Meldungen zum Studium

Tipps zum Studienstart: Auftaktveranstaltung der Professional School

18.04.2017 Auch im Frühjahr beginnen an der Leuphana Erstsemester-Studierende in einigen berufsbegleitenden Studiengängen ihr Studium. Am Samstag, den 8. April 2017, ging es für rund 90 von ihnen mit der gemeinsamen Auftaktveranstaltung der Professional School und vielen guten Tipps los mit dem Masterstudium.

Auftaktveranstaltung der Professional School: Gemeinsamer Start ins Sommersemester 2017

Am Samstag, den 8. April 2017, starteten rund 90 Studierende mit der gemeinsamen Auftaktveranstaltung der Professional School in ihr berufsbegleitendes Masterstudium. Bereits ab 9 Uhr kamen die neuen Studierenden auf dem Campus an und nutzten die Zeit bei einem morgendlichen Kaffee dazu, erste Kontakte zu knüpfen und sich mit ihren zukünftigen Kommilitoninnen und Kommilitonen auszutauschen.

Heidi Nerger-Klosowski, Studentin im Master Sozialmanagement

Heidi Nerger-Klosowski:
„Ich war 26 Jahre als Erzieherin tätig und arbeite seit Dezember 2016 in einer Leitungsfunktion. Die damit verbundenen neuen Herausforderungen bereiten mir unter anderem sehr viel Freude. Das Studium in Sozialmanagement fühlt sich für mich so an, dass ich hier mein erworbenes Wissen aus der Vergangenheit in Aus- und Weiterbildungen, Beruf und Bachelorstudium komprimieren und weiter vertiefen kann. Ich freue mich einfach, hier zu sein, und wünsche mir, dass ich hier ganz viel Input und Inspiration bekomme, um das dann mit in die Praxis zu nehmen. Von diesem Auftaktwochenende erhoffe ich mir weitere Informationen und einen Orientierungsplan, was in den nächsten Monaten genau auf mich zukommt.“

Nils Peters (links) und Felix Wienhöfer (rechts), Studenten im Master Wirtschaftsingenieurwissenschaften

Felix Wienhöfer:
„Ich habe schon im Bachelor Wirtschaftsingenieurwissenschaften studiert und da mein Arbeitgeber in der Nähe liegt und ich aus Lüneburg komme, ist es sehr praktisch für mich, jetzt hier berufsbegleitend weiter zu studieren. Ich freue mich darauf, heute schon die ersten Studenten kennenzulernen, mit denen ich die nächsten Jahre zusammen absolvieren werde.“

Nils Peters:
„Ich habe mich für den Master Wirtschaftsingenieurwissenschaften entschieden, weil ich beruflich technikorientiert arbeite. Ich habe ein BWL-Studium absolviert und finde es sinnvoll, jetzt die beiden Wege, also das technische und das betriebswirtschaftliche Studium, einfach miteinander zu kombinieren. Die Jahre Berufserfahrung nach dem BWL-Studium haben mich dazu gebracht, nun technisch aufzusatteln. Für mich ist an diesem Auftaktwochenende wichtig, einen Überblick über den Ablauf des Studiums zu bekommen. Was passiert genau in den zwei Jahren, wann muss ich was beachten und was sind die wichtigen Knackpunkte? Außerdem geht es ja auch schon an das Inhaltliche und wir besuchen die ersten Vorlesungen.“

Aufgrund der kurzfristigen Erkrankung des Vizepräsidenten für Professional School, Kooperationen und Fundraising, Prof. Dr. Jörg Philipp Terhechte, wurden die aus ganz Deutschland angereisten Studierenden anschließend zunächst durch die Master-Koordinatorin Irmela Lord begrüßt, bevor Dr. Kathrin Becher, Koordinatorin der Bachelor-  und Zertifikatsprogramme, das Universitätsmodell mit der Professional School als integralem Bestandteil vorstellte. Sie hob dabei die besondere Stellung der berufsbegleitend Studierenden hervor:

Dr. Kathrin Becher, Koordinatorin Bachelor und Zertifikate

Dr. Kathrin Becher:
„Für uns sind Sie etwas ganz Besonderes. Sie haben alle Ihren Bachelor in der Tasche, sind dann in die Berufswelt gewechselt und haben sich jetzt noch mal für einen Master entschlossen. Für die Dozierenden und die Institution Professional School ist der Austausch mit Ihnen besonders wertvoll, weil Sie viele praktische Erfahrungen mitbringen. So tragen Sie erheblich zu der Praxis- und Handlungsorientierung unseres Studiums bei.“

Weiter führte Dr. Becher aus, dass die Studierenden nun Teil einer wachsenden Gemeinschaft seien. Seit dem offiziellen Start der Professional School im Jahr 2009 mit 270 Studierenden sind die Studierendenzahlen kontinuierlich gestiegen. Mittlerweile studieren über 1.000 Personen hier. 

