Meldungen aus der Universität

Senat missbilligt AfD-Veranstaltung an der Universität

26.11.2015 Lüneburg. Auf seiner Sitzung am 25. November hat der Senat der Leuphana Universität Lüneburg ohne Gegenstimmen den folgenden Beschluss gefasst: "Die Leuphana Universität Lüneburg missbilligt die Veranstaltung der AfD Lüneburg am 4. Dezember an der Universität Lüneburg und ruft alle Mitglieder der Universität auf, sich an den friedlichen Protestaktionen gegen diese Veranstaltung zu beteiligen. Der Senat stellt klar, dass die Raumvergabe an die AfD Lüneburg aufgrund der rechtlichen Gleichbehandlung aller erlaubten Parteien geschah und distanziert sich im Sinne des Leitbildes der Universität entschieden von den Veranstaltern sowie dem Referenten Marcus Pretzell. Der Senat ermuntert alle Mitglieder dazu, friedlich und aufklärerisch jeglichen menschenverachtenden Inhalten überall und jederzeit entgegenzutreten."

Die Universität wird die Veranstalter über den Beschluss informieren und sie bitten zu prüfen, ob sie unter diesen Umständen an ihrer Anmietung festhalten wollen. Unabhängig davon behält sich die Universität ihrerseits eine Aufhebung des Mietvertrages vor, wenn sie den Eindruck gewinnt, dass es infolge der Veranstaltung zu Störungen des Universitätsbetriebes kommen könnte.

Hintergrund: Die Partei AfD plant für den 4. Dezember 2015, 19.00 Uhr, eine Vortragsveranstaltung im Hörsaal 3 der Leuphana Universität Lüneburg. Als Redner wird Marcus Pretzell erwartet, der zum Thema „Quo Vadis europäische Bürgerrechte ?“ sprechen soll.