Meldungen aus der Universität

Atempause für das Vamos

18.03.2016 Leuphana und Oberbürgermeister einigen sich auf Kompromiss.

Lüneburg. Der Betrieb der Veranstaltungshalle Vamos auf dem Gelände der Leuphana Universität kann weitergehen – bis Ende September 2017. Darauf haben sich der Lüneburger Oberbürgermeister Ulrich Mädge und Universitäts-Präsident Sascha Spoun jetzt geeinigt. Vorausgegangen war ein intensives Gespräch, nachdem Spoun bis zuletzt öffentlich keinen Zweifel daran gelassen hatte, eine Beendigung des Mietvertrags Ende 2016 sei aus Sicht der Universität unumgänglich. Daraufhin bat Mädge die Universität um eine letzte Fristverlängerung von neun Monaten. Er sehe gute Chancen, den Vamos-Betrieb nach Ablauf dieser Zeit dann an einem anderen Ort im Stadtgebiet fortzusetzen. Die Einigung schafft Planungssicherheit für alle Beteiligten.

„Trotz unseres dringenden eigenen Bedarfs an der Liegenschaft wollen wir uns einer konstruktiven Lösung des Problems nicht verschließen. Deshalb sind wir der Initiative des Oberbürgermeisters gefolgt, der Campus Management GmbH für eine Übergangszeit letztmalig einen neuen Mietvertrag anzubieten“, begründete Spoun seine Kompromissbereitschaft. Er machte allerdings unmissverständlich deutlich, dass der erneute Aufschub nun endgültig die Weichen für eine Verlagerung von Vamos stellen müsse. Der Oberbürgermeister habe überzeugend dargelegt, dass er sich mit allen seinen Möglichkeiten engagiert dafür einsetzen werde.

Die Universität benötigt ihre Liegenschaft dringend für eigene Zwecke. Im kommenden Jahr soll das Vamos-Gebäude für den Hochschul-Sport hergerichtet werden, weil die Uni-Sporthalle renoviert werden muss. Das Land Niedersachsen hat dafür einen Millionenbetrag zur Verfügung gestellt, der zeitnah verausgabt werden muss. Auch langfristig hat die Universität Pläne mit dem Areal.

Die Universität hat die Geschicke der Vamos Kulturhalle immer wohlwollend begleitet und nach Kräften unterstützt. Bereits 2004 war abzusehen, dass die Kooperation 2014 enden würde. Bis dahin stand die Immobilie den Vamos-Betreibern kostenfrei zur Verfügung, obwohl die Campus Management GmbH dort gewerblich agierte und nachweislich Gewinne erwirtschaftete. Für die Folgejahre wurde deshalb ein Mietvertrag mit Ablauf 2016 geschlossen.

„Das Vamos passte viele Jahre gut zum kulturellen Spektrum der Universität“, so Leuphana-Präsident Spoun. Zuletzt aber seien Vamos und Universität nur noch räumlich miteinander verbunden gewesen. Das Veranstaltungsangebot ziele längst auf andere Zielgruppen als auf Studierende. Deshalb könne der Betrieb der Kulturhalle auch problemlos woanders fortgesetzt werden.