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Banal MilitarismBANAL MILITARISM

Kurzinformation

Jun.-Dr. Tanja Thomas
Leuphana Universität Lüneburg
Tagungsprojekt Ende 2004, diverse Buchbeiträge und Vortragstätigkeiten im internationalen Rahmen, Buchpublikation 2006, englischsprachiges Publikationsprojekt 2007, derzeit Konzeption einer Tagung 2008

Zusammenfassung des Projekts

Unter Militarismus wird gewöhnlich eine gesellschaftliche Konstellation verstanden, in der das Militärische eine bevorzugte Rolle in Staat und Gesellschaft spielt und/oder wo Soldaten ihren Beruf als den eines ‚besonderen Standes‘ begreifen, deren überlegene höherwertige Lebensform anerkannt und von Zivilisten nachgeahmt wird. In diesem Sinne wird der Militarismus in vielen Staaten als ein randständiges Phänomen wahrgenommen. Dennoch spielt das Militär eine beträchtliche Rolle in vielen Gesellschaften – im Verbrauch gesellschaftlichen Reichtums, in der öffentlichen Diskussion und im Alltagserleben vieler Menschen. In den Veröffentlichungen zum Forschungsfeld „Banal Militarism“ stehen nicht Propaganda oder Manipulation in Kriegszeiten im Mittelpunkt, sondern eher schleichende, alltägliche Formen der medial vermittelten Normalisierung des Militärischen in Kino- und Fernsehfilmen, Computerspielen, Musik und Aktivitäten, über die kulturelle Akteure oder Laien über kulturelle Ereignisse in militärische Wahrnehmungs-, Deutungs- und Handlungsmuster eingebunden werden. In den Fokus gelangen somit (Re-) Ritualisierungen des Militärischen, Inszenierungen, Repräsentationen und insbesondere auch Performativitätsangebote (PC-Spiele, Gotcha etc.).

17.01.2013, ifkm