Das Anschreiben

Das Anschreiben ist ein zentraler Bestandteil Ihrer Bewerbung. Hier begründen Sie anhand Ihrer Fähigkeiten und Motivation, warum das Unternehmen gerade Sie einstellen sollte. Ziel ist es, eine Brücke zwischen Ihren eigenen Kompetenzen und den Interessen des Arbeitgebers aufzubauen. Folgende Formalia sollten Sie beachten:

 

  • Umfang: Fassen Sie sich kurz und versuchen Sie mit wenigen Sätzen die drei wichtigsten Kernbotschaften zu platzieren. Auch wenn es sinnvoll ist, Ihre Aussagen durch eine gute Argumentation zu untermauern, sollte Ihr Anschreiben insgesamt auf eine Din A4 Seite passen.
  • Angaben zu Absender und Adressat: Achten Sie darauf Ihre Kontaktdaten vollständig anzugeben. Wenn Sie eine/n konkrete/n Ansprechpartner/in haben, nehmen Sie diese/n im Adressfeld mit auf. Eine Leerzeile zwischen Straße und Ort ist nicht mehr erforderlich.
  • Betreffzeile: Nennen Sie hier den Grund des Anschreibens und ggf. die Bezeichnung der Stelle/des Praktikums. Das Wort „Betreff“ wird in der Zeile nicht mehr vorangestellt.
  • Anrede: Wenden Sie Ihre Anrede an eine/n konkrete/n Ansprechpartner/in, wenn Sie den Namen kennen. Achten Sie auch auf evtl. Titel bei der Ansprache. Z. B. „Sehr geehrter Herr Dr.“, „Sehr geehrte Frau Dr.“.
  • Einleitung: Wecken Sie bereits in den ersten Sätzen das Interesse der Leserin/des Lesers. Stellen Sie am besten einen direkten Bezug her zwischen Ihrer Qualifikation oder Motivation und dem Arbeitgeber oder der Aufgabe, auf die Sie sich bewerben. 
  • Hauptteil: Konzentrieren Sie sich in zwei bis drei Absätzen auf die Schlüsselbegriffe und beginnen Sie mit Ihrer wichtigsten Qualifikation. Greifen Sie zentrale Begriffe aus der Stellenanzeige auf und verdeutlichen Sie in nachvollziehbaren Beispielen, wie und in welchem Umfeld Sie Ihre bisherigen Kompetenzen und Kenntnisse erworben haben. Damit vermitteln Sie Glaubwürdigkeit und können gleichzeitig auf bisherige Erfolge oder spezifische Erfahrungen hinweisen. Machen Sie dadurch auch deutlich, warum gerade Sie für die Stelle geeignet sind.
  • Abschluss: Hier bietet es sich an, auf formale Dinge einzugehen, wie z. B. Gehaltsvorstellungen (falls gefordert) oder die zeitliche Verfügbarkeit. Machen Sie deutlich, dass Sie sich auf eine Antwort freuen und wählen Sie eine freundliche Abschlussformel.
  • Unterschrift: Denken Sie an die Unterschrift per Hand. Bei digitalen Bewerbungen können Sie Ihre Unterschrift einscannen und entsprechend einfügen.
  • Anlagen: Am Ende des Anschreibens können Sie noch mit dem Begriff "Anlagen" darauf hinweisen, dass Sie diese dem Schreiben beifügen.

Was es noch zu beachten gibt

DosDon´ts
Der persönliche Kontakt hat eine große Bedeutung. Wenn möglich, stellen Sie diesen, z. B. durch den Besuch einer Jobmesse, bereits vor Ihrer schriftlichen Bewerbung her. Im Anschreiben können Sie dann darauf verweisen. Vermeiden Sie eine Ansprache wie "Sehr geehrte Damen und Herren...", wenn es eine konkrete Kontaktperson gibt.
Fokussieren Sie max. 2-3 besonders wichtige Fakten Ihres Werdegangs! Formulieren Sie Ihr Anschreiben auf max. einer Din A 4 Seite.Vermeiden Sie chronologische Nacherzählungen Ihres Lebenslaufs im Anschreiben.
Achten Sie stets auf ein aktuelles Datum im Anschreiben und fertigen Sie eine auf das jeweilige Unternehmen und die jeweilige Position individuell zugeschnittene Bewerbung an.Verfassen Sie keine Serien-Bewerbungen, auch wenn jede Bewerbung erneuten Zeitaufwand bedeutet.
Formulieren Sie kurze prägnante Sätze in der aktiven Form. Dadurch wird deutlich, dass Sie Ihren Werdegang aufgrund von bewussten Entscheidungen gestaltet haben. Formulieren Sie selbstbewusst.Vermeiden Sie den Konjunktiv in Ihren Formulierungen und verzichten Sie auf  Aussagen wie z. B. „ich würde…“ oder „es wäre…“.
Belegen Sie praktische Erfahrungen und Kompetenzen mit aussagekräftigen Beispielen. Zählen Sie Erfahrungen und Kompetenzen nicht einfach nur auf.

Kontakt

Ilka Buecher
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