Zum aktuellen Sommersemester starten in zehn Studiengängen über 140 neue Studierende, davon nahmen rund 90 aus sechs Studiengängen an der gemeinsamen Auftaktveranstaltung teil. Vertreten waren die Master-Studiengänge Corporate and Business Law, Manufacturing Management/Industriemanagement, Performance Management, Prävention und Gesundheitsförderung, Sozialmanagement und Wirtschaftsingenieurwissenschaften. Andere zum Sommersemester startende Studiengänge veranstalten aufgrund ihrer Organisation als Fernstudiengänge oder aufgrund ihrer besonderen zeitlichen Struktur eigene Auftaktveranstaltungen. 

Anschließend stellte Irmela Lord die Kernelemente des Weiterbildungsmodells der Professional School mit der Kombination aus fachlichen und komplementären Inhalten, dem E-Learning sowie dem ins Studium integrierten individuellen Coaching vor. Auch sie betonte den Wert der bisherigen Erfahrungen der Studierenden für ihr Studium:

Irmela Lord, Master-Koordinatorin

Irmela Lord:
„Durch Ihre Praxiserfahrungen und die Themen, die Sie aus Ihrer Erfahrung mit einbringen, arbeiten Sie auf Augenhöhe mit den Lehrenden. Sie sind Experten aus der Praxis, die Lehrenden sind auf dem aktuellsten Stand der Forschung – so können Sie sich gegenseitig befruchten und voneinander lernen.“

Aktiv studieren – Tipps ehemaliger Studierender der Professional School

Nach weiterem Input über Prüfungsmodalitäten sowie besondere gemeinsame Veranstaltungen der Professional School wie das Sommerfest, die Graduiertenfeier und den Alumni-Tag durch Anne Akkermann, an der Professional School unter anderem für die Bereiche Coaching und Alumni zuständig, sowie einem Überblick über das Studienangebot der Professional School durch Irmela Lord, folgte ein Vortrag von Kristin Eschrich mit Tipps rund um das Studium, die von ehemaligen berufsbegleitend Studierenden gegeben wurden. In ihrer Doppelrolle als Koordinatorin des berufsbegleitenden B.A. Soziale Arbeit für Erzieherinnen und Erzieher und Alumna des Master Sozialmanagement konnte sie dabei auch ihre eigenen Erfahrungen aus dem berufsbegleitenden Studium unterbringen.

Kristin Eschrich, Koordinatorin B.A. Soziale Arbeit für Erzieher und Alumna des Master Sozialmanagement

Kristin Eschrich:
„Ihr und unser gemeinsames Ziel ist es, dass Sie Ihr Studium erfolgreich absolvieren und es Ihnen dabei gut geht. Sie werden feststellen, dass sich dieses Studium anders als Ihr erstes anfühlt, weil Sie lebens- und berufserfahrener sind. Sie werden jetzt andere Fragen stellen und Diskussionen auf einem anderen Level führen. Ihre Motivation ist außerdem eine andere als im ersten Studium: Sie haben sich bewusst zu genau diesem Zeitpunkt für Ihr Studium entschieden. Sehen Sie das Studium als positive Abwechslung vom Alltag und bleiben Sie mit Spaß an der Sache.“

Kristin Eschrich gab den Studierenden Tipps zur Anpassung ihres Zeitmanagements, betonte die Wichtigkeit, sich auch Freiräume zu schaffen und Ausgleich zu gönnen, und empfahl, die Berufspraxis wo immer möglich mit dem Studium zu verbinden. Außerdem hob sie die besondere Bedeutung des privaten und beruflichen Umfelds hervor, dessen Unterstützung für die berufsbegleitend Studierenden ein wichtiger Faktor ist. Neben dem privaten und beruflichen Umfeld spielt zum erfolgreichen Absolvieren des berufsbegleitenden Studiums auch der Austausch mit den Kommilitoninnen und Kommilitonen eine Rolle: Die Bildung von Lerngruppen, um voneinander zu lernen, sich gegenseitig zu unterstützen und neue Kontakte zu knüpfen, wurde den neuen Studierenden im Vortrag von Kristin Eschrich ebenfalls ans Herz gelegt. 

