Meldungen aus der Universität

Leuphana-Studierende entwerfen nachhaltiges „Lüneburg 2030+“

22.04.2015 Zuschlag im Bundeswettbewerb „Zukunftsstadt“.

Leuphana Studierende zeichnen gemeinsam mit Paten aus der Lüneburger Stadtgesellschaft ihre „Zukunftsstadt Lüneburg 2030+“. Dies ist das Ziel des gleichnamigen Projekts, das die Leuphana, die Stadtverwaltung Lüneburg und der Verein Technik, Umwelt, Natur, kurz T.U.N. zusammen entwickelt haben. Das Projekt ist eines von 52 weiteren von Bundesforschungsministerin Johanna Wanka bekannt gegebenen Projekten, die im Wettbewerb „Zukunftsstadt“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Wissenschaftsjahr 2015 gefördert werden.

Dr. Karl-Heinz Rehbein, der als Nachhaltigkeitsbeauftragter der Hansestadt Lüneburg auch die weitere Umsetzung eng begleitet, erklärt: „Das Besondere an dem Lüneburger Projekt ist, dass es im Wesentlichen von Studentinnen und Studenten des nächsten Erstsemester, Winter 2015/2016, erarbeitet wird, und zwar mit Paten, die aus den unterschiedlichsten Bereichen der Lüneburger Stadtgesellschaft kommen sollen.“ Aufgabe der etwa 15 Gruppen werde es sein, ein Bild ihrer „Zukunftsstadt Lüneburg 2030+“ zu entwickeln und es dann auf der Leuphana Konferenzwoche im März 2016 zu präsentieren. „Die Ergebnisse werden auch visualisiert und Oberbürgermeister Mädge in Form eines Atlas übergeben.“

Prof. Daniel Lang, der das Projekt von Seiten der Leuphana Universität gemeinsam mit Prof. Ulli Vilsmaier begleitet, erklärt: „Wir wollen umsetzbare Zukunftsbilder für eine nachhaltige Entwicklung entwerfen. Dafür bietet gerade die Zusammenarbeit von Lüneburger Bürgerinnen und Bürgern sowie Studienanfängerinnen und -anfängern im Rahmen des Leuphana Semesters eine hervorragende Chance. Bestehende Lüneburger Initiativen und Wünsche ganz unterschiedlicher zivilgesellschaftlicher Gruppen bilden die Grundlage für unsere Arbeit.“

Mit dem Zuschlag des Ministeriums haben die Partner begonnen, zunächst einmal Paten für die Studierenden-Gruppen zum Beispiel aus Wirtschaft, Kultur, Kaufmannschaft, Gesundheitswesen, Forschung und Umwelt zu gewinnen. Rehbein ist zuversichtlich: „Erste Gespräche mit Lüneburger Persönlichkeiten haben ergeben, dass großes Interesse besteht als Pate mitzuwirken.“

Das ganze Projekt „Zukunftsstadt“ ist in drei Phasen angelegt, für die sich die teilnehmenden Städte jedes Mal wieder neu beim Bundesministerium bewerben. Insgesamt stellt das BMBF dafür 1,75 Millionen Euro bereit. 168 Kommunen haben sich beworben, 52 davon haben den Zuschlag für die erste Runde bekommen. Das Lüneburger Konzept arbeitet in der dritten Runde auf so genannte „Reallabore“ zu, die die entwickelten Ideen in die Praxis umsetzen sollen. 

Der Wettbewerb „Zukunftsstadt“ zeigt, wie Bürger und Forschung schon heute dazu beitragen können, Städte nachhaltig und lebenswert zu gestalten. Bürger, Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung entwickeln gemeinsam Visionen für die Zukunft ihrer Kommunen und erproben diese vor Ort: Es geht um sichere Energie, um klimaangepasstes Bauen, bezahlbares Wohnen, um Arbeiten, Freizeit, Kultur, Bildung, Mobilität und vieles mehr. Der Wettbewerb „Zukunftsstadt“ startet im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2015 – Zukunftsstadt, einer Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD).