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Leuphana weiter im Aufwärtstrend

Lüneburg. Die dynamische Entwicklung der Leuphana Universität Lüneburg setzt sich fort. Das zeigt sich unter anderem an der weiter gestiegenen Zahl der Studierenden. Im laufenden Wintersemester sind 8.000 junge Akademiker immatrikuliert, rund 700 mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig hat die Zahl der Professorinnen und Professoren zugenommen, das Drittmittelaufkommen hat sich in den letzten Jahren verdoppelt, die Zahl der Promotionsstudierenden verdreifacht. Auch die Campusentwicklung kommt voran: 3.700 Kubikmeter Beton sind bereits für das neue Zentralgebäude nach einem Entwurf von Daniel Libeskind verbaut worden.

Die Leuphana konnte im Zuge des sogenannten Hochschulpakts von Bund und Ländern die Zahl der Plätze für Studienanfänger in 2011 und in 2012 um rund 35 Prozent erhöhen. Sie erhielt dafür zusätzliche Finanzmittel. Seit dem Jahr 2010 gehört die Leuphana zu den am schnellsten wachsenden Universitäten in Niedersachsen. Die Nachfrage nach den Studienplätzen in Lüneburg übersteigt das Angebot bei weitem: Zum laufenden Wintersemester gab es für jeden Platz rund sechs Bewerber. Uni-Präsident Sascha Spoun sieht die Entwicklung positiv: „Mit der Aufnahme zusätzlicher Studienanfänger leisten wir unseren Beitrag zur Sicherstellung der Zukunftschancen für die jungen Menschen, die jetzt in großer Zahl an die Hochschulen kommen.“  Spoun weist darauf hin, dass diese Entwicklung nicht zu Qualitätseinbußen führe. Die in den vergangenen Jahren erreichte gute Betreuungsrelation werde auch in Zukunft Bestand haben.

College zu 100 Prozent ausgelastet

Fast 5.400 Studierende sind derzeit in den Studiengängen des Colleges eingeschrieben. Besonders stark nachgefragt waren bei den Erstsemester-Studierenden die Fächer Wirtschaftspsychologie, Betriebswirtschaftslehre und Kulturwissenschaften. Das erstmals angebotene Studium Individuale, es bietet die Möglichkeit, das Studienprogramm selbst zusammenzustellen, fand auf Anhieb ebenfalls großes Interesse. Auch das Lehramtsstudium für Grund-, Haupt- und Realschulen und das Lehramt an Berufsbildenden Schulen sind weiterhin stark nachgefragt. In Lüneburg sind alle angebotenen Fächer zulassungsbeschränkt, d.h. die Anzahl der zu vergebenden Plätze ist begrenzt. Das gilt sowohl für die elf Major (Hauptfächer) im College als auch für alle Fächer im Bereich der drei Studienprogramme zur Lehrerbildung. Für die Vergabe der Studienplätze praktiziert die Universität seit 2007 ein neuartiges Auswahlverfahren. In mehr als 80 Prozent der Studienfächer können die Studienbewerber durch ihr außerschulisches Engagement, gutes Abschneiden bei einem Studierfähigkeitstest oder in Auswahlgesprächen ihren Rangplatz im Bewerbungsverfahren verbessern. Zuletzt haben dies rund 2.000 Studierwillige in Lüneburg genutzt.

Graduate School wächst weiter

Auch die Graduate School der Leuphana wächst weiter. Rund 1.900 Studierende sind aktuell in den Studiengängen der Graduate School eingeschrieben, etwa 720 von ihnen haben zum Wintersemester ihr Studium in den Masterprogrammen Arts & Sciences, Management & Entrepreneurship und im Bereich Education aufgenommen. Das Master-Studium an der Leuphana ist bei den Bachelor-Absolventen anderer Universitäten sehr beliebt. Ihr Anteil an den Studierenden ist mit über 60 Prozent im Bundesvergleich überdurchschnittlich hoch. Stark nachgefragt ist auch das Angebot eines teilstrukturierten Promotionsstudiums. Insgesamt sind derzeit weit über 400 Promotionsstudierende an der Leuphana eingeschrieben, damit hat sich die Zahl der Promovierenden seit 2006 verdreifacht.

Mit Serviceleistungen wie dem Qualifizierungsportal für Schlüsselkompetenzen, das einen themenbezogenen und chronologischen Zugriff auf sämtliche Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen der Universität eröffnet, oder vielfältigen Stipendienangeboten, ist die Graduate School für Master- und Promotionsstudierende gleichermaßen attraktiv.

