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Fachtagung Netzwerken des Gleichstellungsbüros und der Koordinierungsstelle Frau & Wirtschaft, Lüneburg . Uelzen

28.03.2017 Netzwerke ermöglichen Wissensgewinn, Entwicklungschancen und sind wichtige Basis erfolgreicher Beratungsarbeit. Doch wie können wir aktiv netzwerken und unsere Netzwerke so nutzen, dass sie für die eigenen Ziele wirksam sind? Wie entwickeln oder stärken wir eine selbstbewusste Haltung beim Netzwerken? Für diese und weitere Fragen, beispielsweise auch denen nach Geschlechterverhältnissen in und Verbesserungspotenzialen von Netzwerken bot die Veranstaltung „Beraten in Netzen – Fachtag Netzwerken“ am 24.03.2017 Raum. Als Zielgruppe angesprochen waren Projektverantwortliche, Berater_innen und Coaches. Organisiert wurde der Tag vom Gleichstellungsbüro der Leuphana in Kooperation mit der Koordinierungsstelle Frau & Wirtschaft, Lüneburg . Uelzen.

Trainer Lars Schmidt vermittelte den Teilnehmerinnen auf motivierende Art Möglichkeiten für den Aufbau neuer Kommunikationsstrukturen und das Knüpfen von Kontakten. Durch Impulsvorträge, Kleingruppenarbeit, Reflexion mittels „Fishbowl-Methode“ sowie durch rege Anwendungserprobung in konzentrischen Kreisen (Kugellager-Methode) konnten die Anwesenden ihr Wissen über Netzwerke vertreten, ihre Erfahrungen teilen und in den Austausch gehen.

Brücken bauen und Hürden überwinden kann man lernen

In einer Art Rollenspiel gab Lars Schmidt fiktive Situationen vor: Die Teilnehmerinnen standen sich im Kugellager in zwei Kreisen gegenüber und übten situationsspezifische Kontaktaufnahme und Vernetzung. Lars Schmidt gab den Tipp in die Runde, sich immer wieder bewusst zu machen, dass jede auch im realen Netzwerken in einer „Rolle“ als Netzwerkende auftritt: „Die Rolle schützt. Das kann Hürden senken“, so der Trainer. Damit dies auch verinnerlicht werden konnte, durchlebten die Teilnehmerinnen verschiedene fiktive Situationen gleich vier Mal mit unterschiedlichen Partnerinnen. Nach jeder Runde gaben sich die Teilnehmerinnen ein kurzes Feedback zu Kontaktaufnahme, Kommunikation und Präsenz. Hierbei wurde schnell deutlich, dass reines Interesse an der eigenen Sache nicht allein ausreicht. Auch sinnliche Faktoren wie ein sicherer Stand, eine aufrechte Körperhaltung und ein sympathisches Auftreten sorgen für eine angenehme Konversationsebene, die Netzwerkbildung greifbarer macht.

Bei der Fachtagung wurden Ideen zum Thema Netzwerken gesammelt.
Die Teilnehmerinnen lernten viel über Netzwerke und die eigene Präsenz.

„Netzwerken macht Spaß!“

In der abschließenden Feedbackrunde zeigten sich die Teilnehmerinnen von der Tatsache begeistert, dass Netzwerken üben und sich vernetzen Spaß macht und Antrieb hierfür nicht nur der eigene Nutzen ist. Die Strategien für die Entwicklung neuer Netzwerkkontakte und -strukturen wurden dankend angenommen und sogleich in die Tat umgesetzt: „Die Netzwerktagung war sehr inspirierend. Ich habe mir erhofft, auch mit anderen Beraterinnen zusammen zu arbeiten und habe Interesse an einem guten Austausch. Nun ist mir bewusst geworden meine vielen persönlichen Kontakte auch als Netzwerk zu begreifen“, lobt Dagmar Hoefs, die als selbstständige Beraterin tätig ist. Auch nach Abschluss der Veranstaltung war der Mehrwert der Tagung erkennbar – viele Frauen nutzen direkt die Möglichkeit sich untereinander zu vernetzen.


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