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Nachhaltigkeitsthema Gerechtigkeit: Menschenrechtsaktivistin Ruth Weiss zu Gast auf der Konferenzwoche

23.02.2015 Am Mittwoch begrüßt die Leuphana Universität Lüneburg die Journalistin und Menschenrechtsaktivistin Ruth Weiss. Im Podium wird sie zu Apartheid und sozialem Wandel in Südafrika sprechen. Die Veranstaltung steht im Zeichen von Nachhaltigkeit als Gerechtigkeitsthema. Mit Ruth Weiss ist eine profilierte Journalistin und Jahrhundertzeugin zu Gast auf der Konferenzwoche.

Ruth Weiss ist 90 Jahre alt und blickt zurück auf ein bewegtes Leben. Als jüdisches Kind erlebte sie die Repressionen der Nazis und floh 1936 mit ihrer Familie aus Deutschland nach Südafrika. Die sogenannte „Rassentrennung“ prägte früh ihr politisches Bewusstsein. Mit spitzer Feder und einem unermüdlichen Sinn für Gerechtigkeit stellte sich Ruth Weiss als junge Erwachsene den Herausforderungen ihrer Zeit. Als erfolgreiche Journalistin schrieb sie gegen das Apartheidsregime und engagierte sich aktiv in Anti-Apartheid-Bewegungen. 

„Ich versuche, das Richtige zu tun“, sagte Ruth Weiss 2014 in einem Interview mit der „Deutschen Welle“. Ruth Weiss‘ Geschichte hat Spuren hinterlassen und hinterlässt sie noch immer. Sie lebt heute als Roman-Autorin in Deutschland. Viele ihrer Bücher, wie der Roman „Meine Schwester Sara“ (2004), stehen auf der Lektüreliste deutscher Schulen. Regelmäßig diskutiert sie mit Schulklassen über Antisemitismus, Nationalsozialismus und Apartheid. 2005 war sie für den Friedensnobelpreis nominiert. Im Dezember 2014 nahm sie das Bundesverdienstkreuz entgegen.

Auf der Leuphana Konferenzwoche blickt Ruth Weiss mit Denis Goldberg, Simanga Sithebe und Ben Khumalo-Seegelken am kommenden Mittwoch zurück auf die Zeit der Apartheid und den Kampf gegen das Regime. Als kritische Beobachter_innen des heutigen Südafrika ziehen sie gemeinsam Bilanz und diskutieren über die aktuellen Herausforderungen des Landes.

„Scars of Apartheid. Social Change in South Africa“.  Mittwoch, 25.02.2015, 16:30-18:00 Uhr, Hörsaal 5