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Die Rolle des Richters bei Sammelklagen – Internationales Privatrecht an der Graduate School

18.11.2016 Das Seminar „Internationales Privatrecht“ verbindet in diesem Wintersemester Lehrende und Studierende der Leuphana Graduate School mit solchen in den USA, Kanada und den Niederlanden über Ländergrenzen hinweg. Per Video wurde am 15. November 2016 der amerikanische Richter Charles Breyer zugeschaltet, der die Vergleichsverhandlungen im Volkswagen-Abgasskandal in den Vereinigten Staaten überwacht. In einem sogenannten „Global Classroom“ konnten sich Studierende und Professoren nicht nur sehen und hören, sondern auch über transnationale Themen direkt austauschen. Weitere Lehrveranstaltungen dieser Art sind geplant.

In diesem Herbst haben es die Studierenden in Professor Halfmeiers Seminar „Internationales Privatrecht“ im Master International Economic Law nicht nur mit einem Lehrenden zu tun, sondern sie sitzen „virtuell“ in vier Universitäten: Juraprofessoren der Stanford University (USA), der University of Windsor (Kanada), der Universität Tilburg (Niederlande) und der Leuphana Universität Lüneburg bieten gemeinsam ein vergleichendes Seminar zum Thema Sammelklagen an. Die Studierenden und Lehrenden sind per Videoschaltung miteinander verbunden; wenn das Seminar in Kalifornien um 9 Uhr beginnt, ist es in Lüneburg also 18 Uhr. Bei den Video-Sitzungen können die Studierenden nicht nur die Professoren der anderen Universitäten sehen und hören, sondern sich auch austauschen und transnationale Themen wie Prozessfinanzierung und Sammelklage-Systeme erörtern. Eines der Highlights war die Lehrveranstaltung am 15. November 2016, in der hochrangige Richter aus allen teilnehmenden Ländern die Rolle des Richters bei Sammelklagen behandelten, u.a. mit einem Video-Beitrag von Richter Breyer (U.S. District Court, San Francisco), der die Vergleichsverhandlungen im Volkswagen-Abgasskandal in den Vereinigten Staaten überwacht.

Neben den Sitzungen im „Global Classroom“ tauschen die Universitäten Video-Beiträge über die Sammelklage-Systeme ihrer jeweiligen Länder aus. Professor Halfmeier hat ein Video über das deutsche Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz beigesteuert. Professor Halfmeiers Kooperation mit seinen Kollegen von den Law Schools der Partneruniversitäten ist das Ergebnis eines gemeinsamen Forschungsprojekts der beteiligten Wissenschaftler im Bereich Sammelklagen. Mehr Informationen über das Projekt finden Sie im Alumni-Magazin der Stanford Law School.

Das Seminar ist Teil des gemeinsam von der University of Glasgow und der Leuphana angebotenen Studienprogramms International Economic Law. Das englischsprachige Programm zielt im ersten Jahr auf eine breite und wissenschaftlich vertiefte Auseinandersetzung mit den Akteuren und Strukturen des internationalen Wirtschaftsrechts ab (Studienphase in Lüneburg) und ermöglicht im zweiten Jahr eine Spezialisierung in einem Kernfach des internationalen Wirtschaftsrechts wie beispielsweise: Corporate & Financial Law, International Commercial Law, International Competition Law & Policy oder Intellectual Property & the Digital Economy (Studienphase in Glasgow). Nach erfolgreichem Studienabschluss erhalten die Studierenden von beiden Universitäten jeweils einen LLM-Abschluss (Double-Degree).


Weitere Informationen

Claudia Echelmeyer
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