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Die Welt zu Gast in Lüneburg: International Transdisciplinarity Conference 2017

04.09.2017 Führende Expert_innen treffen sich in dieser Woche an der Leuphana zur International Transdisciplinarity Conference 2017. Bis einschließlich Freitag tauschen sich im Zentralgebäude mehr als 200 Wissenschaftler, Fachleute und Besucher über verschiedene Formen transdisziplinären Forschen aus. Im Rahmen der ITD findet auch das Forum For Young Researchers statt. Darüber sollen sich Nachwuchswissenschaftler miteinander vernetzen und austauschen können.

Die ITD Conference 2017 hat sich zum Ziel gesetzt, das Thema Transdisziplinarität aus vielen verschiedenen Perspektiven zu beleuchten, um so zur Konsolidierung dieser Forschungsform beizutragen. Der thematische Fokus der Konferenz liegt auf der Interkulturalität. Die Teilnehmer_innen werden in einem interkulturellen Rahmen tagen und sich mit den unterschiedlichen Wissens- und Erkenntniskulturen beschäftigen, die für transdisziplinäre Forschung relevant sind.

„Ein konkretes Beispiel für transdisziplinäre Forschung ist das Projekt Zukunftsstadt Lüneburg 2030+ und die damit verbundene Frage, wie wir die Stadt nachhaltig gestalten können“, erklärt Natalie Schwarz vom Methodenzentrum der Leuphana, die die Veranstaltung im neuen Zentralgebäude mit organisiert. „Um dieses weite Themenfeld effektiv anzugehen, bedarf es einer Vernetzung verschiedener Akteure.“ Stadt, Universität, Politik, Unternehmen, Zivilgesellschaft – nur unter vielseitiger Mitwirkung und der Berücksichtigung unterschiedlicher Perspektiven können antworten auf die Frage nach einer zukunftsfähigen Entwicklung Lüneburgs gefunden werden. Kooperiert die Stadtgesellschaft mit Wissenschaftler_innen in der Forschung, so kann auch der Weg zu konkreten Veränderungen verkürzt werden.

Im Rahmen der 5-tägigen ITD Conference werden unter anderem Workshops, Diskussionen und Vorträgen zu transdisziplinärer Forschung und Lehre angeboten. Zahlreiche Referent_innen kommen aus Afrika, Asien, Lateinamerika, den USA, Australien sowie aus vielen verschiedenen Europäischen Ländern. Unter anderem wird Julie Thompson Klein von der Wayne State University zu Gast sein, eine Pionierin in der Forschung zu Inter- und Transdisziplinarität. Außerdem treffen in Liveschaltungen zu anderen Konferenzstandorten (Co-conferences) in Mexiko, Neuseeland, Chile und Uruguay verschiedene Commuties der Transdisziplinarität aufeinander. Dadurch haben sie die Möglichkeit, sich zu vernetzen und unterschiedliche Perspektiven auf das Thema sichtbar zu machen: „Auf der Konferenz werden wir so mit Teilnehmenden der Co-conferences in Lateinamerika diskutieren können, wo eine ganz andere Tradition die transdisziplinäre Forschung prägt als in Europa, das wird sehr spannend“, ergänzt Natalie Schwarz.

Die ITD Conference 2017 wird zusammen mit dem td-net der Schweizer Akademien der Wissenschaften ausgerichtet. Sie wendet sich an Interessierte aus Wissenschaft und Praxis gleichermaßen. „Während der vergangenen Jahre hat die Konferenz in der Schweiz stattgefunden“, erklärt Schwarz. Dass in diesem Jahr erstmals die Lüneburger Universität die Konferenz organisiert, ist dem Engagement von Ulli Vilsmaier zu verdanken. Die Leuphana-Juniorprofessorin für transdisziplinäre Methoden ebnete den Weg für eine Kooperation mit den Schweizern und konnte mit dem Zentralgebäude als Veranstaltungsort überzeugen.

Das komplette Programm finden Sie hier. Für Mitglieder der Universitätsgemeinschaft werden alle Tarife zu 50% angeboten.


Contact Conference Office

Universitätsallee 1
Room C.40.523
21335 Lüneburg
Fon: +49 4131 677-2309
ITD_Conference_2017@leuphana.de


Autorin: Ulli Vilsmaier, Redaktion: Urte Modlich. Neuigkeiten aus der Universität und rund um Forschung, Lehre und Studium können an news@leuphana.de geschickt werden.