Curriculum
MBA Manufacturing Management
Der Studiengang MBA Manufacturing Management ist so konzipiert, dass die Studierenden während des Studiums voll berufstätig bleiben können. Die Lehrveranstaltungen finden in den ersten 13 Monaten an 26 Wochenenden in Lüneburg statt. Zwischen den Präsenzphasen werden die Lehrinhalte im angeleiteten Selbststudium durch Bearbeitung von Lehrmaterialien (Bücher, Skripte, E-Learning) vor- und nachbereitet.
Der Studiengang bietet eine einwöchige China-Reise an, die diverse Besuche bei Wirtschaftsunternehmen und Universitäten einschließt. Projektarbeiten finden nach Absprache in Kooperation mit Unternehmen statt.
Modularer Lehrplan
Der Studiengang umfasst insgesamt 60 Credit Points und ist aus neun Modulen jeweils à 5 CP und der Masterarbeit mit 15 CP zusammengesetzt.
Alle Module können auch einzeln gebucht werden.
Fachmodule
F1 General Management I (5 CP)
F1.1 Business Law
Die Studierenden lernen juristische Denkweisen und Methoden anzuwenden, um rechtliche Risiken eines Unternehmens aufzudecken und praktische Lösungsvorschläge zu entwickeln. Die verschiedenen Rechtsbereiche der Produktion und der Supply Chain werden erarbeitet und diskutiert. Dazu gehören insbesondere Grundzüge des Vertragsrechts, des Arbeitsrechts, der Produkthaftung und ausgewählte Bereiche des Handelsrechts.
F1.2 Economics
Die zunehmend internationale Ausrichtung von Produktionsnetzwerken und Lieferantenbeziehungen verlangt von Produktionsmanagerinnen und -managern solides Basiswissen über die Mechanismen von Märkten, das Wettbewerbsverhalten, Wirtschaftsbeziehungen und andere entscheidende Zusammenhänge. Studierende lernen in diesem Modul, produktionsrelevante Entscheidungen in einen übergeordneten Kontext einzuordnen und erfolgreich zu optimieren.
F1.3 Human Resources
Die Studierenden befassen sich mit dem Management des betrieblichen Produktionsfaktors "Personal" unter Berücksichtigung der Zielsetzungen moderner Unternehmen. Es werden Themen, Methoden und Instrumente der strategisch orientierten Personalentwicklung sowie psychologische Personalentwicklungsmaßnahmen und Aspekte der Personalführung und Mitarbeitermotivation behandelt.
F1.4 Sales and Marketing
Globalisierung bedeutet für Produktionsunternehmen immer auch die Erschließung neuer Märkte. Die Studierenden erhalten fundierte Kenntnisse der Grundlagen von Vertriebsaktivitäten, der marktorientierten Unternehmensplanung und der darauf aufbauenden Marketingkonzeption. Dabei lernen sie Stärken und Schwächen verschiedener Marketingstrategien kennen.
F2 General Management II (5 CP)
Rechnungswesen und Controlling
F2.1 Accounting und Controlling
Die Studierenden lernen wesentliche Elemente des internen Rechnungswesens kennen und die wichtigsten Methoden eines Controllingsystems anzuwenden. Verschiedene Methoden der Kostenrechnung werden vorgestellt und im Hinblick auf ihre Vor- und Nachteile diskutiert. Der Umgang mit alltäglichen Begriffen und Zusammen-hängen wird geübt. Spezielle Bereiche der produktionsnahen betrieblichen Kostenrechnung werden vertieft behandelt.
F2.2 Investment and Finance
Für den Aufbau oder bei der Restrukturierung von Produktionssystemen werden in der Regel sehr hohe Investitionen getätigt. Dabei kommen Investitionsverfahren unterschiedlicher Art zur Anwendung, deren Vor- und Nachteile benannt und von Entscheidungsträgerinnen und -trägern berücksichtigt werden müssen. Außerdem spielen Fragen der Finanzierung von Maßnahmen eine wichtige Rolle.
