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Dem Fachkräftemangel entgegenwirken
27. Oktober 2009
Mit dem Start des internationalen Projekts OPULL forscht die Leuphana Universität Lüneburg, um Hochschulen für neue Zielgruppen zu öffnen
In Deutschland werden für eine Wissensgesellschaft zu wenig Akademiker ausgebildet, es droht ein Fachkräftemangel, dem die Leuphana Universität Lüneburg zusammen mit internationalen Partnern entgegenwirken will. Diesen Monat startet das europäische Forschungsprojekt OPULL: Opening Universities for Lifelong Learning, das die Hochschulen für neue Zielgruppen wie Meister oder Erzieherinnen öffnen soll.
In diesem innovativen Projekt sollen hiesige Hochschulen sich als „Open Universities“ für Menschen öffnen, die im Berufsleben stehen und bislang nicht studiert haben. „Dem Fachkräftemangel in einer Wissensgesellschaft müssen die Hochschulen mit neuen Konzepten entgegenwirken“ meint Prof. Dr. Sabine Remdisch von der Leuphana Universität, die das Projekt am Institut für Evaluation und Qualitätsentwicklung leitet. Es sollen gezielt Integrationsmöglichkeiten neuer Zielgruppen in den Hochschulbereich entwickelt werden. Im Prozess des Lebenslangen Lernens werden z.B. Fachkräfte und Führungskräfte angesprochen, die sich an einer Hochschule berufsbegleitend weiterbilden wollen.
Teilnehmer des OPULL Startmeeting am 12. und 13. Oktober 2009 waren Hochschulvertreter der Leuphana Universität, der Universität Helsinki aus Finnland, der Open Universitiy der Vereinigten Königreiche, der Süddänischen Universität, der FernUniversität Hagen, die zuständige Expertin des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und ein Vertreter der europäischen Kommission. Das internationale Projekt ist eine gezielte strategische Partnerschaft mit Experten und Einrichtungen, in die jeder seine spezielle Expertise zur Fragestellung der Forschung beiträgt. Die Open Universitiy der Vereinigten Königreiche blickt auf eine vierzigjährige Erfahrung mit einer Offenen Hochschule zurück und die Skandinavier sind, im Vergleich mit Deutschland, deutlich weiter in der Umsetzung.
Es sollen auf europäischer Ebene Erkenntnisse entstehen, aus denen tragfähige Strukturen entwickelt werden. Als Erstes werden die Bildungssysteme und Modelle der Offenen Hochschule der Teilnehmerländer verglichen. Dann erfolgt eine Datenerhebung, bei der auch die Studierenden befragt werden, um beispielsweise die Erfahrungen mit berufsbegleitenden Studien, die Verschränkungen mit der beruflichen Praxis oder die Erfolge mit neuen Zielgruppen an den Universitäten zu ermitteln. Es werden die „best practice“ Modelle der Länder identifiziert und erfolgreiche Elemente in ein übergreifendes Modell der Offenen Hochschule in Europa integriert. „Finland can learn a lot from the other countries, by comparing we can find out how it should be improved.“ merkt der Direktor der Open University of Helsinki, Prof. Dr. Tapio Kosunen, an.
Die durch diese Forschung gewonnenen Erkenntnisse sollen strategisch eingesetzt werden, um die Zielgruppen zu motivieren. „The already existing systems of Lifelong Learning have developed in several directions“ erläutert Dominic Newbould. Der Director of External Relations der Open University, Vereinigte Königreiche, fährt fort „As partners you can learn by joined effort to propose a model viable across Europe“.
Ziel der OPULL Studie ist, dass neue Gruppen durch eine Akademisierung ihre Berufschancen wahrnehmen und mit ihrem beruflichen und universitären Wissen ihren Beitrag zur Wissensgesellschaft leisten können. Professorin Remdisch resümiert „Die Perspektiven, die wir gemeinsam schaffen, sollen europaweit einsetzbar sein und hier an der Leuphana Universität unmittelbar umgesetzt werden.“
Das OPULL Forschungsprojekt, das an dem Institut für Evaluation und Qualitätsentwicklung an der Leuphana Universität Lüneburg angesiedelt ist, wird finanziell vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gestützt. Die Professional School der Leuphana ist durch ihre Spezialisierung auf berufsbegleitende Weiterbildung und Wissenstransfer für das Ansprechen neuer Zielgruppen und die Ausbildung im Rahmen der Offenen Hochschule und des Lebenslangen Lernens zuständig. Sie vertritt innovative Ideen zu einer praxisgerechten Fortbildung, die Wissenschaft und Partnerunternehmen gemeinschaftlich entwickeln.
www.leuphana.de/eq
www.leuphana.de/professional-school
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Pressekontakt
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