Podiumsdiskussion: Von klughaften Wörtern, dem Spaß am Studium und Fragen des Zeitmanagements

v.l.n.r.: Johanna Lappe, Christian Rödl, Clemens Löscher, Irmela Lord, Ingo Auhagen
v.l.n.r.: Johanna Lappe, Christian Rödl, Clemens Löscher

Fester Bestandteil der Professional School Auftaktveranstaltung ist eine Podiumsdiskussion mit aktuellen Studierenden oder Alumni, die aus ihrem Studium berichten. Bei diesem Auftakt stellten sich Johanna Lappe, Studentin im MBA Manufacturing Management/Industriemanagement, Christian Rödl, Student im LL.M. Corporate and Business Law, sowie Clemens Löscher, Student im MBA Performance Management, der Fragerunde, die dieses Mal von Irmela Lord und Ingo Auhagen aus dem E-Learning-Team geleitet wurde. Sie beantworteten unter anderem Fragen zu ihrer Studienmotivation, zum Umgang mit Durststrecken, zu ihrer Weiterentwicklung und gaben den neuen Studierenden Tipps. 

Wie gehen Sie mit Durststrecken im Studium um?

Johanna Lappe: „Man sollte sich immer vor Augen halten, was man eigentlich will: die tolle Note oder lieber schnell fertig werden? Da sollte man seine Prioritäten klären. Für mich waren zwischenzeitlich andere Dinge wichtiger, zumal ich mittlerweile ein Sanitätshaus führe. Das muss man dann kommunizieren, dann kann man auch mal was schieben.“

Christian Rödl: „Durststrecken gehören zum Leben dazu und sie entwickeln die Persönlichkeit natürlich auch weiter. Bei mir war die intrinsische Motivation sehr wichtig: Ich wollte das Studium machen und ziehe es dann auch durch. Außerdem hat mir auch Kraft gegeben, dass meine Freunde und Familie mich immer motivieren.“

Clemens Löscher: „Sehen Sie sich als Gemeinschaft und nehmen Sie Ihre Verantwortung gegenüber Ihren Kommilitonen wahr. Beteiligen und engagieren Sie sich und unterstützen Sie andere in Ihrer Entwicklung. Wenn Sie als Gruppe gemeinsam arbeiten, hilft das über Durststrecken hinweg.“

Mit welchem Ziel sind Sie ins Studium gegangen?

Johanna Lappe: „Ich wollte meinen Horizont erweitern und aus meiner eigenen Ecke herauskommen, mehr über Prozesse und Strukturen in Unternehmen lernen und Kontakte zu Dozenten und Firmen knüpfen. Wir schauen uns tatsächlich sehr viele Firmen an, zum Beispiel auch im Rahmen der China-Reise. So habe ich bisher tatsächlich viel mehr Horizonterweiterung erfahren, als ich erwartet hatte. Meine Erwartungen wurden also übererfüllt.“

Christian Rödl: „Das Leben besteht für mich aus Visionen, die man versucht zu realisieren. Dazu gehört auch die persönliche und fachliche Weiterentwicklung und diese Möglichkeit habe ich im Studiengang gesehen. Daraus resultiert meine Motivation.“

Clemens Löscher: „Eigentlich wollte ich nach dem Bachelor nie wieder studieren. Nach 5 Jahren im Beruf habe ich aber festgestellt, dass ich doch wieder frischen Input und etwas Neues lernen wollte. Ich habe deshalb verschiedene Weiterbildungen besucht, das hat mich aber nicht den Schritt weitergebracht, den ich machen wollte. Deshalb habe ich dann nach einem Masterstudium geschaut und habe mir den MBA beim Infotag angesehen. Die persönliche und fachliche Weiterentwicklung im Studium ersetzt die Teilnahme an diversen anderen Seminaren.“

Welche Veränderungen merken Sie und Ihr Umfeld an Ihnen?

