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Leuphana Vorlesungsverzeichnis

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VorlesungsverzeichnisVORLESUNGSVERZEICHNIS

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Modulbeschreibung

Modulname:
12503000 Kunst und visuelle Kultur
Angebot:
1 Seminar (2 SWS)
1 Seminar (1 SWS)
Inhalte:
In Veränderungen wie dem „iconic“ bzw. „pictorial turn“ im Wissenschaftsfeld und in neuen wissenschaftlichen Domänen wie den „Visual Studies“ dokumentiert sich der gesellschaftliche Bedeutungszuwachs visueller Zeichen und Medien. Das Modul konzentriert sich auf Struktur, Funktion, Wahrnehmung und Gebrauch des Visuellen in kulturellen Feldern und sozialen Welten, die sich auf die Kraft von Bildern stützen. Dazu zählen Kunst und Architektur, Mode, Design und Werbung, aber auch symbolische Praktiken der Politik. Außerdem fallen Visualisierungen, wie sie für die Alltags- und Populärkultur charakteristisch sind, in das thematische Spektrum des Moduls. Sie begegnen uns im städtischen Kontext etwa in Gestalt der Zeichensysteme von Graffiti und Street Art, oder in den kulturindustriell geprägten Bilderwelten der neuen Massenmedien. Schließlich ist das Modul auch ein Ort, an dem sich die Studierenden Zugang zu Visualisierungen in der Wissenschaft erarbeiten können, also sich mit dem Einsatz z.B. von Fotografien, Filmen, Graphiken oder Diagrammen in der wissenschaftlichen Forschung und Kommunikation auseinandersetzen.

Qualifikationsziele:
Analyse von Visualität und visueller Produktion in Hoch- und Populärkultur bzw. Wissenschaft.
Fachkompetenz:
Die Teilnehmer erlangen Grundwissen heutiger Kunst-, Bild- und Visualitätstheorien bzw. Vertrautheit mit maßgeblichen Studien, die sich der visuellen Kultur widmen.

Methodenkompetenz:
Die Teilnehmer erlernen den reflektierten Umgang mit Methoden von Wissenschaften, die sich auf visuelle Repräsentationen bzw. entsprechende soziale Welten beziehen.
Personale Kompetenz:
Das Modul schärft die argumentative Interaktions- und Diskussionsfähigkeit in Gruppen. Es fördert die Leistungsbereitschaft und interdisziplinäre Kreativität.
Lernformen:
Seminargespräch, Vorlesungsbestandteile, Gruppenarbeitsphasen, Kurzreferate, Plenumsdiskussionen, kleinere Vor- und Nachbereitungsaufgaben (z.B. Expertengruppen, Protokolle, Blitzlichter), Selbststudium, Recherche- und Lektürearbeit, Anfertigen einer wissenschaftlichen Hausarbeit bzw. Klausurvorbereitung.
Pruefungsformen:
Dauer:
Dauer: 1 Semester, Häufigkeit: mind. jedes zweite Semester
Workloads:
Präsenzzeit in LV(en) des Moduls:
Vor- und Nachbereitungszeit der LV(en):
ggf. Erarbeitung von Studienleistungen:
Prüfung: Erarbeitung/Vorbereitung sowie Prüfungsleistung(en):
Workload gesamt:
Voraussetzungen:
Erfolgreicher Abschluss des Moduls „Kunstgeschichte“.
Sonstiges:

Veranstaltungen dieses Moduls:

Die Fotobefragung in der Visuellen Soziologie (Seminar)
Termin/e:
wöchentlich | Dienstag | 12:15 - 13:45 | 28.05.2012 - 13.07.2012 | C 5.124 | Zweite Semesterhälfte
Inhalt:
Die Fotobefragung ist eine qualitative Technik empirischer Forschung, die in Anthropologie und Soziologie entwickelt wurde. Während die Methode der "Fotoelizitation" Fotos in der Forschung einsetzt, um Interpretationen von Bildern zu erfassen bzw. Assoziationen anzuregen, zählt zu den Besonderheiten der Fotobefragung, dass die Subjekte der Forschung eine Rolle als fotografierende Akteure unternehmen. Diese photographischen Entscheidungen bzw. abgebildeten Referenten sind im nächsten Schritt Bezugspunkte von Befragungen und Gesprächen. Die Methode wurde insbesondere im Kontext der Erforschung von Lebensstilen entwickelt und eingesetzt. Zur Einführung: Ulf Wuggenig (1991): „Die Photobefragung als projektives Verfahren“. Angewandte Sozialforschung, 16. Jg., S. 109-129.
Ziel:
SWS:
1

Zuordnungen:
Malerei, Fotografie und visuelle Regime im Film (Seminar)
Termin/e:
wöchentlich | Mittwoch | 12:15 - 13:45 | 11.04.2012 - 11.07.2012 | C 5.326
Einzeltermin | Do, 19.04.2012, 18:00 bis Do, 19.04.2012, 20:00 | C 12.001
Einzeltermin | Do, 26.04.2012, 18:00 bis Do, 26.04.2012, 20:00 | C 12.001
Einzeltermin | Do, 10.05.2012, 18:00 bis Do, 10.05.2012, 20:00 | C 12.001
Einzeltermin | Do, 17.05.2012, 18:00 bis Do, 17.05.2012, 20:00 | C 12.001
Einzeltermin | Do, 31.05.2012, 18:00 bis Do, 31.05.2012, 20:00 | C 12.001
Einzeltermin | Do, 14.06.2012, 18:00 bis Do, 14.06.2012, 20:00 | C 12.001
Inhalt:
Wie verhalten sich kunsthistorische und bildwissenschaftliche Analysemethoden, die traditionellerweise eher unbewegliche Bilder fokussieren, zu den bewegten Bildern des Films? Das Seminar spürt der Frage nach, wie auch zumeist populäre Filme komplexe Kommentare zur Geschichte visueller Medien leisten können. Damit bieten diese Filme beispielsweise Kommentare zu klassischen Bildmedien wie Fotografie und Malerei. Die apparative und operative Verschaltung technischer Objekte (wie Kamera, Mikrophon, Film und Projektor) unterscheidet sich zwar fundamental von den technischen Bedingungen, unter denen etwa Ölgemälde oder Photographien hergestellt und rezipiert werden, aber dennoch steht das filmische Bild in einer – wenn auch bruchvollen – Geschichte der Art und Weise, wie seit der Neuzeit Visualität und Blickphänomene organisiert werden. Der Bezug des filmischen Bildes zur Geschichte der Visualität wird im Seminar auf drei Ebenen untersucht. Erstens auf der konkreten Ebene, wie malerische und photographische Bilder, sowie ihre Produktions- und Rezeptionsweisen in Filmen gezeigt werden (etwa in den zahlreichen Biopics von Künstlern und Malern, bzw. in 'Fotografen'-Filmen wie Antonionis Blow Up). Auf einer allgemeineren Ebene soll zweitens untersucht werden, wie der Kamerablick selber ebenfalls Beziehungen zu den unterschiedlichen historischen Blick- und Visualitätsregimen unterhält (hierzu eigenen sich insbesondere Alfred Hitchcocks 'Fenster zum Hof', 'Die Vögel' und 'Vertigo').
Ziel:
Ziel des Seminars ist die Einführung in bildwissenschaftliche Untersuchungsmethoden. Dabei soll insbesondere die Fähigkeit vermittelt werden, visuelle Phänomene vor dem Hintergrund ihrer medientechnischen und -theoretischen Bedingtheit zu verstehen.
SWS:
2

Zuordnungen:
17.01.2013, Leder