F2.3 Factory Basics
Die Studierenden lernen die grundlegenden Zusammenhänge und Wechselwirkungen der Produktionsorganisation und des Produktionsmanagements kennen. Alternative Produktionsmethoden werden in Abhängigkeit von Produkt, Absatzmengen und Märkten entlang der Wertschöpfungskette systematisch vorgestellt.
F3 Lean Production (5 CP)
F3.1 Fundamentals of Lean Enterprises
Dieses Modul vermittelt Grundgedanken und Prinzipien schlanker, wachstumsorientierter und erfolgreicher Unternehmen. Alle wesentlichen Unternehmensfunktionen werden dabei in ihrer strategischen und operativen Relevanz umrissen. Moderne Methoden des Managements werden vorgestellt und in Bezug zur Unternehmensfunktion "Produktion" in den Gesamtkontext der Unternehmensstrategie gestellt.
F3.2 Fundamentals of Lean Manufacturing
Dem Prinzip des "Lean Manufacturing" liegen verschiedene vergeudungsarme und wertschöpfungsfokussierte Denk- und Handlungsweisen zu Grunde. Dieses Modul vertieft die Prinzipien zur Reduzierung der Durchlaufzeiten, zur Steigerung der Qualität und zur Kostensenkung anhand von aktuellen Beispielen.
F3.3 Digital Manufacturing Optimization
In dieser Lerneinheit werden vertiefende Kenntnisse zu speziellen Themen der Produktion sowie des Operation Managements wie z. B. Technologiemanagement, Sourcing, Produktionstechnologie und digitalen Planungsmethoden angeboten. Je nach Vorkenntnissen und individuellem Interesse können sich die Studierenden für ein Thema ihrer Wahl entscheiden.
F4 Operations Management (5 CP)
Das Modul vermittelt Basis-Kenntnisse in den Bereichen "Supply Chain Management" und "Total Quality Management" moderner Produktionsunternehmen.
F4.1 Supply Chain Management
Effiziente Produktionssysteme zeichnen sich durch hohe Leistung und Flexibilität aus. Die zielgerichtete Her-stellung qualitativ hochwertiger Produkte bei konstant niedrigen Beständen ist nur durch unterbrechungsfreie Zulieferketten (Supply Chain) möglich. Dieses Modul bringt den Studierenden Zusammenhänge der Mate-rialversorgung in "schlanken" Produktionsverbünden sowie die Grundsätze des Managements der Zuliefererkette nahe.
F4.2 Total Quality Management
Dieses Modul vermittelt fundierte Qualitätskonzepte und Grundlagen des Qualitätsmanagements sowie die wichtigsten Werkzeuge und Methoden für das Qualitätsmanagement, insbesondere im Hinblick auf die Optimierung von Produktionssystemen. Die Studierenden lernen, Qualitätsmanagement als ein strategisches Instrument zu verstehen und einzusetzen.
F5 Strategy and Networks (5 CP)
Ziel dieses Moduls ist die Vermittlung von Gestaltungskompetenz für globale Produktionsnetzwerke. Charakteristika der wichtigsten Wirtschaftszonen der Welt und Aspekte bei der Gestaltung von Produktionsnetzwerken werden erörtert.
F5.1 Global Manufacturing Conditions
Die Studierenden lernen Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Produktionsbedingungen in den Haupt-Wirtschaftsregionen der Welt (EU und global) kennen. Neben regionalen Faktoren und gesellschaftlich-kulturellen Eigenheiten werden die logistischen und fiskalischen Bedingungen bei der arbeitsteiligen globalen Produktion erläutert.
