Meldungen aus der Universität

Leuphana erstmals bei Harvard World Model United Nations vertreten

24.03.2015 Die Leuphana Studierenden Nick Bohn und Elias Huland haben an der World-Model UN-Konferenz in Südkorea teilgenommen. Die Konferenz simuliert die Arbeit der United Nations. Studierende aus aller Welt bilden Delegationen und vertreten die Interessen von UN-Mitgliedsländern. Ein Erfahrungsbericht.

„In der vergangen Woche haben wir, als Delegation der Leuphana Universität Lüneburg, an der Harvard World Model United Nations 2015 in Seoul, Südkorea, teilgenommen und in den verschiedenen Komitees die Ziele und Meinungen der Tschechischen Republik vertreten. Unsere Delegation bestand aus uns, den Studenten Nick Bohn und Elias Huland aus Lüneburg, und Yukyung Kim, Whanhee Lee und Yongjae Kim, drei Koreanern, die im vergangenen Jahr an der Leuphana studiert haben. In diesem internationalen Team haben wir uns bereits in Deutschland intensiv auf die Konferenz vorbereitet. Wir haben uns in die Themen eingearbeitet, die Standpunkte der Tschechischen Republik recherchiert und analysiert und schlussendlich ein detailliertes Position Paper eingereicht.

Somit begann die Harvard WorldMUN für uns schon deutlich vor der Eröffnungszeremonie am Montag, dem 16. März 2015. Die Veranstaltung fand im Opernhaus der Stadt Ilsan, bei Seoul, statt. Neben Reden, unter anderem vom Außenminister Südkoreas und dem Präsidenten der co-gastgebenden Hankuk University of Foreign Studies, wurde die koreanische Kultur facettenreich auf die Bühne gebracht. Besonders war dabei die Mischung aus traditioneller Musik und modernem K-Pop.

Die eigentliche Konferenz begann am Dienstagmorgen. Wir teilten uns in die verschiedenen Komitees auf. Diese waren für uns die General Assembly, das High Level Disciplinary Forum on the Millenium Development Goals, das Forum der europäischen UN-Staaten und die historische General Assembly. Da es für alle von uns die erste MUN war, mussten wir uns zunächst mit der allgemeinen Vorgehensweise vertraut machen. Eine Komitee-Session verlief dabei in der Regel so ab, dass alle Delegierten Anträge auf Themen für sogenannten ‚moderierte Sitzungen’ stellen konnten, über die anschließend im Plenum abgestimmt wurde. Wurde einem Antrag stattgegeben, konnten schnell Reden ausgearbeitet werden, die den Standpunkt des jeweiligen Landes vertreten. In den folgenden Tagen wurden dann in moderierten und unmoderierten Sitzungen verschiedene Resolutionsentwürfe erarbeitet. Auch in den Mittagspausen wurde weiter diskutiert und um Details gefeilscht. Am Freitag standen dann, je nach Komitee, einer oder mehrere Resolutionsentwürfe zur Abstimmung und wurden im Plenum verabschiedet bzw. verworfen. Die Resolutionen, die so entwickelt wurden, trugen allesamt die Handschrift der vielen beitragenden Nationen. Trotz unterschiedlicher Meinungen kamen in allen Komitees Kompromisse zusammen, die von allen Seiten akzeptiert werden konnten.

Die Abende haben wir zum Erkunden von Seoul und zum Kennenlernen der anderen Delegationen genutzt. Die Highlights waren ein Maskenball im (angeblich) größten Nachtclub Asiens und die Abschlussparty auf einer futuristischen künstlichen Insel im Han-Fluss.

Wir sind über die gewonnen Erfahrungen und internationalen Freundschaften sehr glücklich und freuen uns, dass die Leuphana erstmals bei einer WorldMUN vertreten war. Von den erfahreneren Teilnehmern anderer Universitäten konnten wir viel über die Organisation und Vorbereitung einer WorldMUN lernen und uns einiges für zukünftige Teilnahmen abgucken. Es war sehr angenehm, im Namen der Leuphana auftreten zu können, da den anderen Delegationen beim Stichwort Leuphana sofort die ‚Gründungsuni’ und die ‚Nachhaltigkeitsuni’ einfiel und wir somit nicht als unbeschriebenes Blatt auftraten, sondern uns würdevoll zwischen den Delegationen aus München, Boston, New Haven und London einreihten.“