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Symposium: Die Kunst der Soziologie

20.06.2016 Lüneburg. Im Mittelpunkt des jetzt an der Leuphana Universität Lüneburg veranstalteten festlichen Symposiums "Die Kunst der Soziologie" stand Professor Dr. Ulf Wuggenig. Der Lüneburger Soziologe hat 2011 den Daniel Frese Preis ins Leben gerufen und 1993 - zusammen mit Beatrice von Bismarck und Diethelm Stoller - den Kunstraum der Universität gegründet. Auf dem Programm der Veranstaltung standen Beiträge von mit beiden Initiativen verbundenen, bekannten Künstlerinnen, Wissenschaftlern, Designern und Kuratorinnen wie Ruedi Baur, Stefanie-Vera Baur, Beatrice von Bismarck, Larissa Buchholz, Roger M. Buergel, Andrea Fraser, Pascal Jurt, Séverine Marguin und Rolf Grossmann, Michaela Melián, Bernd Milla und Heike Munder, Sophia Prinz, Gerald Raunig und Franz Schultheis.

Der von Wuggenig initiierte Daniel Frese Preis für zeitgenössische Kunst war Teil des Projekts KIM im Regionalentwicklungsprojekt Innovations-Inkubator der Leuphana. Der Preis ist dem Lüneburger Renaissance-Maler und Kartographen Daniel Frese (1540-1611) gewidmet. Er schuf allegorische Gemälde und Holzmalereien im Rathaus der Hansestadt Lüneburg.

Die Idee für diesen Preis folgt einer Vorstellung, die Wuggenig stets vertreten hat und die auch für den Kunstraum steht: die "Peripherie des Zentrums" vernetzen. Mit der Arbeit des Kunstraums ist es gelungen, Lüneburg als kleinere Stadt in einer unterprivilegierten Region eines privilegierten Landes mit dem "Zentrum des Zentrums" des internationalen Kunstfeldes über die Einladung von Künstlern, Kuratorinnen und Theoretikern zu verknüpfen und in einen kritischen Austausch zu bringen.

Dieses Verhältnis von Zentrum und Peripherie behandelt sowohl aus geografischer als auch aus gesellschaftlicher Perspektive die von Wuggenig mit herausgegebene Publikation "Art in the Periphery of the Center“. Sie lag bei der Veranstaltung aus. Auf rund 650 Seiten widmen sich mehr als 30 Autoren dem Thema „Kunst und ihre Märkte“. Schwerpunkte bilden dabei Aspekte wie  „Affekt“, „Wiederkehr der Geschichte“ und „Ökologie“.