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Studierende wollen für weniger Plastik in der Biotonne sorgen

11.11.2016 Lüneburg. Wer einen Garten hat, kennt das Problem: Wenn man den Komposter nicht ausschließlich mit biologisch abbaubaren Abfällen füllt, verschlechtert sich die Qualität des Endproduktes. Plastiktüten, Tontöpfe und andere Fremdkörper finden sich als Einzelteile im Kompost wieder. Vor einem ähnlichen Problem, allerdings in viel größerem Ausmaß, steht die GfA Lüneburg bei der Herstellung von Kompost aus den Abfällen der Biotonnen. Studierende der Leuphana Universität Lüneburg unter der Leitung von Prof. Dr. Henning Friege wollen das jetzt ändern.

Die GfA kann die zahlreichen sogenannten „Fehlwürfe“ in die Biotonnen trotz großen personellen Aufwands nur unvollständig entfernen. Vor allem Plastiktüten und Lebensmittelverpackungen stellen ein Problem dar, haben die Leuphana-Studierenden bei ihrem Projekt im vergangenen Semester herausgefunden. So nehmen zum Beispiel Landwirte keinen Kompost ab, der den Qualitätsanforderungen nicht entspricht.

In diesem Semester wollen die Studierenden ihr Projekt „Nur Gutes für die Biotonne“ fortsetzen und herausfinden, wo die Ursachen für die Fehlwürfe liegen. Anschließend wollen sie eine Kampagne entwickeln und realisieren, um das Trennverhalten der Biotonnen-Nutzer zu verbessern. Starten wird das neunköpfige Team mit einer Umfrage. Die Studierenden werden dazu vom 12. bis 19. November vor den Supermärkten Kaufland, Penny (Hindenburgstrasse), Edeka Bergmann, Denn's Biomarkt, Aldi (Willy-Brandt-Strasse) und Lidl (Willy-Brandt-Strasse) mit Fragebögen auf die Kundschaft zugehen.

Aus den Befragungsergebnissen werden die Studierenden eine Kommunikationsstrategie entwickeln und der GfA vorschlagen. Dazu ergänzen sie ihre Ergebnisse mit aktuellen wissenschaftlichen Ansätzen aus der Verhaltensforschung. Ziel ist es, ein stärkeres Bewusstsein für das Problem der Fehlwürfe in Biotonnen zu schaffen.