. Darauf wollen sich die Verantwortlichen nicht ausruhen, denn sie sehen durchaus Potenzial, manche Dinge noch besser zu machen. In Kooperation mit der Leuphana Universität Lüneburg sollen deshalb nun Theater-Besucher, vor allem aber Bürgerinnen und Bürger in Stadt und Umland zu ihren Verbesserungsvorschlägen befragt werden.

Projektleiter Dr. Andreas Heinen von der Leuphana freut sich sehr über die Zusammenarbeit: „Das ist eine wunderbare Gelegenheit, die Methoden-Ausbildung unserer Studierenden an einem praktischen Beispiel stattfinden zu lassen.“ Mehr als 120 Lüneburger Studentinnen und Studenten werden ab Mitte November in Osnabrück und im Umland ausschwärmen, an den Haustüren klingeln oder Fragebögen in den Briefkästen hinterlassen.

Auch in Gesprächen mit verschiedenen Vereinen und Gruppen wollen sie herausfinden, wie diese „ihr“ Theater wahrnehmen. Und natürlich besuchen die Studierenden auch die Theater-Vorstellungen. „Für die jungen Menschen ist das natürlich sehr aufregend, im Rahmen eines Seminars solch eine Exkursion zu machen, praxisnah zu forschen und gleichzeitig viel über Theater und seine gesellschaftliche Funktion zu erfahren“, ist sich Heinen sicher.  An insgesamt fünf Wochenenden im November und Dezember werden die jungen Akademiker in Osnabrück zu Gast sein.

„Dass wir mit der Universität Lüneburg kooperieren, hat für uns zwei Vorteile“, betont Verwaltungsdirektor Matthias Köhn. „Zum einen sind die Studierenden aus Lüneburg völlig unvoreingenommen, weil sie unser Haus noch nicht kennen, zum anderen hat das Lüneburger Team bereits mehrere solcher Studien durchgeführt und kann somit einen Vergleich mit anderen Theatern herstellen.“