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SchlüsselqualifikationenSCHLÜSSELQUALIFIKATIONEN

Schlüsselqualifikationen

Schlüsselqualifikationen (Soft Skills) sind Kenntnisse, Fertigkeiten, Fähigkeiten und Werteinstellungen zur Bewältigung beruflicher Anforderungen. Während fachliches Wissen immer wieder erneuert werden muss, sind Schlüsselqualifikationen zeitüberdauernd und fachübergreifend. Sie spielen für den erfolgreichen Berufseinstieg und im Berufsalltag eine immer größere Rolle.Arbeitgeber interessieren sich gleichermaßen für das Fachexamen, die Praxiserfahrungen, die Zusatzqualifikationen und die vorhandenen Schlüsselqualifikationen. Die Examensnoten sind nicht mehr das herausragende Einstellungskriterium. Die individuellen Berufschancen hängen heute im größeren Maße als früher vom Besitz solcher Schlüsselqualifikationen ab.

Schlüsselqualifikationen sind aber nicht nur für den Berufseinstieg und den Berufsalltag von zentraler Bedeutung. Sie fördern zudem die eigenen Studienleistungen und sind wesentlich für den erfolgreichen Abschluss eines Studiums.

Mit dem Begriff der Schlüsselqualifikationen werden im allgemeinen 3 Kompetenzbereiche unterschieden:
Methodenkompetenzen, Sozialkompetenzen und Persönlichkeitskompetenzen. Während zu der Methodenkompetenz beispielsweise die Beherrschung von Verfahren wie Moderation oder Präsentation zählt, gehören zur Sozialkompetenz u.a. die Kommunikations-, Kooperations- und Konfliktfähigkeit. Persönlichkeitskompetenz umfasst z.B. die eigene Leistungsbereitschaft, Engagement, Flexibilität und Zuverlässigkeit.

 

Mögliche Angeote an Hochschulen

Ein umfassendes Angebot von Veranstaltungen zur Vermittlung von Schlüsselqualifikationen als fester Lehrbestandteil in Studiengängen ist an den Hochschulen nicht die Regel. Es lohnt sich daher, im gesamten Vorlesungsverzeichnis die Lehrveranstaltungen herauszusuchen, in denen solche überfachlichen Kompetenzen erworben werden können. Stichworte für die Suche im Vorlesungsverzeichnis sind zum Beispiel:

 

RhetorikwerkstattZeitmanagementMitarbeiterführung
VerhandlungsführungTraining sozialer KompetenzenProjektmanagement
Moderations- undKonfliktbewältigungVernetztes Denken
PräsentationstechnikenInterkulturelle KommunikationTeamtraining


Im Rahmen der Einführung von Bachelor- und Master-Abschlüssen an deutschen Hochschulen zeichnet sich ein neuer Trend ab. Die Curricula von Bachelor-Studiengängen sehen für die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen einen Anteil des Studienvolumens von ca. 1/6 vor. Damit erhalten Schlüsselqualifikationen eine dem Berufsalltag entsprechende Bedeutung.Auch außerhalb des Hochschulstudiums lässt sich gezielt das eigene Qualifikationsprofil durch die Teilnahme an geeigneten Bildungsangeboten erweitern und durch Zertifikate dokumentieren.

Bitte beachten Sie unsere Veranstaltungen aus dem aktuellen Programm zum Erwerb von Schlüsselqualifikationen.


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Entwicklung von Schlüsselqualifikationen durch eigenständiges Studium

Das vergleichsweise freie Hochschulstudium bietet die Chance, den Erwerb und die Weiterentwicklung einer Reihe von Schlüsselqualifikationen selbst in die Hand zu nehmen. Allerdings gibt es nur für wenige der folgenden Schlüsselqualifikationen ein Zertifikat oder einen schriftlichen Nachweis. Die Lernfortschritte hierbei sind nur im begrenzten Ausmaß durch Wissensüberprüfung oder standardisierte Beurteilungsverfahren feststellbar. Aber diese Schlüsselqualifikationen werden sich bei Bewerbungen und im Berufsalltag auszahlen. Personalverantwortliche suchen nach solchen wichtigen Kompetenzen schon im Verlauf von Einstellungsgesprächen, bei Arbeitsproben, im Assessment Center oder mit Hilfe von Persönlichkeitsfragebögen.

