Die Geschichte der Universität

Die Leuphana Universität Lüneburg ist eine junge Universität, die einen Spiegel der Hochschulentwicklung in Deutschland darstellt: Sie blickt zurück auf 60 Jahre Institutionengeschichte an einem Standort, der eine Jahrhunderte lange Bildungsgeschichte besitzt.

Die Leuphana im Wandel

  • 1471: Kaiser Friedrich III erteilt die Erlaubnis zur Gründung einer hohen Rechtsschule in Lüneburg.
  • 1479: Papst Sixtus IV genehmigt die Einrichtung einer Hochschule mit allen oberen Fakultäten und einem Generalstudium.
  • 1946: Gründung einer Pädagogische Hochschule (PH) in Lüneburg auf Initiative der Briten. Die Hochschule sollte durch die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern dazu beitragen, eine neue demokratische Tradition in Deutschland zu begründen.
  • 1978: Die PH Lüneburg wird - nach ersten Jahren als Abteilung der Pädagogischen Hochschule Niedersachsen - zu einer eigenständigen wissenschaftlichen Hochschule mit Promotions- und Habilitationsrecht.
  • 1980er: In den achtziger Jahren wird das fachliche Spektrum um die Wirtschafts-, Sozial- und Kulturwissenschaften erweitert und die Hochschule in eine Universität umgewandelt.
  • 1989: Durch Gesetz des Niedersächsischen Landtags wurde sie am 1. Mai 1989 zur Universität.
  • 1990er: In den neunziger Jahren wird schließlich ein umweltwissenschaftlicher Fachbereich gegründet. Zu diesem gehören heute auch der UNESCO Chair for Sustainability und der weltweit erste MBA zu unternehmerischem Nachhaltigkeitsmanagement.
  • 2003: Als eine der fünf ersten Hochschulen Deutschlands wird die Universität Lüneburg in eine Stiftung des öffentlichen Rechts umgewandelt. Sie gewinnt damit erweiterte Möglichkeiten zu selbstständigem Handeln.
  • 2005: Fusion der Universität Lüneburg und der Fachhochschule Nordostniedersachsen. Dies führt in den Bereichen BWL und Sozialpädagogik zu einer jeweiligen Ergänzung des Fächerangebotes. In anderen Bereichen wird das fachliche Spektrum der Vorgängerinstitutionen dagegen jeweils erweitert: Um Automatisierungstechnik, Wirtschaftsrecht und Wirtschaftspsychologie seitens der ehemaligen Fachhochschule, um Lehrerbildung, Kulturwissenschaften, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie Umweltwissenschaften seitens der früheren Universität. Mit der Fusion sind Bezüge zur Praxis für die neue Universität bedeutender geworden; die Auszeichnung als gründerfreundlichste Hochschule in Deutschland ist ein äußeres Zeichen dafür.
  • 2006: Beschluss und Einleitung zur grundsätzliche Neuausrichtung. Ziel ist es, aus der Fusion eine Modelluniversität für den Bologna-Prozess und die Einführung gestufter Bachelor- und Masterstudiengänge zu schaffen.
  • 2007: Als Folge der Neuausrichtung wurde die Universität im März 2007 in Leuphana Universität Lüneburg umbenannt. Seitdem wird das neue Studien- und Universitätsmodell der Universität umgesetzt.
  • 2007: Das College für das Bachelor-Studium wird eröffnet.
  • 2008: Im darauf folgenden Wintersemester 2008/09 nimmt die Graduate School ihre Arbeit auf.
  • 2009: Die Professional School für weiterbildende Studiengänge wie für Praxiskooperationen öffnet ihre Türen zum Sommersemester 2009.
  • 2009: Genehmigung des EU Großprojekts Innovations-Inkubator.
  • 2010: Auf Beschluss des Senats werden vier neue Fakultäten gegründet. Neben der weltweit einzigartigen Fakultät Nachhaltigkeit sind dies die Fakultäten Kulturwissenschaften, Bildung und Wirtschaftswissenschaften.
  • 2011: Symbolische Grundsteinlegung für das neue Zentralgebäude.
  • 2012: Die Leuphana Digital School wird der Öffentlichkeit vorgestellt. Erster Massve Open Online Course (MOOC) an einer deutschen Hochschule.

Die Universität verfügt heute in Lüneburg über drei Standorte

  • Die Architektur des zentralen Campus an der Scharnhorststraße, bis Mitte der 1990er Jahre genutzt als Kaserne der Bundeswehr, kennzeichnet sich durch streng gegliederte, traditionelle Backsteingebäude. Die Architektur aus den 1930er Jahren wird durchbrochen von modernen und lichtdurchfluteten Hörsaal- und Bibliotheksbauten und Gärten und Grünanlagen eines Biotops. Auf dem Campus stehen den Studierenden inzwischen über hundert Zimmer in den Wohnheimen des Studentenwerks und des Vereins Campus e.V., einer ursprünglich studentischen Initiative, zur Verfügung.
  • Im Zentrum des Standortes Rotes Feld steht ein Backsteinbau aus der Kaiserzeit, das schon zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts als Schulgebäude für die Bildung genutzt wurde.
  • Modernität und Technik dominieren am Standort Volgershall: Über eine Länge von 200 Metern erstreckt sich dort eine Halle, die unter anderem für Versuchsaufbauten der Automatisierungstechnik genutzt wird.

Geschichte des Campus

Ausführliche Forschungsergebnisse zur Geschichte des Universitätscampus finden Sie hier (pdf-download).