Transdisziplinäre Forschung

Wissenschaft ist an der Leuphana bereits in hohem Maße transdisziplinär ausgerichtet. Die vier Fakultäten der Universität verantworten jeweils eine Wissenschaftsinitiative, in denen themenorientiert und fachübergreifend gearbeitet wird. Eine inter- und transdisziplinäre Herangehensweise wird dabei mit der Suche nach aktuellen Fragen der Zivilgesellschaft des 21. Jahrhunderts verbunden. Aber auch die Verwendung transdisziplinärer Methoden, innovativer Forschungsverbünde oder eine enge Zusammenarbeit mit Praxispartnern verdeutlichen, dass die Wissensproduktion und die Suche nach Erkenntnis an der Leuphana durch das Prinzip der Transdisziplinarität angeleitet werden.

Dies zeigt sich in zahlreichen Forschungsprojekten an der Leuphana, die entweder im Ansatz transdisziplinär konzipiert sind oder in enger Zusammenarbeit mit gesellschaftlichen Partnern den Ansatz Wissenschaft mit der Gesellschaft statt Wissenschaft für die Gesellschaft aktiv und bewusst umsetzen.

Beispielhaft wird dies anhand folgender ausgewählter inhaltlicher Schwerpunkte und Aktivitäten verdeutlicht werden:

Bildung

Im Rahmen der BMBF geförderten Qualitätsoffensive Lehrerbildung arbeiten Vertreter_innen der Universität, Lehrkräfte aus Campusschulen, Akteur_innen aus Studienseminaren oder außerschulischen Einrichtungen sowie Studierende mit konkreten Projekten daran, die Theorie-Praxis-Vernetzung in der Lehrerbildung in den Handlungsfeldern „Heterogenität und Inklusion“, „Kompetenzorientierte Unterrichtsgestaltung“ und „Professionsbezogene Unterstützungsangebote im Studium“ in Form einer „community of practice“ zu verbessern.

Die dreiwöchige „Leuphana Sommerakademie – Fit für die Lehrstelle“ (gefördert durch die Bundesagentur für Arbeit und private Förderer) richtet sich an Jugendliche aus einem bildungsfernen Umfeld und benachteiligte Schüler_innen in Hauptschulen. Sie finden durch die Sommerakademie und über sie hinaus eine intensive Unterstützung bei der Berufsorientierung und auf dem Weg zum ersten Bildungsabschluss und einer Lehrstelle.

Seit Februar 2015 ist Prof. Dr. Waldemar Stange vom Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik der Leuphana Universität Lüneburg mit seinem Team im Rahmen des Forschungsprojekts „Jugend-Demografie-Dialog“ damit beauftragt, den Partizipationsprozess für die direkte Einbeziehung von Jugendlichen aus den vier Modelllandkreisen in die Arbeitsgemeinschaft „Jugend gestaltet Zukunft“ forschungsbasiert zu konzipieren, durchzuführen und zu evaluieren.

Das Projekt "Transkulturelle Praktiken im Postmigrantischen Theater und Schule - Methode Mixing als Transmission" untersucht in Produktionen des postmigrantischen Theaters sowie schulischen Integrations- und Inklusions-Konzepten, aufgefasst als „Arenen“ transkultureller Bildung, das „Method Mixing“ im Kontext aktueller migrantischer und postmigrantischer Diskurse. 

Kultur

Das fakultätsübergreifende Projekt „Die Stadt als Möglichkeitsraum“ (gefördert durch das Land Niedersachsen) widmet sich der nachhaltigen Stadtentwicklung unter Einbeziehung der Zivilgesellschaft als Treiber von innovativen strukturellen Veränderungen.

Das interdisziplinäre Promotionsprogramm „PriMus-Promovieren im Museum“ (gefördert durch das BMBF) vernetzt sechs Museen unterschiedlicher Sparten der Städte Hamburg, Lüneburg und Lübeck. Durch die Verknüpfung von Promotion und Volontariat fördert das Vorhaben den Wissenstransfer zwischen Forschung und musealer Praxis.

Management und Unternehmerisches Handeln

Das zwölfwöchige „Student Training for Entrepreneurial Promotion – STEP“ (u. a. gefördert durch die Weltbank und die UNESCO) vermittelt jungen Menschen aus Entwicklungsländern vielseitige unternehmerische Kompetenzen und unterstützt bei der Umsetzung der eigenen Gründung.

Unternehmerisches Denken und Handeln (auch bei regionalen Akteur_innen) wird im Rahmen des EXIST Projektes mit jährlich rund 60 extra-curricularen Aktivitäten gefördert.

Der Social Change Hub unterstützt darüber hinaus Social Entrepreneurship Projekte.

Nachhaltigkeit

Innerhalb des Projekts „Lüneburg 2030+ – Visionen für ein nachhaltiges Lüneburg von morgen“ (gefördert durch das BMBF, in Kooperation mit der Hansestadt Lüneburg, T.U.N. e. V. und Lüneburger Landeszeitung) treten Forschende, Lehrende und Studierende zur Entwicklung von Zukunftsszenarien in den Bereichen Ernährung, Mobilität, Energie, Wohnen sowie Politik in einen wissenschaftlichen Austausch mit der Zivilbevölkerung.

Im Projekt „Nachhaltiger Konsum von Informations- und Kommunikationstechnologie in der digitalen Gesellschaft – Dialog und Transformation durch offene Innovation“ (gefördert durch das Land Niedersachsen) befassen sich sieben Forschungsgruppen unterschiedlicher Disziplinen mit Gestaltungsmöglichkeiten für nachhaltigen IKT-Konsum.

Im Rahmen des Projektes „Leverage points“ wird (gefördert durch das Land Niedersachsen) die nachhaltige Zukunft von Energienutzung und Nahrungssystemen in Rumänien und Niedersachsen von einer internationalen Gruppe von Forschenden untersucht und verglichen.

Der UNESCO Chair „Higher Education for Sustainable Development“ entwickelt neue Konzepte des Lehrens und Erlernens von Nachhaltigkeit in verschiedenen gesellschaftlichen Kontexten.  

The project "Educating future change agents – Higher education as a motor of the sustainability transformation" is expected to generate results on:What competencies in sustainability are critical for future change agents, qualifying them for employability or entrepreneurship