• English
  • drucken
  • als E-Mail

ForschungFORSCHUNG

Dr. Sacha Kagan

Kunst und (nicht-)Nachhaltigkeit

2006 - 2010
Englischsprachige Doktorarbeit betreut durch Prof Dr Volker Kirchberg

Einige Worte über Sacha Kagans Dissertationsprojekt:

Bislang hat sich die Sozialforschung im Bereich der Kunst im Kontext der Nachhaltigkeit zumeist entweder auf die kurzsichtige Analyse der Kunst als Kommunikationsmedium (an umweltwissenschaftlichen Fachbereichen) oder auf das kunstweltenzentrierte Thema über die Nachhaltigkeit der Kunst beschränkt.
Die Motivationen und Ziele dieser Dissertation reichen über diese Beschränkungen hinaus:
... Kulturen der Nachhaltigkeit zu identifizieren, im Gegensatz zur vorherrschenden Kultur der Nicht-Nachhaltigkeit.
... Diese Untersuchung wird sich auf einen allgemeinen Überblick beschränken, danach wird sich die Aufmerksamkeit auf die Dimensionen der Kulturen richten, und zu welchem Grad und aus welchen Gründen, diese in  den Künsten präsent sein könnten.
... Die Rolle der (in der westlichen Kultur als relevante Gebiete anerkannten) Künste im Verhältnis zu diesen in Konflikt stehenden Kulturen im gegenwärtigen Kontext Europas und der USA. Die Aufmerksamkeit wird sich auf Agenten der Kunstwelt (und speziell Künstler) als change agents - im Sinne von entrepreneurs in conventions (Kagan 2004, 2005).

Mehr über das Forschungsthema:

Zusammenhängend mit seinem Dissertationsprojekt, koordinierte Sacha Kagan 2007 den Themenschwerpunkt Nachhaltigkeit bei der Conference of the Arts Research Network der European Sociological Association in Lüneburg. Konferenzwebsite: [ http://www.new-arts-frontiers.eu ]
Nach dieser bahnbrechenden Konferenz gründete er die International Network Cultura21, für Kulturen der Nachhaltigkeit, bei dem er die Position des Koordinators innehat. Website [ http://www.cultura21.net ]
Auf die Konferenz folgend stellten Sacha Kagan und Volker Kirchberg ein Buch mit einer Auswahl einiger der einnehmendsten Beiträge von der Konferenz zusammen.
„Sustainability: A new frontier for the arts and cultures”, diese Publikation wurde 2008 von VAS (Frankfurt) veröffentlicht.

Forschung und Lehre sollen sich ergänzen. Deshalb wurden in mehreren Semestern von ihm Seminare (auf Englisch) zum Thema durchgeführt:

  • Evolution und Kultur (mit Ullrich Günther)
  • Nachhaltigkeit durch darstellende Künste
  • Kunst und sozialer Wandel
  • Die Ökologie der Kultur – Die Kultur der Ökologie (mit Volker Kirchberg)
  • Die Kulturen der Nanotechnologie und (Nicht-)Nachhaltigkeit
  • Umwelt-Kunst, Intervention-Art und andere: Richtung nachhaltige Kunst?
  • Nachhaltigkeit und Kunst

 

 

 

Konventionen, soziale Barrieren und der Wandel in Kunstwelten

2005 – 2006
In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Hans Abbing (Universiteit van Amsterdam) sucht Sacha Kagan nach soliden theoretischen Fundamenten, um Wandel in den sozialen und ökonomischen Konventionen der Künste aufzuspüren. Inspirationen und Einblicke werden in theroretischen Werken aus dem Kanon soziologischer Theorie (Kunstwelten von Howard Becker, Habitus-Feld-Theorie von Pierre Bourdieu) der sozioökonomischen Theorie der Konventionen (mit z.B. P.Y. Gomez) und anderen Quellen aus Neo-Institutionalismus, Politikwissenschaft und Philosophie gesucht.
Dieses Forschungsprojekt ermöglicht Einblicke in Sacha Kagans Dissertationsprojekt (Beginn November 2006) und Hans Abbings Forschung an der Boekman Chair of Art Sociology. Diese Forschung führte zu zwei Abhandlungen, die 2006 bei auf der ACEI-Konferenz (Association for Cultural Economics International) und der STP&A-Konferenz (Social Theory, Politics and the Arts), beide in Wien, vorgestellt wurden.

Forschung und Lehre sollen sich ergänzen. Deshalb wurden von ihm auch in mehreren Semestern Seminare zum Thema durchgeführt:

  • Kunstwelten zwischen Reproduktion und Wandel
  • Kunstwelten und Konventionen 

 

 

Die strukturelle Trägheit der Kunstwelt? Strukturen der Romantischen Ordnung und des Technologischen Systems in der Kunst heute

2005 – 2006
In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Hans Abbing  (Universiteit van Amsterdam) erforscht Sacha Kagan unter welchen Paradigmen die Kunstwelten momentan operieren. Obwohl er befürwortet Abbings Interesse an M. Doormans Schilderung einer Romantischen Ordnung als die Aufrechterhaltung des Glaubens der Kunstwelt an Authentizität seit dem 19. Jahrhundert, Kagan stellt - J. Ellul folgend - die These auf, dass die Künstler des späteren 20. Jahrhunderts und der Gegenwart (und der Romantischen Ordnung) unwissentlich und/oder unfreiwilligerweise in die Struktur eines technologischen Systems integriert sind, das gegenwärtig ein Rahmenwerk für wirtschaftlich entwickelte Gesellschaften darstellt. Im ersten Fall werden die meisten Künstler finanzielle Opfer ihrer eigenen Überzeugungen, im zweiten Fall tragen sie (wahrscheinlich nicht weniger als andere soziale Gruppen) zusätzlich zur Unnachhaltigkeit der gegenwärtigen menschlichen Bemühungen bei. Teile dieses Forschungsprojekts liefern Einsichten in Abbings Arbeit an dem Boekman Chair of Art Sociology. Die Erkenntnisse zu Technologischen Systemen und Unnachhaltigkeit tragen zu einem grossen Teil zu den Forschungen des Dissertationsprojekt Kagans an der Leuphana Universität Lüneburg bei.

07.07.2011, webredak