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In Bewegung: Das Hochschulsportfest 2017

06.07.2017 Von dem plötzlich über dem Campusgelände aufziehenden Platzregen und Sturm ließen sich die 550 aktiven Teilnehmenden das Lachen und die Motivation nicht nehmen. In Kanus auf Seifenlauge, als lebendige Tischkickerfiguren, oder beim traditionsreichen Boßeln pausierten die Teams den universitären Alltag mit den bevorstehenden Prüfungen und bewiesen: Die Leuphana hat eine starke Studierendengemeinschaft, die nicht nur in den Hörsälen große Leistungen vollbringt, sondern auch Spaß am Sport und dem Zusammensein hat.

Mittlerweile hat sich das Hochschulsportfest von einer kleinen Spaßveranstaltung zum kleinen Höhepunkt des Sommersemesters entwickelt: Bereits zum 34. Mal fand es am vergangenen Mittwoch, den 28.06., statt. Die Anmeldungen für die Disziplinen waren bereits weit im Voraus ausgebucht, die Wartelisten so gefüllt, wie der Campus, auf dem das farbenfrohe Spektakel seinen Teams Spontanität und Leidenschaft abrang.

„Das Fest in drei Worten: Bunt, spontan und kreativ.“

„Wir veranstalten das Fest jedes Jahr aufs Neue, weil die Studierenden Lust haben sich in kreativen Kostümen und sportlichen Spielen zu messen, neue Gesichter kennenzulernen und gemeinsam viel Spaß zu haben“, erzählt Lina Rüterbories vom Allgemeinen Hochschulsport, für die das Spektakel bereits drei Monate früher beginnt. Als Hauptorganisatorin von Events liegen die „Campusliga“, das „Spiel ohne Grenzen“ oder „Kubb“ vor allem in ihrer studentischen Hand. 
„Wir haben beim Hochschulsport ein klasse Team, das überall mit anpackt“, betont sie, zumal es dieses Jahr aufgrund von Ausfällen fast ohne Hilfe der Teamleitung auf die Beine und Mensawiese gestellt wurde. Auch Nick, der tropfnass Beachvolleyball-Ergebnisse dokumentiert bestätigt: „Es macht so viel Spaß, weil es nicht ums Gewinnen, sondern um das miteinander Lachen geht.“ Ein Anreiz, der sogar Alumni zurück an die Universität lockt.

Mittlerweile ein fester Bestandteil ist das krönende Finale der Campus-Liga, in der sich Fußballteams an mehreren Spieltagen des Semesters mit Kopf, Fuß und Leidenschaft die Bälle abjagten, um nun bejubelt vom allen Teilnehmenden um den Pokal zu kicken – inklusive Halbzeitshow.

Doch es gab auch einige Neuerungen: Das erste Mal wurde eine „Spielwiese 21“ aufgebaut, auf der Initiativen und Vereine mit Obstspießen, Smoothies und anderen kulinarischen Besonderheiten die Sportler_innen stärkten und für Aufmerksamkeit für ihr Engagement sorgten. Dass Sport Menschen einander näher bringt ist altbekannt und auch das Hochschulsportfest bestätigt den integrativen Effekt: Zum ersten Mal sind Geflüchtete bei der Veranstaltung dabei, die durch das Studienprogramm für Geflüchtete viele neue Freunde gefunden haben.

Das Beachvolleyballturnier verlangte von den Teilnehmenden sportlichen Einsatz und viel Freude.
Auf der Spielwiese 21 konnten sich die Teilnehmenden mit gesunden Snacks stärken.

Bälle, Baggern, Boßeln – das Fest kennt keine Grenzen

Diese Verpflegung wurde vor allem in den Pausen dankend angenommen, denn während sich die Teilnehmenden des Beachvolleyballturniers  in den klebrig nassen Sandmatsch schmissen und beim Boßeln tropfnasse Kugeln durch den Wald flogen, musste das „Spiel ohne Grenzen“ - der sportliche Mehrkampf  -  kurzzeitig unterbrochen werden. Dies hielt die Sportler_innen jedoch nicht davon ab, die Plane, die für einen Hindernislauf auf Seifenlauge präpariert worden war, als Rutschbahn zu nutzen. „Nass sind wir ohnehin schon“, lacht Clara, und schmeißt sich mit Anlauf über den Parcours, auf dem den kurze Zeit später bereits wieder Männer in bunten Ballettröckchen schlitternd versuchen einen Staffelstab zu übergeben.

Dass Freude an Bewegung und eine ordentliche Ladung Selbstironie zum Fest dazugehören ist überdeutlich, zudem hat jedes Team seine kleinen Tricks auf Lager, um die Konkurrenz auszustechen. Thilo, der mit seinen „Desperate Housewives“ um den Sieg beim Kubb ringt, verrät: „Man muss immer versuchen aufs Türmchen zu werfen, nicht auf den Fuß der Hölzer.“ Währenddessen verfolgen die Gegner von „Shamrock“ eine ganz andere Strategie und setzen auf geballte Treffsicherheit der Teammitglieder aus vier verschiedenen Studiengängen, die sich alle im Leuphana Semester kennengelernt haben.

Rutschpartie beim "Spiel ohne Grenzen": Der Hindernislauf auf Seifenlauge.
Die Spieler und Spielerinnen bewiesen beim Human Table Soccer Ballgefühl.

Als sich der Tag dem Ende neigt, die jeweiligen Sieger und besten Kostüme bereits prämiert worden sind, laufen unter großem Applaus aller Beteiligten die Fußballmannschaften ein, um den Titel „Campusmeister 2017“ für sich zu beanspruchen. „Das Hochschulsportfest und die Campusliga sind die Höhepunkte des Semesters, deshalb sind wir mit unserem Team hier, um das Finale zu unterstützen“, erklärt Yannick, der im letzten Jahr zur siegreichen Mannschaft gehörte und sich dieses Mal für das Gewinnerteam von „Hinter Mailand“ mitfreut. 

Doch nach den Wettkämpfen ist das Fest noch nicht beendet, denn nun gilt es den Tag gemeinsam ausklingen zu lassen. Der Regen hat nachgelassen und von der Spielwiese klingen dumpfe Bässe, die die Sportler_innen und Zuschauer_innen in das warme Sonnenuntergangslicht zur Aftershowparty der Fachschaft „Business, Economics & Management“ locken.

Momentaufnahmen:


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