Meldungen aus der Universität

Gumbrecht und Mosebach diskutieren über Provinz

16.04.2015 Lüneburg. Der Literaturwissenschaftler Hans Ulrich Gumbrecht von der Universität Stanford und der Schriftsteller Martin Mosebach aus Frankfurt am Main kommen am 21. April an die Leuphana Universität Lüneburg. Im Rahmen einer öffentlichen Podiumsdiskussion beschäftigen sie sich mit Denken und Mobilität zwischen Provinz und Großstadt. Aus lokaler wie globaler Perspektive werden sie darüber diskutieren, welche Formen des riskanten und weltoffenen Denkens die Provinz erlaubt, ob es Provinz überhaupt noch gibt und welche Standorte mit welchen Geschichten dabei eine Rolle spielen. Die Veranstaltung beginnt um 18.00 Uhr im Hörsaal 1 auf dem Campus Scharnhorststraße der Leuphana.

Der Besuch von Gumbrecht und Mosebach steht im Zusammenhang mit der Arbeit des Digital Cultures Research Lab der Leuphana, das Teil des Centre for Digital Cultures ist. Diese Einrichtung beschäftigt sich mit der Erforschung der digitalen Medien, einem zentralen Arbeitsfeld der Leuphana. Weit über 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten inzwischen in Lüneburg daran, die kulturellen Umbrüche des digitalen Zeitalters zu untersuchen, unter ihnen Nachwuchsforscher und international ausgewiesene Experten, sogenannte fellows. Hans Ulrich Gumbrecht ist derzeit einer von ihnen.

Zu den Personen:

Der Schriftsteller Martin Mosebach lebt in Frankfurt/Main. Sein Werk wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem renommierten Georg-Büchner-Preis. Im Mittelpunkt seines Schaffens stehen Romane und Erzählungen. Er verfasste aber auch Libretti, Drehbücher, Hörspiele und Theaterstücke.

Der Romanist, Literaturwissenschaftler und -historiker Hans Ulrich Gumbrecht ist Inhaber des Lehrstuhls für Komparatistik an der Standford University. Zahlreiche deutsche und internationale Universitäten haben dem in Deutschland geborenen amerikanischen Staatsbürger die Ehrendoktorwürde verliehen.