F5.2 Strategic Manufacturing Networks
In diesem Modul lernen die Studierenden die wichtigsten Grundgedanken und Hauptwirkmechanismen bei der Gestaltung von Produktionsnetzwerken kennen. Dabei werden die Themen Optimierung der Fertigungsstufe, Standortauswahl, Spezialisierung, Komplexität sowie die Optimierung der Supply Chain in ihren Ausprägungen und ihren Potenzialen erläutert sowie aktuelle Trends bei der Gestaltung von Produktionsnetzwerken vermittelt.
F6 Assessment and Optimization (5 CP)
Ziel des Moduls ist die Beherrschung verschiedener Methoden zur operativen Optimierung von Produktionssystemen. Anhand von Fallbeispielen werden Möglichkeiten und Auswirkungen systematisch erschlossen.
F6.1 Assessment and Optimization Methodologies
Produktionssysteme müssen systematisch und erschöpfend analysiert, bewertet und optimiert werden. Neben dem konsekutiven Ablauf von Restrukturierungs- und Optimierungsprozessen lernen die Studierenden Tools kennen, mit denen die Arbeiten bei Analyse, Bewertung, Optimierung und Success Tracking effizient unterstützt werden.
Überfachliche Module
Ü1 Person und Interaktion (5 CP)
In diesem Modul sollen Studierende Methoden- und Sozialkompetenzen erwerben, die sie dazu befähigen, kreative Lösungen für berufliche Probleme zu entwickeln, diese überzeugend zu vertreten und entsprechende Arbeitsgruppenprozesse effektiv zu leiten.
Ü2 Organisation und Veränderung (5 CP)
In diesem Modul erwerben die Studierenden organisationsbezogene Management- und Methodenkompetenzen. Sie werden in die Steuerung von Teams und in Techniken des Konfliktmanagements sowie der Verhandlungsführung eingeführt und so zur aktiven Optimierung von Kooperation und Arbeitseffizienz befähigt. Außerdem erwerben sie Kompetenzen zur Durchführung eines professionellen Projektmanagements. Inhalte:
- Projektmanagement: Methoden und Planungswerkzeuge
- Projektmanagement: Durchführung und Controlling
- Interkulturelle Kommunikation
- Konfliktmanagement
- Verhandlungsführung
Ü3 Gesellschaft und Verantwortung (5 CP)
Studierende erarbeiten Kriterien für psychologisch fundiertes Führungsverhalten, analysieren ihren persönlichen Kommunikationsstil und bauen so ihre Kompetenzen als verantwortungsvolle Führungskraft aus. Ein weiterer Teil dieses Moduls ist das verantwortungsbewusste Management von Veränderungsprozessen in Unternehmen und Organisationen. Darüber hinaus reflektieren Teilnehmer die Bedeutung der Unternehmensethik und lernen, den bewussten Umgang mit Werten zu vermitteln.
- Führung und Verantwortung
- Veränderungen verantwortungsvoll gestalten
- Ethik und Werte
Studienbegleitende Prüfungen
Der Studiengang enthält neben der Masterarbeit weitere neun Module, die jeweils mit einer Prüfung abgeschlossen werden. Eine Abschlussprüfung am Ende des Studiums entfällt. Die Endnote entspricht dem gewichteten Durchschnitt aus den einzelnen Modulnoten. Präsenzprüfungen (Klausuren, Präsentationen, mündliche Prüfungen) finden in der Regel an Präsenzwochenenden statt, so dass keine gesonderte Anreise nötig ist.
Masterarbeit
Im dritten Semester schreiben die Studierenden ihre Masterarbeit zu einem praxisrelevanten Thema.
Zur Erlangung des Mastergrades müssen aufgrund gesetzlicher Vorschriften nach Abschluss des Studiums inkl. der akademischen Erstausbildung 300 CP studentischen Workloads nachgewiesen werden können. Studierende haben die Gelegenheit, evtl. noch fehlende CP z. B. durch die Anrechnung von Berufserfahrung oder die Belegung zusätzlicher Wahlmodule während ihres Weiterbildungsstudiums zu erwerben. Die Studiendauer verlängert sich entsprechend.