Meldungen zum Studium

Infotag Promotion der Graduate School: Gemeinsam zum Doktortitel

10.04.2017 Schreibe ich lieber eine Monografie oder promoviere ich kumulativ? Wie finde ich Thema und Betreuungsperson? Und wenn ich das beides habe: Wie kann ich meine Promotion finanzieren? Rund 70 Interessierte aus ganz Deutschland und aus dem Ausland kamen zum „Infotag Promotion“ in den Hörsaal 2 und die Galerie in Gebäude 14, um sich rund um das Thema „Promotion“ zu informieren.

Die 27-jährige Juana möchte gerne im Bereich der Kulturwissenschaft promovieren. Im Sommer schreibt sie ihre Master-Arbeit an der Uni in Witten-Herdecke, und sie hat das Promotionskolleg „PriMus – Promovieren im Museum“ verfolgt. „Darüber konnte ich auch einen Kontakt zu einem möglichen Betreuer herstellen“, sagt die Studentin. Aber auch die Atmosphäre an der Leuphana hat sie überzeugt: „Ich kann jeden fragen, alle sind offen“, sagt die Nordrhein-Westfälin. 

Rund sechs Stunden stand das Team der Graduate School den Promotionsinteressierten Rede und Antwort. In Vorträgen informierten sie über Möglichkeiten der Themenfindung, die Kontaktaufnahme zur Betreuungsperson und die Finanzierungsmöglichkeiten. Im Anschluss bot Studienberaterin Barbara Nickels zwei Stunden lang individuelle Einzelberatungen an, die intensiv genutzt wurden. Viele Besucherinnen und Besucher interessierten sich besonders für eine Promotion neben dem Beruf. Eva Kern von der Fachgruppenvertretung der Promovierenden berichtete, dass nicht wenige an der Leuphana neben der Promotion einem Beruf außerhalb der Universität nachgehen – und dennoch ihren Doktor schaffen. 

Grund hierfür kann das Studienmodell für die Promotion an der Leuphana sein: Die jungen Forschenden werden nicht allein gelassen und befassen sich in fachübergreifenden Modulen auch mit Themen außerhalb der eigenen Doktorarbeit. Darüber hinaus mache die gemeinsame Forschung in den Kollegs die Leuphana besonders attraktiv für Promotionsinteressierte, erklärt Ina Seifert von der Graduate School: „Es gibt hier zudem sehr interessante Promotionskollegs, in denen zu zukunftsweisenden Themen geforscht wird, wie etwa im Kolleg Darstellung Visualität Wissen oder Nachhaltigkeitswissenschaft. Die Interdisziplinarität innerhalb der Promotionskollegs hilft den Promovierenden ihre eigene Forschung in neuem Licht zu sehen. Das sind echte Pluspunkte.“

Nicht umsonst nannten die Besucherinnen und Besucher an diesem Tag die gute Betreuung immer wieder als eine der Besonderheiten der Leuphana. „Der Infotag ist klasse. So etwas gibt es an anderen Universitäten kaum“, findet die 24-jährige Britta, die aus Friedrichshafen am Bodensee zur Leuphana gereist ist. Sie möchte ihre Doktorarbeit gern in der Kulturwissenschaft schreiben und informiert sich bei Eva Kern über das Verfassen eines Exposés. Nach den Vorträgen lud die Fachgruppenvertretung zum Erfahrungsaustausch ein. „Mir gefällt an der Leuphana besonders die Vernetzung. Das ist sehr hilfreich“, sagt eine Doktorandin der Umweltinformatik. Genau deshalb hat auch die Studieninteressierte Britta die lange Reise vom Bodensee nach Norddeutschland auf sich genommen: „Mich reizt das Kollegsystem und der stetige Austausch zwischen den Doktoranden. Ich möchte nicht allein promovieren.“ Besonders interessant für Neu-Lüneburger_innen: Die Fachgruppenvertretung ist nicht nur wichtiges Netzwerk für brennende Fragen während des Promotionsstudiums, sie organisiert auch Stammtische und Ausflüge und macht den Anschluss für Neue damit leichter.

Aber nicht nur die Atmosphäre während des Studiums, auch die Finanzierung der Promotionsphase war eines der viel diskutierten Themen auf dem Infotag. Der Politik-Doktorand Florian von Stern wies auf die Möglichkeit eines Stipendiums hin: „Gerade sind in meinem Sektor wieder einige ausgeschrieben.“ Ein Tipp: Sich nicht zu schnell auf ein bestimmtes enges Thema festlegen. Dann ergibt sich auch leichter eine Finanzierung, denn viele Stipendien sind bereits an konkrete Forschungsaufgaben geknüpft. Alles Dinge, die Dr. Martje Postma sich bei ihrer Promotion nur wünschen konnte: „Ich bin von dem Angebot überwältigt.“ Die Geisteswissenschaftlerin hat in den 60er Jahren zum Thema „Religiöse und psychologische Elemente der Werbesprache“ ihre Doktorarbeit geschrieben - und zwar zuhause. Beim „Infotag Promotion“ war sie als Dolmetscherin engagiert worden: sie hat die Vorträge für die rund zehn nicht-deutschsprachigen Promotionsinteressierten simultan übersetzt.

Interessierte kamen mit Promotionsstudierenden ins Gespräch.

Finanzierung

Die Finanzierung der Promotionsphase ist für viele Studierende ein drängendes Thema.

Möglich sind zum Beispiel:

• Wissenschaftliche Mitarbeit (Stellenangebote z.B. über leuphana.de)

• Stipendium (z.B. leuphana.de, stipendienlotse.de)

• Berufstätigkeit neben der Promotion

Der Nachwuchsförderfonds bietet Promovierenden an der Leuphana drei Mal im Jahr Förderungen beispielsweise für Forschungsaufenthalte oder Summer Schools an. Die Bewilligungsrate ist aufgrund der großzügigen Ausstattung des Fonds vergleichsweise hoch, da es der Leuphana ein spezielles Anliegen ist, ihre Promovierenden im konkreten Umgang mit der wissenschaftlichen Community zu fördern und zu fordern. Detaillierte Infos auf der Webseite der Graduate School: Förderung und Qualifizierung.

Beratung

Für Fragen zur Zulassung und zum Promotionsstudium gibt es die Möglichkeit die offene Beratung wahrzunehmen oder für ausführlichere Beratungsgespräche einen Termin bei der Beraterin über das Infoportal zu buchen.

Die Graduate School bietet auch Coachings zur Kompetenzentwicklung und Karriereplanung an. Für dieses zeitintensive Angebot werden Termine nach Absprache gegeben.

Detaillierte Infos finden sich auf der Webseite der Graduate School: Beratung und Coaching.


Kontakt

Dipl. Vis. Komm. Ina Seifert
Universitätsallee 1, C14.130
21335 Lüneburg
Fon +49.4131.677-2405
Fax +49.4131.677-2410
ina.seifert@leuphana.de


Autorin: Marietta Hülsmann, Universitätskommunikation. Neuigkeiten aus der Universität und rund um Forschung, Lehre und Studium können an news@leuphana.de geschickt werden.