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„Open Erde“: Studierende legen Leuphana-Biotopgarten neu an

22.04.2015 Im Leuphana-Biotopgarten haben Studierende erstmals sogenannte No-Dig-Beete angelegt. Dabei wird auf ein Umgraben des Beetes verzichtet. Die Methode gilt als besonders ökologisch. Eingeladen in den Biotopgarten hatten die studentische Initiative „Leufarm“ und der Nachbarschaftsgarten. Die Aktion in Bildern:

No-Dig-Beet angelegt

„No Dig“ bedeutet: „ohne Umgraben“. Grundlage ist stattdessen ein zwei- bis dreilagiger Untergrund aus Pappe. Auf diesen Untergrund haben die Studierenden eine ca. 10 cm dicke Schicht organischen Materials, in diesem Fall Stroh, aufgetragen. Auf diese Schicht folge wiederum eine Schicht Erde. Bei dem Vorgang, der mehrere Male wiederholt wird, kommt es darauf an, dass jede der Schichten gut gewässert ist. Am Ende haben die Studierenden das so entstandene Beet gemulcht, also nochmals mit organischem Material bedeckt. Damit werden dem Boden wichtige Nährstoffe hinzugefügt. No-Dig Beete unterstützen ein besonders ökologisches und effektives Pflanzenwachstum.

Gemüse angepflanzt

Die Studierenden haben außerdem Gemüse angepflanzt. Nachdem die letzten Pflanzenreste der vergangenen Saison entfernt waren, konnte das neue Saatgut in die Erde gesetzt werden. Um die Erde vor dem Austrocknen zu schützen, wurden die Beete anschließend mit Stroh bedeckt. Durch das Stroh kann das Wasser besser gespeichert werden und verdunstet nicht sofort. In den nächsten Monaten werden auf den Beeten des Biotops u.a. Karotten, Mangold, Rhabarber, Zwiebeln, Dill und Rote Beete wachsen.

Das Projekt „Essbarer Campus“

Hinter der Aktion stehen die studentische Initiative Leufarm und der Nachbarschaftsgarten, der sich aus Anwohnern des Bockelsbergs zusammensetzt. Auch der Waldkindergarten „Waldriesen e.V.“ hat die Betreuung eines der Beete übernommen. Hinter dem Zusammenschluss steht das Prinzip des ökologischen Gemeinschaftsgartens, zu dessen Gestaltung und Nutzung alle Interessierten auf und jenseits des Campus eingeladen sind.

„Der ökologische Garten ist vor allem als Kreativ- und Experimentierraum zu verstehen. Wir haben nicht den Anspruch, dass alles perfekt sein muss – für uns steht der Spaß am gemeinschaftlichen Arbeiten im Vordergrund“, sagt Leufarm-Mitglied Niklas Kullik.