Professional School erweitert Angebotspalette

Die Zahl der Studierenden in den weiterbildenden Studiengängen der Professional School ist ebenfalls angestiegen. Derzeit sind rd. 570 Studierende in den fünfzehn angebotenen Studienprogrammen eingeschrieben. Besonders stark nachgefragt im Bachelor-Bereich ist das berufsbegleitende Studium Soziale Arbeit für Erzieher. Die größte Zahl von Studierenden weist der MBA-Studiengang Sustainability Management auf. Neu in das Programm aufgenommen wurde der Master Baurecht & Baumanagement. Mit einem innovativen Lehrkonzept verbindet dieses Studienprogramm erstmals die Bereiche Baurecht, Bauökonomie und Bautechnik und richtet sie auf die Managementpraxis hin aus. Für das kommende Jahr ist der Start eines weiterbildenden Masterstudiengangs Competition & Regulation LL.M. geplant. Der komplett englischsprachige Studiengang soll eine deutschlandweit bislang einmalige Spezialisierungsmöglichkeit im Wettbewerbs- und Regulierungsrecht bieten.

Digital School eröffnet neue Möglichkeiten

Die neue „Digital School“ der Leuphana soll Menschen überall auf der Welt kostenlos und ohne Zulassungsbeschränkung die Teilnahme an Bildungsangeboten der Hochschule via Internet ermöglichen. Die Leuphana ist die erste deutsche Universität, die ihre digitalen Angebote in dieser Form bündelt. Eine Besonderheit ist die Vergabe von Leistungspunkten. Sie können von der jeweiligen Heimathochschule als Studienleistung angerechnet werden.

Im ersten Leuphana-Online-Hochschulkurs  „ThinkTank Cities“ entwerfen die Teilnehmer Modelle für das künftige Leben in Ballungsgebieten. Die Leitung übernimmt der renommierte Architekt Professor Daniel Libeskind. Weitere Informationen: www.leuphana.de/digital-school. Der Kurs startet am 9. Januar 2013 und endet drei Monate später im April des kommenden Jahres.

Qualität lässt sich erkennen

„Wachstum ist nicht nur eine Frage von Studierendenzahlen“, betont Uni-Präsident Sascha Spoun. Wichtige Indikatoren für qualitatives Wachstum der Universität seien vielmehr die Forschungsleistung und die Themen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die Forschungsleistung lässt sich u.a. an der Anzahl wissenschaftlicher Publikationen und Zitationen messen. Laut internationalem Publikationsindex des Web of Science ist etwa die Zahl der Zitationen seit 2006 auf das Sechsfache gestiegen.

Die Leuphana Universität Lüneburg will ihre Forschungsleistung auch durch die Berufung neuer Professoren steigern. Mit ihrer Expertise und ihren Ideen erweitern und bereichern die neuen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das Lehr- und Forschungsangebot. Noch im Sommersemester kamen Prof. Dr. Axel Halfmeier für Bürgerliches Recht, Prof. Dr. Paolo Mercorelli für Antriebs- und Regelungstechnik und Prof. Dr. Stephan Turbanski für die Sportwissenschaften. Zum Wintersemester haben begonnen Prof. Dr. Michael Ahlers in Musikpädagogik, für Vergleichende Politikwissenschaft Prof. Dr. Sebastian Elischer als Juniorprofessor, und Prof. Dr. Jörg Philipp Terhechte hat die Professur für Öffentliches Recht, Europäisches und Internationales Recht sowie Regulierungs- und Kartellrecht angetreten. Prof. Dr. Torben Schmidt (Didaktik des Englischen) bleibt nach erfolgreichen Bleibeverhandlungen an der Leuphana. Zur Verstärkung in der Lehre werden aus Hochschulpaktmitteln zwei weitere Professuren finanziert, auf die Frau Prof. Dr. Tanja Thomas für Kommunikationswissenschaft und Medienkultur und ganz Prof. Dr. Dominik Schrage für Kultursoziologie berufen wurden.

Bau des Zentralgebäudes schreitet voran

Nach Abschluss der europaweiten Ausschreibung konnte der größte Einzelauftrag für die Errichtung des Zentralgebäudes nach einem Entwurf von Daniel Libeskind an eine niedersächsische Bietergemeinschaft vergeben werden. Die Arbeiten im Wert von mehr als 15 Millionen Euro haben am 12. Juli begonnen und sollen bis zum Herbst 2013 abgeschlossen sein. Bauverlauf und –kosten liegen voll im Plan. In der rund 5.500 Quadratmeter großen, bis zu sieben Meter tiefen Baugrube wächst das Gebäude kontinuierlich. Der Fortschritt der Bauarbeiten lässt sich mit Hilfe von Webcams unter der Adresse www.leuphana.de/campus verfolgen.