Meldungen aus der Universität

LeNa sorgt für Nachhaltigkeitsbildung an Schulen

28.01.2016 Lüneburg. Mehr als 40 VertreterInnen aus Hochschulen und der für Lehrerbildung zuständigen Ministerien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben jetzt auf Einladung der Leuphana Universität Lüneburg zwei Tage lang gemeinsam über konkrete Strategien für eine zukunftsfähige Lehrerbildung beraten. Veranstalter war das deutschsprachige Netzwerk LeNa – LehrerInnenbildung für eine nachhaltige Entwicklung, das an der Leuphana angesiedelt ist. Es wird von Prof. Dr. Ute Stoltenberg und Dr. Verena Holz geleitet. Mitglieder des Netzwerks sind lehrerbildende Hochschulen und landesweite Institutionen der Lehrerbildung aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Ziel von LeNa ist es, die Lehrerbildung an einem Bildungskonzept zu orientieren, das Sichtweisen, Kompetenzen und Wissen für die Beteiligung an einer verantwortlichen Gegenwarts- und Zukunftsgestaltung fördern will. Angesichts der derzeitigen Herausforderungen durch soziale, kulturelle, ökonomische und ökologische Entwicklungen müssen sich alle beteiligen: die Hochschulen durch innovative Studiengänge und Lehrmethoden, die Ministerien durch entsprechende Rahmenvorgaben und begleitende Maßnahmen wie Weiterbildung.

Mit dem Vorhaben wird eine Aufgabe aufgegriffen, die im 2015 verabschiedeten Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung als vordringlich für eine qualitätsvolle, zukunftsorientierte Bildung bezeichnet wird und von allen Ländern zügig bearbeitet werden soll. In Deutschland koordiniert Bundesministerium für Bildung und Forschung entsprechende Aktivitäten. BMBF-Vertreterin Bettina Schwertfeger erläuterte während der Veranstaltung, wie die Arbeitsergebnisse in die Fachforen zur Umsetzung des Weltaktionsprogramms einfließen können.

Die niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Dr. Gabriele Heinen-Kljajić, hob in ihrem Grußwort zur Tagung hervor, dass Bildung für eine nachhaltige Entwicklung sowohl für den Einzelnen als auch für die Gesellschaft von Bedeutung ist: „Bildung für nachhaltige Entwicklung bedeutet die Vermittlung der Erkenntnis, dass das eigene Handeln Konsequenzen für die Umwelt und für andere Menschen hat. Die inhaltliche Beschäftigung mit nachhaltiger Entwicklung kann Lernenden dabei helfen, die komplexen Verursachungszusammenhänge gesellschaftlicher Herausforderungen besser zu verstehen und damit als mündige Bürger an politischen Entscheidungsprozessen mitzuwirken. Gleichzeitig kann das in diesem Zusammenhang erworbene Wissen aber auch dazu dienen, den eigenen Umgang mit Ressourcen zu reflektieren und zu überdenken und offen für kulturelle Vielfalt zu sein. Dies sind wichtige Ansätze für künftiges gesellschaftliches Zusammenleben. Daher ist es von Bedeutung, dass Lehrerinnen und Lehrer solche Prozesse bei Lernenden anstoßen, entsprechende Reflexions- und Bildungsangebote bereitstellen und Schülerinnen und Schüler dabei begleiten können.“

Tagungsleiterin Prof. Dr. Ute Stoltenberg faßte das Tagungsergebnis so zusammen: „Durch die Beiträge aus allen beteiligten Ländern sowie der Deutschen UNESCO konnten vielfältige Anknüpfungspunkte für die Veränderung der Lehrerbildung identifiziert werden. Sie werden in die jeweiligen Fachgremien weitergetragen. Durch die neu entstandenen persönlichen Kontakte wird die Arbeit in den deutschen Bundesländern gefördert werden.“ Es gebe bereits konkrete Verabredungen für eine weitere Zusammenarbeit, auch für eine länderübergreifende Kooperation. Eine Dokumentation der Tagung werde den weiteren Arbeitsprozess unterstützen.