Clemens Löscher: „Ich bin jetzt deutlich reflektierter. Das ist die Persönlichkeitskomponente, die am meisten gewachsen ist. Ich kann auch sehr viel reflektierteres Feedback an andere verteilen und bin natürlich fachlich stärker geworden. Ein Kommilitone sagt immer, dass wir so viele ‚klughafte‘ Wörter lernen und das stimmt. Wir lernen viele neue Konzepte, Methoden und Herangehensweisen an Problemstellungen kennen, auch durch die Kommilitonen, die vor ähnlichen Fragestellungen standen. Man wirkt jetzt anders auf seine Umwelt und auch in der Firma. Da werde ich jetzt anders wahrgenommen und viel mehr nach Input und Feedback gefragt.“

Christian Rödl: „Ich merke besonders den Wissenstransfer von der Universität in die Berufswelt. Ich bekomme im Studium ganz viele Anhaltspunkte, die ich in neue Projekte eingliedern kann. Außerdem kann ich gewisse Fragestellungen anders aufnehmen, das ist ein sehr großer Vorteil.“

Johanna Lappe: „Man fängt einen berufsbegleitenden Studiengang nur an, wenn man sagt, dass Stillstand Rückschritt ist. Man muss einen Sinn darin sehen und im Berufsleben etwas anders machen wollen. Die ‚klughaften‘ Wörter bringen einen dann weiter. Man hat diese Wörter und das ganze Hintergrundwissen und darüber hinaus Kontakte, die man ins Unternehmen bringen kann, das hilft sehr weiter. Außerdem kommt immer etwas neues – neue Wörter, neues Wissen, neue Personen, die von Sachen mehr wissen, neue Arbeitsplätze, die man kennenlernt – so wird es nie langweilig.“

Welchen Tipp würden Sie den neuen Studierenden geben?

Johanna Lappe: „Ich würde das Studium jederzeit noch mal anfangen, es ist inhaltlich und persönlich eine Bereicherung. Den neuen Studierenden empfehle ich, immer wieder abzugleichen, was sie insgesamt mit dem Studium wollen und was sie jetzt grade im Augenblick wollen.“

Christian Rödl: „Es ist wichtig, dass das Zeitmanagement funktioniert. Ihr solltet alles durchplanen und sehen, dass ihr alles hinbekommt, auch wenn es im Job vielleicht konfus zugeht.“

Clemens Löscher: „Ich würde das Studium noch einmal machen, weil die Dinge, die ich mitgenommen habe, meine persönliche und fachliche Weiterentwicklung den Stress, den man sich vielleicht gemacht hat, bei weitem überwiegen. Ich empfehle auch ein gutes Zeitmanagement, aber vor allem, Spaß am Studium zu haben und mit seiner Gruppe zu lernen, gemeinsam zu arbeiten. Macht aus dem Studium eine gute Zeit, dann wird der Stress nicht so wahrgenommen. Der Spruch, wenn du tust, was du liebst, ist es kein Job, gilt auch für das Studium. Nehmt am Sommerfest teil, nutzt diese Möglichkeiten, seid offen für das, was kommt, und für eure Kommilitonen.“

Informationen zum Studium

Nach der Podiumsdiskussion und einer Kaffeepause ging es für die Erstsemester mit Informationen zum Studium und zu Serviceangeboten der Professional School weiter. Unter anderem wurden hier die E-Learning-Plattform sowie das studiengangsübergreifende überfachliche Modul „Gesellschaft und Verantwortung“ näher vorgestellt sowie Informationen zum Qualitätsmanagement, zum CP-Delta und zum Coaching-Angebot gegeben. Nach dem gemeinsamen Mittagessen ging es dann für alle Studierenden erstmals in ihre jeweiligen Studienprogramme, in denen dann bereits erste Einführungsveranstaltungen stattfanden. Abends bestand für Interessierte noch die Möglichkeit, den Abend bei einem historischen Stadtrundgang ausklingen zu lassen.

Stadtführung bei der Auftaktveranstaltung der Leuphana Professional School

Informationen zum Studienstart an der Professional School

Weitere Informationen zum Studienstart in der zentralen Auftaktveranstaltung der Professional School finden Sie auch auf unserer Webseite. Bei Rückfragen stehen Ihnen die folgenden Ansprechpersonen zur Verfügung:

Kontakt für Fragen zum Auftakt für Bachelor und Zertifikate:

Dr. Kathrin Susann Becher
Scharnhorststr. 1, C40.117
21335 Lüneburg
Fon +49.4131.677-1193
Fax +49.4131.677-2981
becher@leuphana.de

Kontakt für Fragen zum Auftakt für Master:

Irmela Lord
Scharnhorststr. 1, C40.117
21335 Lüneburg
Fon +49.4131.677-1537
Fax +49.4131.677-2359
lord@leuphana.de


Autorin: Jelka Göbel, Redaktion: Morgaine Struve, Universitätskommunikation. Neuigkeiten aus der Universität und rund um Forschung, Lehre und Studium können an news@leuphana.de geschickt werden.