Meldungen aus der Universität

HyperKult wird abgeschaltet

07.07.2015 Lüneburg. Seit 25 Jahren geht es auf der alljährlichen HyperKult-Konferenz an der Leuphana Universität Lüneburg um digitale Kulturen. Vom 9. bis 11. Juli findet die letzte Ausgabe der traditionsreichsten deutschen Tagung auf diesem Gebiet statt. Bezeichnenderweise trägt sie den Titel ‚Shutdown’. Das wissenschaftliche Programm wird von Ausstellungen und Präsentationen begleitet.

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die wissenschaftliche Analyse der Kultur der digitalen Informationstechnik immer weiter ausdifferenziert. „HyperKult kann für sich in Anspruch nehmen, einer der Kondensationskeime dafür gewesen zu sein“, sagt Professor Dr. Martin Warnke. Er hatte die Veranstaltung 1990 zusammen mit anderen Kulturinformatikern ins Leben gerufen. Die Anliegen seien aber mittlerweile spezifischer, die Adressatenkreise globaler, die Formen akademischen und künstlerischen Austauschs um die Bedeutung der Computer andere geworden, beschreibt Warnke die Gründe für das Ende der Reihe.

Mit diesem Wandel und seinen Ursprüngen wollen sich die Teilnehmer während der letzten Konferenz beschäftigen. In zahlreichen Vorträgen geht es um die  unterschiedlichsten Aspekte der digitalen Welt. Die Themen sind entsprechend breit gefächert. Einige Beispiele: Der Informatiker Wolfgang Coy spricht über „Shutdown HiFi – Vom Ende der Scheibenwelt“. Die Künstler Antje Eske und Kurd Alsleben beleuchten ein anderes Phänomen: Vom Hundertsten ins Tausendste verlinken – „Getting lost in HyperSpace“. Der Medientheoretiker Professor Claus Pias beschäftigt sich mit dem „Nicht-Verstehen in Digitalen Kulturen“.

Die Veranstaltung findet im Center for Digital Cultures der Leuphana Universität Lüneburg, Sülztorstr. 21-23 („Postgebäude“) statt. Das aktuelle Programm steht im Internet zur Verfügung:  www.leuphana.de/hyperkult.

Gäste sind herzlich willkommen. Eine Anmeldung zur Teilnahme ist noch am Tagungsort möglich. Parkmöglichkeiten gibt es hinter dem Postgebäude.