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SCHub ist "Ort im Land der Ideen2012"

02. Februar 2012 Erfolg beim Wettbewerb "Deutschland - Land der Ideen"

Mit einer Plattform für gesellschaftlichen Wandel, dem Social Change Hub (SCHub), fördert die Leuphana Universität Lüneburg das soziale Engagement ihrer Studierenden. Dafür erhält sie die Auszeichnung „Ort im Land der Ideen 2012“ und ist jetzt bereits zum fünften Mal in Folge Preisträgerin in diesem bundesweiten Wettbewerb. Damit zählt sie zu den erfolgreichsten Teilnehmern überhaupt. Universitätspräsident Sascha Spoun freut sich über den Erfolg: „Wir wollen unsere Studierenden für die Zivilgesellschaft des 21. Jahrhunderts ausbilden. Dazu gehört nicht nur eine solide wissenschaftliche Qualifikation, sondern auch die Einsicht, dass unsere Gesellschaft ehrenamtliches Engagement braucht. Die Auszeichnung hilft uns dabei, diese Ideen weiter zu verbreiten.“

Die Idee für den Social Change Hub (SCHub) stammt von Prof. Dr. Markus Beckmann und seiner Mitarbeiterin Anica Zeyen. Seit gut zwei Jahren arbeitet er als Juniorprofessor für Social Entrepreneurship an der Leuphana. Er beschäftigt sich mit unternehmerischem Handeln, das einen gesellschaftlichen Nutzen zum Ziel hat. „Jeder Einzelne kann die Gesellschaft verändern“, ist Beckmann überzeugt, „deshalb wollen wir unsere Studierenden zu eigenem Engagement ermutigen und sie nach Kräften unterstützen.“ Das Projekt SCHub spielt dafür eine wichtige Rolle. Es bietet eine Plattform, die Studierende und Sozialunternehmer zusammenbringt. „Die Studierenden können das nutzen, um im Sinne von Social Entrepreneurship eigene Projektideen zu entwickeln und auszuarbeiten“, erklärt er. Gleichzeitig fördere SCHub die Idee, dass Studierende in gemeinnützigen Projekten ihr Fachwissen anwenden und eigene Handlungskompetenz erwerben.

SCHub bringe auch Wissenschaft und Praxis zusammen, sagt Beckmann. „Wir erarbeiten natürlich theoretische Grundlagen zum Thema Social Entrepreneurship, vor allem aber geben wir unseren Studierenden mit SCHub den Freiraum, sich sozialunternehmerisch zu engagieren - in Projekten, Vereinen und Unternehmen.“ Das Konzept geht auf: Die Studierenden entwickeln eigene Problemlösungen für Praxispartner oder konzipieren Workshops, Flyer, Videos und Websites. Erfolgserlebnisse sind für den Lernprozess genauso wichtig wie die Erfahrung mit Konflikten und Zeitdruck. Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Einige Studierende haben inzwischen einen Ableger der Trinkwasserinitiative Viva con Agua in Lüneburg gegründet, andere bringen die Idee sogenannter Nachbarschaftsgärten voran. Die studentische Initiative „Amikeco“ setzt sich für mehr Toleranz und die Rechte geduldeter Ausländer an der Universität und in Lüneburg ein. In Live Case Studies treffen die Studierenden auf Vertreter sozialunternehmerischer Organisationen wie der Kinderhilfsorganisation „Children for a better World“ oder der Hamburger Organisationen „Das macht Schule“ und „Dialog im Dunkeln“.

Die Initiative „365 Orte im Land der Ideen“ wurde 2006 unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler von der Bundesregierung und dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) ins Leben gerufen. Mehr als 2.000 Bewerbungen lagen der 19-köpfigen Expertenjury aus Wissenschaftlern, Wirtschaftsmanagern, Journalisten und Politikern für das Jahr 2012 vor.

Die Auszeichnung wird am 11. Juli dieses Jahres während des Dies Academicus der Leuphana Universität Lüneburg übergeben.

    06.03.2013, Anica Zeyen