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Trainieren von Schlüsselqualifkationen

Trainingsmöglichkeiten an der Universitätfür folgende Schlüsselqualifikationen
Eigenständige Zusammenarbeit in Gruppen:
Den Lehrstoff gemeinsam mit Kommilitoninnen und Kommilitonen rekapitulieren und offene Punkte diskutieren, gemeinsame Ausarbeitung von Referaten und Thesenpapieren. Dabei sollten die Gruppenmitglieder nicht nur Freunde und Bekannte sein, sondern es sind gezielt andere Kommilitoninnen und Kommilitonen einzubeziehen.
- Teamfähigkeit, Kooperationsfähigkeit, selbstständiges Lernen, Initiative, Zuverlässigkeit,
Motivation, Lernbereitschaft, Arbeitsmethoden, Rhetorik
Fächerübergreifende Lehrveranstaltungen besuchen und einseitige Konzentration auf einen Studienschwerpunkt vermeiden, z.B. im Rahmen des Career Service Veranstaltungsprogramms.- Fähigkeit zu interdisziplinärem Arbeiten, systematisches Denken, Initiative, Verständnis für andere Fachkulturen
Realistische Planung von Zeiteinheiten bei Prüfungsvorbereitungen, Aufstellung eines Wochen , Monats und Jahresarbeitsplanes mit eigenen Lernzielen, Festlegung und Überprüfung des persönlichen Lernprozesses.- Selbstständigkeit, planvolles Arbeiten, Eigenorganisation, Prioritätensetzung, Zeitmanagement
Selbstorganisation von Praktika und Auslandsaufenthalten.- Sprachkompetenz, Mobilität, interkulturelle Verständigung, Organisationskompetenz
Möglichst viele Referate oder Vorträge halten, Arbeitsgruppen leiten und sich in Redesituationen begeben.- Kommunikatives Verhalten, Präsentation, Leistungsbereitschaft, Moderation, Rhetorik, Stressresistenz
Häufige Nutzung des Internets und der anderen neuen Medien (z. B. für Recherchearbeiten).- Medienkompetenz, selbstständiges Lernen, Informationskompetenz
Methoden und Strategien für den Umgang mit Literatur und Texten erlernen sowie Studienarbeiten mit eigenem Profil und Ideen anfertigen.- Methodisches Arbeiten, Kreativität, Initiative, Innovationsbereitschaft
Regelmäßiger Besuch von Lehrveranstaltungen und Einhaltung Terminen bzw. Vereinbarungen.- Durchhaltevermögen, Zuverlässigkeit
Lernen, Kritik entgegenzunehmen, z. B. nach einem Referat oder Diskussionsbeitrag.- Kontaktfähigkeit, Belastbarkeit, Kritikfähigkeit
Beteiligung an wissenschaftlichen Projekten und Vorhaben mit möglichst eigenen Ideen und Thesen.
- Kreativität, Initiative, Motivation, Innovationsbereitschaft, konzeptionelles Denken
Sprechzeiten von Studienfachberatung der Lehrenden aufsuchen (nicht erst in den Abschlussprüfungen) und dort lernen, Fragen und Probleme eindeutig zu formulieren und das erworbene Fachwissen zu demonstrieren.- Genauigkeit, Konzentrationsfähigkeit, kommunikatives Verhalten
Mitarbeit in studentischen Initiativen und Hochschulgremien, Tätigkeit als Tutorin und Tutor, studentische Hilfskraft, ehrenamtliche Mitarbeit in Vereinen und Verbänden.- Engagement, Initiative, soziale Verantwortung, Gruppenleitung, Präsentation, Team- und Kooperationsfähigkeit, Verhandlungsgeschick

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Links für Schlüsselqualifikations-Tests im Internet

 

http://www.fh-bochum.de/izk/
kompetenzcheck.php

- kostenloser Test der FH Bochum zu Schlüsselqualifikationen

http://www.allianz.de/start/perspektiven_tests/
test_fuer_studenten/index.html

- kostenloser Perspektiven- und Kompetenzen-Test der Allianz

http://www.geva-institut.de/privatkunden/
fach_fuehr/potenzial/index.htm

- kostenpflichtiger Test zu Schlüsselqualifikationen vom geva-Institut

http://www.ruhr-uni-bochum.de/borakel

- kostenloser Test zu Schlüsselqualifikationen von Prof. Dr. Wottawa, Universität Bochum

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Literaturtipps aus der ZSB-Infothek

Zum Training von Schlüsselqualifikationen sind unter anderem folgende Bücher in der Infothek der ZSB Lüneburg einsehbar:

  • Yvonne Gamsberge-Hoogland / Henk T. van der Molden, Hermann Blom: Kommunikationstraining für Studium und Praxis. Köln 1999
  • Jürgen Hesse / Hans Christian Schrader: Small Talk. Frankfurt am Main 2001
  • Emil Hierhold: Sicher präsentieren – wirksamer vortragen. Wien/Frankfurt 2001
  • Manfred Kiesel / Roland Ulsamer: Interkulturelle Kompetenz für Wirtschaftsstudierende. Berlin 2000
  • Karin Klebert / Einhard Schrader / Walter G. Straub: KurzModeration. Hamburg 1998
  • Klaus Lumma: Die Team Fibel. Hamburg 1994
  • Marita Pabst – Weinschenk: Reden im Studium. Berlin 2000
  • Ruth Pink: Bewusst kreativ. Berlin 2000
  • Christian Püttjer / Uwe Schnierda: Erfolgsfaktor Körpersprache. Frankfurt am Main 2001
  • Ulrike Regenscheidt: Die meisterhafte Zeitvermehrung: Wege zum bewußten Umgang mit der Zeit – Zeitmanagement als Gestaltungschance. München, Würzburg 1997

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16.05.2012, schaefer